Daimler Nutzfahrzeuge auf der RAI 2012 in Amsterdam
Stuttgart/ Amsterdam
17.04.2012
  • 19 Daimler Nutzfahrzeuge stehen auf der RAI
  • Emissionsarme Antriebe sind ein Schwerpunkt des Angebots
  • Innovationen bei den Vito und Sprinter-Transportern
  • Bei den Lkw sticht der neue Mercedes-Benz Actros hervor
  • Canter 4x4-Allradversion erweitert das Fuso Canter-Programm
Stuttgart/ Amsterdam – Die Daimler AG stellt auf der diesjährigen RAI in Amsterdam vom 17. bis zum 21. April 2012 insgesamt 19 Nutzfahrzeuge der Marken
Mercedes-Benz und Fuso auf drei ver­schiedenen Messeständen aus.
Die Mercedes-Benz Transporter werden in der Oosthalle auf dem Stand 04.110 ausgestellt. Die Mercedes-Benz Lastkraftwagen sind in der Europahalle auf dem Stand 01.220 zu sehen. Unweit der Mercedes-Benz Lkw-Präsentation, stehen die Fuso Canter Lkw auf dem Stand 01.230. Der niederländische Nutzfahrzeugmarkt ist für die Daimler AG immer ein interessanter Markt, da von den holländi­schen Spediteuren und Logistikern immer schon innovative Ansätze für die europäische Transportbranche ausgingen.
Die Mercedes-Benz Transporter auf der RAI 2012
In Amsterdam werden vier Vito, zwei Viano und drei Sprinter ausge­stellt. Der neue Stadtlieferwagen Citan steht als 3D-Modell im Frei­gelände vor der Halle 1.
Der Vito E-Cell ist für den emissionsfreien Transport in Innenstädten von besonderem Interesse. Der Vito E-CELL Kombi ist das weltweit erste siebensitzige Fahrzeug, das emissionsfreie Mobilität serienmä­ßig ab Werk möglich macht. Mit einer Reichweite von 130 km eignet er sich insbesondere für den Einsatz in umweltsensiblen Gebieten wie z.B. Fußgängerzonen. Unter der Motorhaube sind der Elektromo­tor (60 kW; 280 Nm max. Drehmoment), die Leistungselektronik sowie der Wandler und das Netzladegerät untergebracht. Die Kraft­übertragung erfolgt auf die Vorderräder. Die leistungsstarken Lithium-Ionen-Traktionsbatterien ruhen unter dem Fahrgastboden. Die Nominalspannung beläuft sich auf 380 V, die Kapazität auf 36 kWh. Die Batterien des Vito E-CELL werden am 380/400-V-Netz geladen, dies dauert maximal sechs Stunden. Bei Bedarf kann später auch am 230-V-Netz geladen werden. Die Rekuperation speist die Batterie zusätzlich während der Fahrt. Die Batterien sind durch ein Crash-Element geschützt. Bei einer Auslösung des Airbags wird die Hochvolttechnik automatisch stillgelegt.
Die neue Mercedes-Benz Limited Edition Viano PEARL zeigt die Möglichkeiten eines luxeriösen Großraumfahrzeugs. Das Spitzenmo­dell des Viano verbindet Geräumigkeit mit Exklusivität. Der Viano PEARL setzt sowohl mit seinem edlen Interieur mit ausgesuchten Materialien, als auch mit seinem dynamischen Exterieur neue Maßstäbe. 19-Zoll-Leichtmetallräder mit zweifarbiger Lackierung und Reifen im Format 245/45 R 19 betonen die Dynamik der Limited Edition Viano PEARL. Die Limited Edition Viano PEARL CDI 3.0. BlueEfficiency stellt durch einen V6-Dieselmotor mit 165 kW (224 PS) Leistung eine überlegene Fahrleistung bei geringem Kraft­stoffverbrauch sicher. Alternativ gibt es das neue Spitzenmodell des Viano auch als 3,5 l mit V6-Benzinmotor. Er leistet 190 kW (258 PS). Die Kraftübertragung erfolgt jeweils über ein Au­tomatikgetriebe.
Der Mercedes-Benz Sprinter startet mit mehreren Produktaufwer­tungen in das Frühjahr 2012 und unterstreicht damit seinen Füh­rungsanspruch im Segment der Transporter. Als erster Transporter weltweit ist er mit einer Siebengang-Wandlerautomatik lieferbar. Das neue Getriebe mit der Bezeichnung 7G-Tronic wird ab diesem Früh­jahr weltweit erstmals in einem Transporter optional angeboten. Der Siebengang-Automat verfügt über eine vollelektronische Steuerung und hat sich bereits in zahlreichen Pkw von Mercedes-Benz bewährt, wurde jedoch an die spezifischen Anforderungen im Transporter an­gepasst. Vorteil des neuen Getriebes mit seinen sieben Schaltstufen ist die Kombination einer weiten Spreizung mit einer engen Abstu­fung der Gänge. In der Praxis bedeutet dies: Eine kurze Übersetzung im ersten Gang sichert einen dynamischen Antritt. Bei hohen Ge­schwindigkeiten fährt der Sprinter dagegen kraftstoffsparend, emissionsarm und leise bei niedrigen Drehzahlen.
Die FleetBoard Telematik für den Mercedes-Benz Sprinter ist direkt ab Werk bei der Erstausrüstung verfügbar. Erfahrungen im Verteiler­verkehr haben gezeigt, dass der Kraftstoffverbrauch und CO2-Ausstoß durch einen wirtschaftlichen Fahrstil um bis zu 30 Prozent gesenkt wurden.
Mercedes-Benz Lastkraftwagen auf der Bedrijfsauto RAI
In Amsterdam wird mit fünf Mercedes-Benz Lkw ein kleiner Aus­schnitt des Lieferprogrammes des weltgrößten Lkw-Herstellers gezeigt. Für den niederländischen Markt, traditionellerweise ein Markt für Spediteure, welche den europäischen Fernverkehr bedienen, werden drei Varianten des neuen Actros gezeigt: 1842 LS Super Stream Space, 1842 Stream Space und 1851 Giga Space. Für den emissionsarmen Verteilerverkehr ist der Atego 1222 L BlueTec Hybrid in einer kleinen Serie im Einsatz. Abgerundet wird die Präsentation durch einen bewährten Actros Bau-Lkw 4144 Kipper mit niederländisch-spezifischem WideSpread-Chassis.
Der neue Mercedes-Benz Actros ist in allen Ausführungen kompro­misslos auf den Fernverkehr ausgelegt. Basis des neuen Actros ist ein Baukastensystem speziell für den Fernverkehrseinsatz. Dieses System umfasst sieben geräumige Fahrerhäuser, davon fünf mit einem ebenen Boden. Innovative Einrichtungsideen, wie die Trennung zwischen Arbeits- und Wohnbereich zeichnen das neue Fahrerhaus aus. Ein neues, gleichermaßen funktionelles, wie attraktives Cockpit, ein neuer durchzugsstarker, sauberer und wirt­schaftlicher Reihensechszylindermotor mit zusätzlichen Drehmomentreserven, ein neuer Rahmen und ein dynamisches Fahrwerk sowie ein nochmals gesteigertes Sicherheitsniveau – der neue Actros ist ein Innovationsträger im besten Sinne.
Der neue Actros ist der erste und bisher einzige Lkw, der konsequent auf die Abgasstufe Euro VI hin entwickelt wurde. Der letztjährige 10 000 km-lange Record-Run zwischen Rotterdam und Stettin hat es bewiesen: Sein Kraftstoffverbrauch liegt in der optionalen Variante nach Euro V rund 7,6 Prozent unter dem des Vorgängermodell. Bei Euro VI waren es rund 4,6 Prozent, ergänzt von einem Rückgang des AdBlue-Verbrauchs um rund 40 Prozent. Die völlig neu entwickelten Heavy-Duty-Motoren des neuen Actros setzen ebenfalls Maßstäbe. Die neue BlueEfficiency Power Motorengeneration von Mercedes-Benz wird von Beginn an nach der Abgas­stufe Euro VI angeboten. Erstes Mitglied der neuen Motorenfamilie ist der Reihensechszylinder Mercedes-Benz OM 471 mit 310 kW (421 PS) bis 375 kW (510 PS) und 2 100 bis 2 500 Nm Drehmo­ment. Ein hohes Drehmoment selbst unter 1 000 U/min und eine nahezu volle Leistung bei 1 400 Umdrehungen führen zu einer exzellenten Fahrbarkeit. Wegen der hohen Anforderungen der Ab­gasstufe Euro VI setzt Mercedes-Benz auf eine aufwendige Abgas­reinigung. Sie besteht aus der SCR-Technik mit AdBlue-Eindüsung ohne Druckluft, einer gekühlten Abgasrückführung (AGR) und einem Partikelfilter. Teil der hohen Wirtschaftlichkeit des Motors sind un­gewöhnliche Robustheit und Langlebigkeit sowie Wartungsintervalle von bis zu 150 000 Kilometer.
Eine internationale Experten-Jury verlieh dem neuen Mercedes-Benz Actros den Titel „Truck of the Year 2012“. Die Nutzfahrzeug-Fachjournalisten aus 24 europäischen Ländern wählten zum vierten Mal das Flaggschiff der Mercedes-Benz Nutzfahrzeug-Flotte zum besten Lkw des Jahres. Bereits mit dem ersten Actros 1997 begann die Erfolgsgeschichte und auch die Nachfolger konnten 2004 und 2009 den Wettbewerb für sich entscheiden.
Der Mercedes-Benz Atego 1222 L BlueTec Hybrid wirtschaftet noch sparsamer mit dem immer teurer werdenden Kraftstoff. Mit dem innovativen Hybridantrieb im Mercedes-Benz Atego bietet die Daimler AG in Europa diese besonders emissionsarme Technologie - als besonders nachhaltige Form des Gütertransports - ab Werk an. Die Basis bildet dabei der Atego 1222 L Euro V, der bereits den umweltfreundlichen EEV-Standard für besonders reduzierten Partikel­ausstoß erfüllt und auf deutschen Straßen mautfrei fährt. Sein kompakter und leichter Vierzylinder-Dieselmotor mit 4,8 l Hubraum leistet 160 kW (218 PS). Hinzu kommt der wassergekühlte Elektro­motor mit einer Spitzenleistung von 44 kW, der über energie- und leistungsstarke Lithium-Ionen-Batterien mit Energie versorgt wird.
Der Elektromotor ist hinter dem Verbrennungsmotor und der Kupplung, aber vor dem Getriebe angeordnet. Bei diesem Aufbau können beide Motoren den Lkw einzeln oder kombiniert antreiben. Diese Architektur (Parallel Hybridantrieb) erlaubt elektrisches Anfahren, Rekuperation, Boosten durch den Elektromotor sowie eine Optimierung der Kennlinie des Dieselmotors. Die Zuschaltung der Antriebsleistung des Dieselmotors erfolgt über die Kupplung zwischen dem Diesel- und Elektromotor. Bis zu diesem Punkt dient der Verbrennungsmotor ausschließlich dem Antrieb der Nebenaggregate. Das ergibt nicht nur eine deutliche Verminderung des Kraftstoffverbrauchs und der Abgasemissionen von bis zu 15 Prozent, sondern auch eine geringere Geräuschemission. Durch die Nutzung der Motor-Start-Stopp-Automatik werden der Kraftstoff­verbrauch, die Emissionen und Geräusche an der Ampel auf null reduziert.
Die ersten 50 Atego BlueTec Hybrid wurden 2011 an Kunden aus dem Bereich Verteilerverkehr ausgeliefert, um die Alltagstauglichkeit dieser wichtigen Zukunftstechnologie unter Beweis zu stellen. Auf der IAA 2010 wurde der Atego BlueTec Hybrid von der internationalen Fachjury zum „Truck of the Year 2011“ gewählt.
Als Produkt für die holländische Bauwirtschaft wird der Actros 4144 K WideSpread gezeigt. Typisch für den niederländischen Kip­permarkt sind Spezialumbauten bis zu fünf Achsen. Jetzt liefert Mercedes-Benz ab Werk das WideSpread Chassis. Das Lieferprogramm umfasst drei-, vier- und fünfachsige Modelle mit wahlweise 6x4 bis zu 10x8-Antriebsformeln. Das Chassis ist mit dem Dynamic Truck and Trailer Suspension ausgestattet. Mit der Electronic Truck Steering lässt sich zudem bis zu einer Geschwindigkeit von 45 km/h die letzte Achse lenken.
Der neue Canter 4x4-Allrad auf dem Fuso-Stand
Der dritte Messestand der Daimler AG stellt Fahrzeuge der Marke Fuso aus. Insgesamt werden fünf Fuso Canter gezeigt, davon zwei Modelle in der neuen Allrad 4x4-Ausführung. Dem konventionell über die Hinterräder angetriebenen Leicht-Lastwagen mit der großen Fahrgestelltragfähigkeit, folgt nun die Traktionsvariante mit zuschaltbarem Allradantrieb.
Seine Geländegängigkeit prädestiniert den Fuso Canter 4×4 für Ein­sätze abseits befestigter Straßen, z.B. auf Baustellen, bei Energie­versorgern oder bei der Feuerwehr. Kommunen empfiehlt er sich unter anderem als Winterdienstfahrzeug mit Schneepflug. Die Fahr­zeugbreite von nur zwei Metern lässt ihn auch Engstellen gut passieren. Angeboten wird der Canter 4×4 mit der Typenbezeichnung 6C18 mit einem zulässigen Gesamtgewicht von 6,5 Tonnen, einer zwei Meter breiten Komfortkabine und 129 kW (175 PS) Leistung. Der Allradantrieb ist während der Fahrt zu- und abschaltbar und stellt somit hohe Kraftstoffeffizienz sicher. Eine Differentialsperre für die Hinterachse wird serienmäßig geliefert.
Der neue Fuso Canter 4×4 wird von einem Euro-V- und EEV-konformen Vierzylinder-Turbodieselmotor angetrieben. Das Triebwerk mit drei Liter Hubraum tritt im Allradmodell ausschließlich in seiner kräftigsten Version mit 129 kW (175 PS) bei 3 500/min an. Die höchste Zugkraft erreicht unter Volllast 430 Nm und steht von
1 600 bis 2 900/min konstant zur Verfügung.
Zusätzlich zur SCR-Abgasreinigungstechnik sorgt eine Kombination aus Abgasrückführung und einem vollautomatisch regenerierenden Partikelfilter für bestmögliche Schadstoffwerte. Bei extremem Kurz­streckeneinsatz kann aufgrund der niedrigen Motortemperaturen eine manuelle Regeneration des Partikelfilters notwendig werden.
Unverändert zum Carter 4×2 sind klassische Stärken auch beim Carter 4×4 zu finden: extreme Wendigkeit und platzsparende Front­lenker-Bauweise, gute Sicht durch tief nach unten gezogene Fenster und den kurzen vorderen Überhang, robuste Konstruktion, raumspa­render Joystick-Schalthebel im Armaturenbrett, einfache Wartung durch gute Zugänglichkeit der Aggregate mit Kippkabine, erhöhte Sicherheit und geringerer Verschleiß durch serienmäßige Abgas­bremse.
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