Die Historie der Mercedes-Benz Konzeptfahrzeuge
Stuttgart
22.08.2011
Kompakt und offen: Vision SLA
Fakten
  • Fahrzeug: Vision SLA
  • Vorstellung: Januar 2000
  • Ort: North American International Auto Show, Detroit
  • Zielsetzung: kompakter Roadster
  • Antrieb: Viertakt-Ottomotor mit 4 Zylindern, 1,9 Liter Hubraum, 92 kW (125 PS), Frontantrieb, Fünfgang-Schaltgetriebe
Technische Highlights
  • Leichtbau-Karosserie in Hybrid-Bauweise aus Aluminiumprofilen, Aluminiumblechen und hochwertigen Kunststoffen
  • Rückwärtige Leuchteinheiten in Leuchtdioden-Technik
    Serieneinführung 2003 im Mercedes-Benz SLR McLaren (C 199)
  • Leuchtdioden-Blinker Serieneinführung 2003 im Mercedes-Benz SLR McLaren (C 199)
  • Schalensitze aus Kohlefaser
    Serieneinführung 2003 im Mercedes-Benz SLR McLaren (C 199)
„Neugierig machen. Emotionen wecken. Vordenken. Der Zeit vorauseilen und aus Ideen etwas Konkretes gestalten. Das sind die interessanten Aufgaben der Designer im Mercedes Technologie Center in Sindelfingen. Zukunft ist für sie Gegenwart, und manchmal gewähren sie uns Einblicke in ‚ihre‘ Zukunftswelt – zeigen in Form von Studien, was uns in einigen Jahren bewegen wird. Die neue Vision SLA ist ein solches Stück Zukunft.“
So steht es in der Pressemitteilung zur Vision SLA, die im Januar 2000 auf der Auto Show in Detroit ins Licht der Öffentlichkeit rollt. Ein kleiner Roadster auf Basis der A-Klasse – das verspricht die Faszination und den Fahrspaß der SL-Reihe in das kleinere Segment zu tragen. Und richtig, genau das ist die Aufgabe der Vision SLA.
Sie basiert auf der A-Klasse und hat entsprechend kompakte Abmessungen: 3,77 Meter Länge versprechen ein wendiges Fahrerlebnis. Zum Vergleich: Der SLK (R 170) ist 20 Zentimeter länger, der SL (R 230) sogar 73 Zentimeter. Kraftvoll geneigte Kotflügel, eine flache Windschutzscheibe, große Türen und ein sanft abfallendes Heck im Stil der legendären Mercedes-Benz Silberpfeile sind die Kennzeichen des Roadster-Designs, das vor allem durch zwei Attribute in die Zukunft weist: das markante vordere Flügelprofil und die pfeilförmige Motorhaube der Studie mit dem zentral angeordneten Mercedes-Stern, welche die Vision SLA vom Hochleistungs-Sportwagen SLR übernommen hat.
Unter der Karosserie arbeitet hochwertige Mercedes-Benz Technik. Der 1,9-Liter-Motor mit 92 kW (125 PS) und einem Drehmoment von 180 Newtonmetern bei 4000/min sorgt für attraktive Fahrleistungen: 7,9 Sekunden vergehen für den Sprint von null auf 100 km/h, die Höchstgeschwindigkeit beträgt 209 km/h. Für aktive Sicherheit sorgen das von der A-Klasse stammende, leicht modifizierte Fahrwerk mit dem Elektronischen Stabilitäts-Programm ESP® und Brems-Assistent.
Neue Wege gehen die Ingenieure aus Vorentwicklung und Forschung auf dem Gebiet der Karosserietechnik. Für die Vision SLA entwickeln sie eine innovative Hybrid-Bauweise, die Aluminiumprofile, Aluminiumbleche und hochwertige Kunststoffe kombiniert. Dank dieser Leichtbautechnik bringt die Vision SLA nur 950 Kilogramm auf die Waage (DIN-Leergewicht).
Die A-Klasse steht auch bei der Sicherheitskonzeption der Roadster-Studie Pate. Zwar ist der offene Zweisitzer nicht nach dem Sandwich-Prinzip organisiert, doch beim schweren Frontalunfall funktioniert die intelligente Idee der unter die Karosserie wegtauchenden Antriebseinheit ähnlich wie bei der A-Klasse. Dafür sorgt die schräge Einbaulage des Motors: Beim Aufprall gleitet er an dem stabilen vorderen Bodenblech nach unten und dringt deshalb nicht in den Innenraum ein. Damit hat die Vision SLA das hohe Sicherheitsniveau größerer Mercedes-Benz Limousinen. Als Überschlagschutz fungieren die massiven Bügel hinter den Sitzen und der verstärkte Windschutzscheiben-Rahmen.
Viel Aufmerksamkeit widmeten die Entwickler der Vision SLA wiederum dem Thema Lichttechnik. Am Heck erzielen 30 Hochleistungs-Leuchtdioden (LED), deren Licht flächig mittels Prismen verteilt wird, insbesondere bei schlechter Sicht für eine größere Aufmerksamkeit als herkömmliche Glühlampen; die Lichtbänder sind vertikal angeordnet. Die lichtstarken LED-Blinker, die auf Flügelprofilen in den Gehäusen der Rücklichter ihren Platz finden, sorgen ebenfalls für ein neuartiges und unübersehbares Signalbild. Hochleistungs-LED treten auch beim Tritt aufs Bremspedal in Aktion. Die roten Stopplichter befinden sich im Heckstoßfänger und in der hinteren Quertraverse der Gepäckträgerbrücke auf dem Kofferraumdeckel. Für eine gleichmäßige Fahrbahnausleuchtung und gute Fernsicht sorgen moderne Xenon-Projektionsscheinwerfer, die für Abblend- und Fernlicht zwei separate Scheinwerfer bieten.
In den transparenten Enden der Flügel, die seitlich aus der Motorhaube ragen, befinden sich gelb eingefärbte Hochleistungs-Leuchtdioden als Blinklicht, die zusammen mit den LED in den Außenspiegel-Gehäusen aufleuchten.
Im Innenraum dominiert das Thema Leichtbau. Technische Aspekte stehen dabei im Einklang mit dem optischen Eindruck von Transparenz und Leichtigkeit, den das Design vor allem durch Lochblech­strukturen, Aluminium-Drehschalter und Aluminium-Zylinder für die Instrumente schafft. Dazu passen die Schalensitze aus Kohlefaser, welche die Vision SLA in geringfügig modifizierter Form von der Vision SLR übernimmt; sie sind rund 25 Prozent leichter als herkömmliche Autositze mit vergleichbarer Ausstattung.
Das Anzeigekonzept weckt Erinnerungen an die Sport- und Tourenwagen früherer Jahre. Die Zeigerinstrumente im Chronometer-Look informieren zunächst nur über Geschwindigkeit, Motordrehzahl, Öldruck und Tankinhalt. Weitere Anzeigen verbergen sich hinter den Zifferblättern und treten nur dann in Erscheinung, wenn eine Störung vorliegt.
In all ihren Eigenschaften ist die Vision SLA die Rückbesinnung auf jene unverfälschte und ursprüngliche Art des Autofahrens, die den besonderen Reiz dieses Zweisitzers ausmacht. Das macht auch die Innenausstattung deutlich: Es gibt weder Teppichboden noch Stoffbezug. Stattdessen dominieren lackierte Metallflächen und dunkelbraunes Leder aus besonderer Quelle – es dient normalerweise zur Herstellung von Pferdesätteln und wird nach traditionellen Verfahren ausschließlich mithilfe pflanzlicher Stoffe gegerbt. So behält es seinen sehr individuellen Charakter. Dieses Naturmaterial stellt einen ganz besonderen Wert dar, ist strapazierfähig und bietet hervorragenden Klimakomfort. Das Leder findet Platz an der Instrumententafel, an den Innenseiten der Türen und an Kontaktstellen, die häufig berührt werden, etwa das Lenkrad, die Sitzflächen, die Armauflagen in den Türverkleidungen und der Boden. Bewusst lassen die Designer die Schnittkanten sichtbar, Sattlernähte aus heller Baumwolle bilden einen Farbkontrast.
Ihr Presse-Kontakt
N.
N.
Redaktion & Themenmanagement Mercedes-Benz Classic
Tel.: +49 711 17-49049
Fax: +49 711 1790-97310
Download gesamter Text
Aktionen
© 2014 Daimler AG. Alle Rechte vorbehalten. Anbieter | rechtliche Hinweise | CookiesDatenschutz | Nutzungsbedingungen