Setra Design Workshop 2012
Stuttgart
03.03.2012
Evolutionäres Design prägt die Marke Setra
  • Bewährtes Markengesicht von Setra wird stetig weiterentwickelt
  • Tradition und Authentizität spielen bei der Designarbeit eine
    bedeutende Rolle
  • Design unterstreicht die klassischen Setra Markenwerte
  • Gestalter visualisieren die Formsprache der Zukunft
  • Enge Kooperation mit der Entwicklung und dem Vertrieb
  • Kontinuierliche Projektbetreuung bis zur Markteinführung
Setra Kunden wissen, dass ihr Reisebus sämtlichen gesetzlichen Anforderungen entspricht, exklusive Komforteinrichtungen in sich trägt sowie Fahrer und Fahrgäste mit größtmöglicher Sicherheit ans Ziel bringt. Dafür sorgen auch die Designer der EvoBus-Entwicklung, denn neben den klassischen Setra Werten Komfort, Wertigkeit, Qualität und kundenorientierte Varianz beweist die Marke der Daimler AG immer auch seine Einzigartigkeit in der Branche - mit unverkennbaren Stilelementen und über alle Grenzen hinweg.
Für die Mitarbeiter des Design-Bereiches, der Teil des Entwicklungsbereiches von Daimler Buses ist, gilt es von der ersten Strichzeichnung an, die Funktionalität eines neuen Setra Omnibusses mit einem außergewöhnlichen Erscheinungsbild zu kombinieren und so den Gesamtauftritt der Ulmer Marke wirkungsvoll in Szene zu setzen.
„Es ist unser Ziel, das bekannte Markengesicht von Setra von Baureihe zu Baureihe authentisch weiterzuentwickeln, ohne den Blick auf die Tradition zu verlieren und so eine Brücke zwischen Bewährtem und Modernem zu schlagen“, erklärt Mathias Lenz, Leiter Design von Daimler Buses. Dabei sei es nicht nur erlaubt, sondern geradezu notwendig, auch Bestehendes mitunter in Frage zu stellen, so der Designer, der den Neu-Ulmer Designbereich seit 2010 leitet: „Setra Omnibusse stehen für Evolution.“ So kommt es vor, dass die sechs Mitarbeiter des Designbereiches den in der Branche allgemeingültigen Gestaltungsleitsatz „form follows function“ - bei dem sich die Gestaltung aus dem Nutzungszweck ableitet - mitunter umkehren und in einem frühen Entwicklungsstadium formgebende Ideen in die konzeptionelle Konstruktionsarbeit einbringen.
Am Anfang der Design-Arbeit steht das sogenannte „Package“ des Entwicklungsbereichs. Dieses klar definierte Rahmenheft beinhaltet unter anderem das Maßkonzept und die neuen Technikziele, die immer unter Beachtung eines effektiven Baukasten-Systems zu realisieren sind. Denn viele Gleichteile gewährleisten auch bei einer großen Variantenvielfalt eine kostengünstige Omnibus-Fertigung.
Markenzeichen weckt Leidenschaften
In ihre kreative Arbeit lassen die Designer die aktuellen Anforderungen der europäischen Gesetzgebung in punkto Sicherheitssysteme und Abgasreduzierung ebenso wie die Vorstellungen und Wünsche des Setra Vertriebes einfließen. Deshalb gehört auch eine eindeutige Definition der drei relevanten Zielgruppen Unternehmer, Fahrer und Fahrgast zum A und O ihres Schaffens. Mathias Lenz: „Während der zukünftige Betreiber ganz wertkonservativ ein leistungsstarkes und attraktives Produkt fordert, zielt der Chauffeur in erster Linie auf Zuverlässigkeit und Funktionalität ab. Für den Passagier steht Komfort und Behaglichkeit an erster Stelle.“ Selbstredend, dass alle drei Gruppen sich zudem ein sicheres Fahrzeug wünschen, dessen Qualität und Aussehen durchaus Stolz erwecken soll. Denn das Design eines Omnibusses ist ein Markenzeichen, das die Werte von Setra in der europäischen Busbranche visualisiert und Leidenschaft wecken soll. So müssen die Omnibusse aus Neu-Ulmer Produktion zum einen den momentanen Hunger der Betreiber stillen und zum anderen schon heute Appetitanreger für zukünftige Generationen sein.
Um die Fragen von morgen bereits heute beantworten zu können, reisen die Designer mit offenen Augen und Ohren durch die Welt, besuchen Messen und führen Fachgespräche mit Busunternehmern und Verbänden. Mit ihrem Gespür für zukünftige Stile schaffen sie eine Basis mit hohem Bestand. Mathias Lenz: „Kurzfristige Trends gibt es in der Omnibusbranche nicht.“ Für Setra gilt: trotz eines eigenständigen Auftretens ist jedes Fahrzeug harmonisch in die komplette Produktfamilie eingegliedert. Dies geschieht in erster Linie durch unverwechselbare Schlüssel- und Stilelemente, die über das gesamte Portfolio hinweg die gleiche Identität vermitteln, sich bei jedem Omnibus jedoch durch eine ganze eigene Formsprache auszeichnen.
Von der Strichzeichnung zum Design-Freeze
Ein Jahr dauert der Design-Entwicklungsprozess von der ersten Strichzeichnung bis hin zum Design-Freeze, der Projektphase, in der die Daten des neuen Omnibusses nach der Abnahme durch die Daimler Buses Geschäftsführung für die weitere Entwicklungsschritte „eingefroren“ werden, das Design also nicht mehr geändert werden kann.
In einer mehrtägigen Entwurfsklausur, die in der Regel an einem neutralen Ort außerhalb der Räume des Neu-Ulmer Entwicklungs-Zentrums stattfindet, geht das gesamte Team zu Projektbeginn an die Skizzierung erster Ideen und Vorschläge. Mit dabei sind neben Block und Stift lediglich die Vorgaben des Lastenheftes sowie Beispiele des aktuellen Produkt-Portfolios. Das Ergebnis ist eine Vielzahl an Entwürfen, die in einem weiteren Schritt gemeinsam selektiert werden. Mathias Lenz: „Wir pflücken uns quasi aus einer bunten Blumenwiese unsere ersten Sträuße heraus.“ Danach folgen erste Diskussionen mit den verantwortlichen Projektleitern aus der Entwicklung sowie mit Mitarbeitern des Markenvertriebs. Am Ende bleibt eine Auswahl an drei Entwürfen übrig, die weiter ausgearbeitet und in einem sogenannten Rendering verpackt werden. Diese differenzierte Darstellung einer Skizze mittels einer Computergrafik vermittelt nun bereits einen ersten Eindruck von Material, Größe und Form des neuen Omnibusses.
Dieser virtuelle Design-Prozess ermöglicht den Konstrukteuren einen schnellen und einfachen Zugriff, so dass eine rasche Überprüfung und Angleichung der aktuellen Daten durch die entsprechenden Entwicklungsingenieure erfolgen kann. Mathias Lenz: „Diese synchrone Art der Zusammenarbeit innerhalb der einzelnen Entwicklungsbereiche ist sehr wichtig, um ohne großen Zeitverlust fundierte Ergebnisse für den weiteren Entstehungsprozess des neuen Fahrzeuges zu erlangen.“
Dieser stetige Austausch findet von Beginn an bei jedem Prozessschritt statt. So auch bei den Versuchen im Daimler-Windkanal in Stuttgart-Untertürkheim, wo Designer und Aerodynamik-Ingenieure an einem leicht modellierbaren 1:4 Tonmodell noch feine Detailanpassungen vornehmen. Die aerodynamische Luftumströmung garantiert eine Reduzierung des Kraftstoffverbrauchs und stellt so einen wichtigen Aspekt der Wirtschaftlichkeit dar. Den Designern gibt sie die Möglichkeit, dem „Gesicht“ des Fahrzeugs zudem ganz besondere Züge zu verleihen.
Nach der anschließenden fotometrischen Abtastung des Modells werden die gewonnenen Daten in das bestehende Datenmodell eingearbeitet.
Für 3-D-Präsentation werden die Datenmodelle als ein realistisch wirkendes Modell aufbereitet, welches sich in Echtzeit drehen lässt und als finale Entscheidungsgrundlage für den Design-Freeze dient.
Grundlage für die Werkzeugherstellung
Auch nach der Freigabe des Design-Freeze durch die Daimler-Spitze sind Details in Abstimmung mit den Bereichen Versuch und Produktion noch minimal veränderbar. Zugleich dient das Modell als Grundlage für den Prototypen-Bau, der nun die Daten zur Werkzeugherstellung an die entsprechenden Zulieferer weitergeben kann. Die Design-Arbeit ist damit jedoch noch nicht beendet, denn die Design-Spezialisten um Mathias Lenz begleiten alle weiteren Entstehungsprozesse von Exterieur und Interieur bis hin zur Marktpräsentation und den Beginn der Serienfertigung.
Neben der Formgebung nimmt während des gesamten Design-Prozesses hinweg auch Farbe, Material sowie die Oberflächenverarbeitung und Behandlung eine zentrale Rolle ein. Mit diesen sogenannten „Trim and colour“-Aspekten verleiht das weltweit agierende Designer-Team mit seinem Know-how jedem neuen Setra Reisebus eine klare Identität.
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