Teamentwicklung auf neuen Wegen: Ein ganzes Werk verbessert seine Gruppenarbeit
Stuttgart
10.03.2008
  • Eintägige Veranstaltung als Höhepunkt eines mehrstufigen Teamentwicklungsprozesses für rund 7.700 Mitarbeiter in Wörth
  • Seit 2005 rund 3.800 neue Mitarbeiter in Wörther Produktion integriert
  • Teamentwicklung mit zwei Hauptzielsetzungen
Wörth am Rhein – Rund 7.700 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Mercedes-Benz Lkw-Werk Wörth arbeiten heute zweischichtig in rund 400 Arbeitsgruppen intensiv an der Verbesserung ihrer Gruppenarbeit. Für die seit letztem Jahr geplante Teamentwicklung wird die Belegschaft in der Produktion ausnahms­weise einen Tag lang keine Lkw bauen, sondern sich intensiv mit der Verbesserung von Zusammenarbeit und Prozessen beschäftigen.
Martin Daum, Werkleiter des Mercedes-Benz Werk Wörth, erläutert die Beweggründe für diese ungewöhnliche Maßnahme: „Das Werk Wörth fährt zur Zeit das höchste Produktionsprogramm seiner Geschichte. Die Teamentwicklung ist auch deshalb wichtig, da wir seit dem Jahr 2005 rund 3.800 neue Mitarbeiter in die Produktion in Wörth integriert haben, davon allein 800 seit Jahresbeginn. Die außergewöhnlich anspruchsvollen Arbeitsbedingungen fordern von den Mitarbeitern zudem Höchstleistungen und stellen enorme Ansprüche an die Gruppenarbeit. Eine funktionsfähige und effiziente Gruppenarbeit ist fundamental für die Ausbringung und Zielerreichung des Produktions­programms.“
Der Teamentwicklungstag ist der Höhepunkt eines mehrstufigen Teamentwicklungsprozesses, der seit Januar des Jahres läuft: In einem ersten Schritt wurden alle Mitarbeiter mit einem eigens entwickelten Qualifizierungs­konzept zum Thema Gruppenarbeit geschult, um die notwendigen Grundlagen für die Teamentwicklung zu schaffen. In einem zweiten Schritt identifizierte jede Gruppe drei Themenschwerpunkte für den Teamentwicklungstag, so dass für jede Arbeitsgruppe eine am Bedarf orientierte Agenda entstand.
Für die Teamentwicklung wurden zwei Hauptzielsetzungen definiert. Zum einen geht es um die Verbesserung von Umgangs- und Zusammenarbeitswerten, die auf die Stärkung der Funktionsfähigkeit von Gruppen abzielt - das heißt Auf- und Ausbau gruppenarbeitsrelevanter Kompetenzen wie Selbststeuerung, Eigenverantwortung und schnelle Konfliktbearbeitung. Die wirtschaftliche Verbesserung des Arbeitssystems zielt andererseits auf die Erhöhung der Effizienz der Gruppenarbeit, insbesondere das Erkennen und Nutzen von Optimierungspotenzialen.
Die Workshops werden jeweils von zwei Mitarbeitern einer Gruppe moderiert, um die ausgewählten Themen zielgerichtet bearbeiten zu können. Die von der Gruppe ausgewählten Mitarbeiter wurden in einem extra konzipierten Moderatorenbriefing gezielt auf diese Aufgabe vorbereitet. Werkleiter Martin Daum und die Führungskräfte des Werks werden ebenfalls als Moderatoren den Tag aktiv mitgestalten, um hierarchieübergreifend zur erfolgreichen Weiter­entwicklung der Gruppenarbeit beizutragen. „Dieses Vorgehen zeigt unser Führungsverständnis. Führung lebt von und an solchen Tagen“, erläutert Martin Daum seinen persönlichen Einsatz.
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