Daimler AG startet weiteres Pilotprojekt in Ulm – „Mitfahren 2.0“ mit car2gether
Stuttgart / Ulm
06.09.2010
  • Flexible, komfortable und günstige Mitfahrgelegenheiten
  • Fahrer oder Mitfahrer mobil via Smartphone oder PC finden
  • „Live-Ticker“ auf der Webseite unterstreicht Echtzeit-Ansatz
Nach car2go hat die Daimler AG ein weiteres innovatives Konzept für urbane Mobilität entwickelt: car2gether startet mit einem ersten Pilotprojekt in Ulm, das ebenfalls eine Antwort auf die Frage gibt, wie man ohne eigenes Auto flexibel und unabhängig mobil sein kann.
car2gether ist eine webbasierte Mitfahr-Community, die eingehende Mitfahrangebote und –gesuche vermitteln kann. Dabei greift das System auf die zunehmende Nutzung und Akzeptanz sowie die vielfältigen Kommunikationsmöglichkeiten des mobilen Internets zurück. Mitfahrgelegenheiten können über Smartphones von unterwegs oder vom heimischen Rechner aus vermittelt werden – und das nahezu in Echtzeit.
Der Bereich Business Innovation, der bei der Daimler AG Geschäftsfelder der Zukunft identifiziert, hatte die Idee zu dem Konzept. Damit präsentiert Business Innovation eine ergänzende Lösung für die fortschreitende Veränderung individueller Mobilität. Zukunftsforscher gehen davon aus, dass aufgrund der Lebenssituation in Ballungsräumen zukünftig immer mehr Menschen ohne eigenes Fahrzeug leben werden („Zero-car households“). Projektleiter Michael Kuhn: „Das Bedürfnis des Einzelnen nach flexibler, komfortabler und günstiger Mobilität bleibt dennoch bestehen. Mit car2gether bieten wir genau diese Vorteile und fördern gleichzeitig die effizientere Nutzung von Ressourcen.“
Daimler ist das erste Automobilunternehmen, das diese Form der Mobilität in einem Pilotversuch testet und damit eine intelligente und zeitgemäße Nutzung einer Mitfahrvermittlung speziell in Ballungsgebieten erprobt.
Start der Pilotphase
Am 18. September startet in Ulm die öffentliche Pilotphase, in der die Daimler AG gemeinsam mit ihrem Partner Scientific Computers GmbH das Konzept car2gether unter realen Alltagsbedingungen erproben wird. Jeder interessierte Ulmer Bürger kann die Mitfahrvermittlung ausprobieren. Zu Beginn des Wintersemesters wird car2gether zusätzlich Studenten der Hochschulen Ulm und Neu-Ulm sowie der Universität Ulm vorgestellt. Die Pilotphase dient dazu, gezielt einzelne Funktionen des Systems sowie die Akzeptanz und das Nutzungsverhalten der Teilnehmer zu testen. In enger Zusammenarbeit mit den Nutzern werden Erfahrungswerte für das System gesammelt. Die Erkenntnisse daraus fließen in die Weiterentwicklung und Optimierung von car2gether ein. Im 4. Quartal 2010 wird Daimler das Pilotprojekt von car2gether auf eine weitere Stadt in Deutschland ausweiten.
car2gether im Detail
Möchte jemand eine Fahrt anbieten oder eine Mitfahrgelegenheit suchen, so muss er sich zunächst auf der car2gether Website registrieren und ein Profil mit Foto, Handynummer und weiteren Informationen zur eigenen Person anlegen. Für die Registrierung und die erforderliche Software für Smartphones fallen keinerlei Gebühren an. Nach der Registrierung kann der Benutzer per Rechner oder Smartphone seine gewünschte Startzeit sowie sein Fahrtziel eingeben. car2gether bringt auf Basis eines komplexen Algorithmus die Fahrtangebote und Mitfahrwünsche zusammen und übermittelt die passenden Fahrer oder Mitfahrer an den Benutzer. Dieser kann mit dem Mobiltelefon oder am PC die Fahrt oder Mitfahrt bestätigen. Sobald die Fahrt einvernehmlich vereinbart wurde, werden die Fahrtdetails beiden Teilnehmern angezeigt. Zusätzlich können sich die Benutzer per SMS oder e-Mail benachrichtigen lassen.
Die Mitfahrangebote und –gesuche erscheinen auch in Form eines „Live-Tickers“ auf dem Webportal von car2gether. In diesem Ticker, der sich an dem Microblogging-Dienst Twitter orientiert, sind alle Angebote und Gesuche in Kurzform aufgeführt und werden alle 15 Sekunden automatisch aktualisiert. Bei Interesse können sich die Benutzer im Live-Ticker über die jeweilige Fahrt oder Mitfahrt näher informieren und sich gegebenenfalls direkt dafür entscheiden.
Minutengenaue Abrechnung
Bei der Kostenempfehlung für die Mitfahrer orientiert sich car2gether an dem einfachen und erfolgreichen Konzept von car2go: Der Fahrtkostenanteil wird nicht nach Fahrtstrecke, sondern nach kalkulierter Fahrtzeit errechnet – und das im Minutentakt. Der empfohlene Preis, den die Mitfahrer an den Fahrer entrichten sollten, beträgt 9,5 Cent pro Minute. Während der Pilotphase wird die Bezahlung von Mitfahrer an Fahrer noch per Bargeld erfolgen – für die Zukunft ist ein automatisierter, bargeldloser Bezahlungsvorgang geplant. Die Nutzung von car2gether via Webseite bzw. Smartphone-Anwendungen („Apps“) ist in der Pilotphase kostenfrei. Die Akzeptanz kostenpflichtiger car2gether-Angebotsmodelle soll im Rahmen des Pilotversuches bei den Teilnehmern getestet werden.
Potenziale für die Mobilität der Zukunft
car2gether ist in die öffentliche Mobilitätskette eingebunden. Das Konzept bietet sich als eine ideale Ergänzung zum eigenen Auto und zu anderen Fortbewegungsmitteln an. So sind beispielsweise auch freie car2go smarts in dem jeweiligen Kartenausschnitt auf der car2gether Website sowie auf den Smartphone-Anwendungen zu sehen, die der Benutzer bei Interesse direkt buchen kann.
Und sollte es einmal keine passende Mitfahrgelegenheit geben, so kann car2gether auch andere Möglichkeiten für das Erreichen des Ziels aufzeigen: über ein Taxi-Symbol gelangt der Benutzer direkt zur Taxi-Telefonzentrale in Ulm. Zukünftig soll es auf car2gether auch den Hinweis auf Haltestellen und Abfahrtzeiten des öffentlichen Personennahverkehrs geben.
Auch der Community-Gedanke von car2gether wird ab dem Start adressiert: Eine eigene Fanseite auf facebook sowie ein eigener Twitter-Account integrieren das System fest in die virtuelle Welt und fördern den Austausch zwischen seinen Nutzern.
Für einen guten Zweck in 80 Tagen um die Welt
Um die Nachfrage weiter anzuregen, soll die Teilnahme am car2gether Pilotprojekt honoriert werden. Wenn nach 80 Tagen 40.000 Kilometer und mehr mit Hilfe von car2gether zurückgelegt werden, wird jeder Kilometer von der Daimler AG mit 20 Cent honoriert, also insgesamt 8.000 Euro. Die Summe wird an die Bürgerstiftung in Ulm gespendet. Darüber hinaus werden Radio 7 und die Südwestpresse Online im Rahmen einer Medienkooperation mit Daimler den Pilotstart von car2gether begleiten.
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