Der neue Mercedes-Benz SL 63 AMG: Performance gesteigert, Gewicht und Verbrauch reduziert
Stuttgart
08.05.2012
Motor und Kraftübertragung: Dynamik, Performance und Effizienz
  • AMG 5,5-Liter-V8-Biturbomotor mit bis zu 415 kW (564 PS)
  • Motorsound, Durchzugskraft und Kraftentfaltung begeistern
  • Kraftstoffverbrauch von 9,9 Litern pro 100 km nach NEFZ gesamt
  • ECO Start-Stopp-Funktion serienmäßig
  • AMG SPEEDSHIFT MCT 7-Gang-Sportgetriebe
Höchstleistung und Kraftstoffverbrauch, Leistungsentfaltung und Abgasemissionen, Motorsound und Mercedes-typische Zuverlässigkeit – der AMG 5,5‑Liter-V8-Biturbomotor des neuen SL 63 AMG erfüllt unterschiedlichste Anforderungen. Möglich macht dies die Kombination aus innovativen Hightech-Systemen, wie Benzin-Direkteinspritzung, Biturbo-Aufladung mit Luft-Wasser-Wärmetauscher und ECO Start-Stopp-Funktion.
Der Achtzylinder entwickelt eine Höchstleistung von 395 kW (537 PS) und ein maximales Drehmoment von 800 Newtonmetern. Erstmals steht für den SL 63 AMG auch das Performance Package zur Wahl, hiermit steigen die Werte auf 415 kW (564 PS) und 900 Newtonmeter. Damit bietet der neue AMG Roadster mehr Kraft als alle Wettbewerber in diesem Segment. Die Variante mit AMG Performance Package hebt sich unter anderem durch den von 1,0 auf 1,3 bar angehobenen Ladedruck und die Motorabdeckung aus hochwertigem Echtcarbon ab.
Ein Blick auf die Fahrleistungen beweist die außergewöhnliche Antriebsdynamik:Der SL 63 AMG beschleunigt von null auf 100 km/h in 4,3 Sekunden, mit AMG Performance Package dauert die Beschleunigung 4,2 Sekunden. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 250 bzw. 300 km/h (elektronisch begrenzt). Prägend für die Kraftentfaltung ist der füllige Drehmomentverlauf: Zwischen 2.000 und 4.500 Umdrehungen liegen konstant 800 Newtonmeter an. Mit AMG Performance Package warten zwischen 2.250 und 3.750/min sogar 900 Newtonmeter auf Abruf. Die begeisternde Motorcharakteristik des Biturbo-Achtzylinders passt zu jedem Fahrstil: Ob ambitionierte Runden auf einer abgesperrten Rennstrecke, zügige Autobahnetappen oder genussvolles Cruisen über eine malerische Küstenstraße mit geöffnetem Variodach – der AMG 5,5‑Liter-V8-Biturbomotor ist ein Muster an Souveränität und Emotion. Auch der AMG-typische Achtzylinder-Sound, der den beiden verchromten Doppelendrohren der gewichtsoptimierten AMG Sport-Abgasanlage entweicht, hat enormes Faszinationspotenzial.
Leistung und Drehmoment gesteigert, Verbrauch reduziert
Während Leistung und Drehmoment gegenüber dem bisherigen AMG 6,3 Liter-V8-Saugmotor (386 kW und 630 Newtonmeter) gesteigert wurden, ging der Kraftstoffverbrauch erheblich zurück: Der SL 63 AMG konsumiert 9,9 Liter je 100 Kilometer (NEFZ gesamt, 231 g CO2/km) und rangiert damit an der Spitze in seinem Segment. Die Absenkung um 4,2 Liter gegenüber dem Vorgängermodell entspricht einem Rückgang von 30 Prozent. Beide Leistungsstufen weisen identische Verbrauchswerte auf.
Die wichtigsten Daten im Überblick:
 
SL 63 AMG
Zylinderanordnung
V8
Zylinderwinkel
90°
Ventile pro Zylinder
4
Hubraum
5.461 cm3
Bohrung × Hub
98,0 × 90,5 mm
Zylinderabstand
106 mm
Verdichtungsverhältnis
10,0 : 1
Leistung
395 kW (537 PS) bei 5.500/min
415 kW (564 PS) bei 5.500/min*
Leistung pro Liter
72 kW (98 PS)
76 kW (103 PS)*
Max. Drehmoment
800 Nm bei 2.000-4.500/min
900 Nm bei 2.250-3.750/min*
Drehmoment pro Liter
146 Nm 165 Nm*
Maximaldrehzahl
6.400/min
Motorgewicht (trocken)
204 kg
Leistungsgewicht
0,38 kg/PS 0,36 kg/PS*
Kraftstoffverbrauch NEFZ gesamt
9,9 l/100 km
CO2-Emission
231 g/km
Effizienzklasse
F
Beschleunigung 0-100 km/h
4,3 s
4,2 s*
Höchstgeschwindigkeit
250 km/h**
* mit AMG Performance Package; ** elektronisch begrenzt.
Musterbeispiel an Effizienz: AMG 5,5-Liter-V8-Biturbomotor
Basis für diese Performance ist der M 157 genannte AMG 5,5-Liter-V8-Biturbomotor, der seine Premiere 2010 im S 63 AMG sowie CL 63 AMG feierte und auch im E 63 AMG, CLS 63 AMG und ML 63 AMG für dynamischen Vortrieb sorgt. Der M 157 ist ein Musterbeispiel an Effizienz und beeindruckt mit seinen technologischen Highlights. Die Kombination aus Biturbo-Aufladung, Benzin-Direkteinspritzung und strahlgeführter Verbrennung ermöglicht durch einen höheren thermodynamischen Wirkungsgrad eine bessere Kraftstoffausnutzung und führt zu geringeren Abgas-Emissionen. Eine elektrische Niederdruckpumpe fördert den Kraftstoff mit 6 bar Druck vom Tank zu einer Hochdruckpumpe im Motorraum. Der Kraftstoffdruck in der Hochdruckrail wird voll variabel und bedarfsgerecht zwischen 100 und 200 bar geregelt und garantiert somit ein agiles Ansprechverhalten in allen Fahrzuständen.
Weitere Highlights des innovativen, eigenständigen Achtzylinder-Triebwerks aus Affalterbach sind: Vollaluminium-Kurbelgehäuse, Vierventiltechnik mit Nockenwellenverstellung, Luft-Wasser-Ladeluftkühlung, Generatormanagement sowie die serienmäßige ECO Start-Stopp-Funktion. Gegenüber dem bisherigen AMG 6,3-Liter-V8-Saugmotor mit einem Hubvolumen von 6208 Kubikzentimetern kommt der neue AMG 5,5-Liter-V8-Biturbomotor mit 5461 Kubikzentimetern aus.
Zwei neben den Zylinderbänken angebrachte Abgasturbolader versorgen die achtZylinder mit Frischluft. Bei einer Maximaldrehzahl von 185.000 Umdrehungen pressen beide Turbolader bei Volllast 1.750 kg Luft pro Stunde in die Brennräume. Der maximale Ladedruck beträgt 1,0 bar, in Verbindung mit dem AMG Performance Package 1,3 bar. Durch ihre spezielle und kompakte Bauform – die Turbinengehäuse sind mit dem Abgaskrümmer verschweißt – ergeben sich nicht nur deutliche Platzvorteile, dies begünstigt auch das Aufheizen der Katalysatoren.
Der AMG V8 verzichtet auf das üblicherweise verwendete Schubumluftventil. Durch diesen Kunstgriff konnte das Verdichtergehäuse äußerst kompakt gestaltet werden. Für ein agiles, verzögerungsfreies Ansprechen des Motors sind sämtliche Luftführungen im Ansaugtrakt so kurz wie möglich gestaltet. Das Wastegate-Ventil, das bei negativen Lastsprüngen Druck im Abgassystem abbaut, steuern die AMG Experten mittels Unterdruck über einen elektropneumatischen Wandler an. Dies ermöglicht eine Entdrosselung im Teillastbereich, was wiederum den Kraftstoffverbrauch absenkt.
Wie schon beim AMG 6,0-Liter-V12-Biturbomotor des SL 65 AMG kommt beim Achtzylinder-Direkteinspritzer die besonders effiziente Luft-Wasser-Ladeluftkühlung zum Einsatz. Der wasserdurchströmte Niedertemperaturkühler ist Platz sparend im Zylinder-V untergebracht; er kühlt die von den Turboladern verdichtete Ansaugluft vor Eintritt in die Brennräume wirkungsvoll herunter und sorgt bei Volllast für eine konstant niedrigere Ansaugtemperatur. Der groß dimensionierte Kühler in der Fahrzeugfront stellt eine definierte Abkühlung des im Niedertemperatur-Kühlkreis zirkulierenden Wassers sicher. Sehr kurze Wege für die Ladeluftführung bewirken ein optimales Ansprechverhalten. Die im Innenhochdruck-Umformverfahren hergestellten Druckrohre aus Edelstahl für Rein- und Ladeluft verfügen über eine Wandstärke von nur 0,8 Millimetern und sind auf besonders geringen Druckverlust optimiert.
Vollaluminium-Kurbelgehäuse mit Silitec-Laufbuchsen
Das Kurbelgehäuse des AMG 5,5-Liter-V8-Biturbomotors ist als Vollaluminium-Bauteil in Druckgusstechnik hergestellt. Das niedrige Motorgewicht von 204 Kilogramm (trocken) ist das Ergebnis engagierten Leichtbaus und führt zu einer ausgewogenen Gewichtsverteilung des Fahrzeugs. Der Lagerdeckel für die Kurbelwellen-Hauptlager besteht aus Grauguss und ist im Sinne hoher Steifigkeit mit dem Kurbelgehäuse verschraubt. Eine geringe Reibung der acht Kolben stellen die eingegossenen Silitec-Laufbuchsen sicher.
Mehr Leistung und weniger Verbrauch bei Teillast bewirken die Ventilations-Bohrungen im Kurbelgehäuse. Oberhalb der Lagerstühle befinden sich Längsbohrungen, die die hintereinander liegenden Kurbelräume verbinden. Üblicherweise wird durch die Auf- und Abwärtsbewegung der Kolben Luft in die Ölwanne gedrückt und wieder angesaugt – was zu einer Erhöhung der Widerstände und damit zu einem Verlust von Motorleistung führt. Die Ventilations-Bohrungen verhindern dies, indem sie für einen wirksamen Druckausgleich zwischen den Kurbelräumen sorgen.
Die geschmiedete Kurbelwelle aus der hochwertigen Stahl-Legierung 38MnS6BY (Verbindung aus den chem. Elementen Mangan, Schwefel, Bor, Yttrium) dreht sich in fünf Hauptlagern, besitzt acht Ausgleichsgewichte und ist in Bezug auf Verdrehsteifigkeit, Massenträgheit, geringe rotatorische Massen und Dauerhaltbarkeit optimiert. Ein vorne angebrachter Zweimassen-Viskodämpfer eliminiert Schwingungen zuverlässig. Je zwei geschmiedete Pleuel in Crackbauweise sitzen an einem Hubzapfen der Kurbelwelle. Die acht Leichtbau-Kolben verfügen im Sinne geringer mechanischer Reibung und hoher Verschleißfestigkeit über eine metallische Laufflächenbeschichtung. Druckgesteuerte Ölspritzdüsen im Kurbelgehäuse sorgen für eine Kühlung der hoch belasteten Kolbenböden.
Vierventiltechnik mit stufenloser Nockenwellenbetätigung
Eine perfekte Füllung der Brennräume gewährleisten die groß dimensionierten Einlass- und Auslassventile – jeweils zwei pro Zylinder. Die thermisch hoch belasteten Auslassventile sind aus Gewichtsgründen hohl gebohrt und natriumgekühlt . Vier oben liegende Nockenwellen betätigen über reibungsoptimierte und wartungsarme Rollenschlepphebel die 32 Ventile. Die stufenlose Verstellung der Nockenwellen auf der Einlass- und Auslassseite geschieht last- und drehzahlabhängig im Bereich von 40 Grad und führt zu höchsten Leistungs- und Drehmomentwerten. Davon profitiert auch der stabile, niedrige Leerlauf.
Je nach Motordrehzahl kann die Ventilüberschneidung im Sinne einer optimalen Versorgung der Brennräume mit Gemisch und einem bestmöglichen Abtransport der Abgase variiert werden. Die Steuerung der Nockenwellen-verstellung erfolgt elektromagnetisch über vier sogenannte Schwenkflügel-versteller und wird vom Motorsteuergerät geregelt. Drei Hochleistungs-Zahnketten übernehmen die Nockenwellenbetätigung, sie bieten im Vergleich zu Zylinderrollenketten deutliche Vorteile beim Geräuschkomfort.
Innovative Ölversorgung und Wasserkühlung
Eine leistungsfähige Ölversorgung in allen Last- und Betriebszuständen stellt die Ölpumpe mit elektrisch geregelter Druckstufe sicher. Der Öldruck kann zwischen 2 und 4 bar variiert werden, was zu Vorteilen bei der Reibleistung und beim Kraftstoffverbrauch führt. Eine in der Ölpumpe integrierte Absaugstufe für die beiden Abgasturbolader verhindert Öleintrag in Ladeluft und Abgas und trägt damit zu einer weiteren Reduzierung der Emissionen bei. Sowohl die Ölwanne wie auch der Absaugpunkt wurden hinsichtlich maximaler Querbeschleunigung und zuverlässiger Schmierung optimiert. Der Ölinhalt beträgt 10,5 Liter.
Clever gelöst ist das kombinierte Wasser-Ölkühl-System: Das Motoröl wird nach dem Kaltstart zunächst durch den Öl-Wasser-Wärmetauscher geführt. Der Vorteil dieses Systems ist die schnellere Erwärmung des Motoröls, weil in der Aufheizphase das Kühlwasser schneller warm wird und später das Öl im Kühlwasser gekühlt wird. Falls die Kühlleistung des sehr kompakten Kühlers nicht ausreicht, wird über ein Ölthermostat zusätzlich der externe Motoröl-Luftkühler durchströmt. Ein schaltbares Wasserthermostat sorgt für eine schnelle Erwärmung des Kühlwassers beim Motorstart und anschließendem Warmlaufvorgang.
Die Motorwasserkühlung erfolgt nach dem effizienten Querstromprinzip. Sowohl das Kurbelgehäuse wie auch die Zylinderköpfe werden quer durchströmt. Zusätzliche Kühlschlitze im Zylinderkopf ermöglichen eine bessere Kühlung des Brennraums, was Vorteile in der Verbrennung bringt: Dadurch können frühere Zündzeitpunkte gewählt werden, ohne Risiken bei der Klopfanfälligkeit eingehen zu müssen. Eine effektive Anströmung der Wasser-, Motoröl-, Ladeluft- und Getriebeöl-Kühler stellen große Öffnungen in der AMG Frontschürze sicher.
Generatormanagement und optimierter Riementrieb
Einen Beitrag zum niedrigen Kraftstoffverbrauch leisten der optimierte Riementrieb, die bedarfsgerechte Steuerung aller Nebenaggregate und Pumpen sowie das Generatormanagement: In jeder Schubphase des V8-Motors und beim Bremsen wird kinetische Energie zum Laden der Batterie genutzt und nicht wie sonst üblich nutzlos in Wärme umgewandelt. In allen anderen Betriebsbereichen kann durch die Kombination von Bordnetz- und Generatormanagement der Generator auf einem niedrigen Spannungsniveau gehalten werden. Dies entlastet den Motor und ermöglicht eine Kraftstoffersparnis von rund 0,15 Litern auf 100 Kilometer nach NEFZ-Norm und bis zu 0,2 Liter pro 100 Kilometer im Stadtverkehr mit häufigen Schub- und Bremsphasen.
Leistungsfähige Motor-Elektronik für sämtliche Funktionen
Die Ausführung und Kontrolle sämtlicher Motorfunktionen übernimmt ein besonders leistungsfähiges Steuergerät vom Typ Bosch MED 17.7.3. Der hochmoderne Motor-Computer regelt nicht nur die Benzin-Direkteinspritzung, den Ladedruck, die Nockenwellenverstellung und die variable Ölversorgung, sondern kommuniziert auch mit anderen Steuergeräten des Fahrzeugs, etwa mit dem des AMG SPEEDSHIFT MCT 7-Gang-Sportgetriebes. Der Mikroprozessor hat über 30.000 verschiedene Kenngrößen und Funktionen gespeichert und kann bis zu 260 Millionen Einzeloperationen pro Sekunde vornehmen. Zur Entlastung des Motor-Steuergeräts verfügen die acht einzelnen Zündspulen über einen integrierten Elektronikbaustein an jedem Zylinder, der für einen kräftigen Zündfunken in jedem Drehzahl- und Lastzustand sorgt. Die hoch präzise Kraftstoffdosierung der Piezo-Injektoren erfolgt über acht intelligente Hochvolt-Endstufen.
Neue Katalysatorboxen für geringe Abgas-Emissionen
Niedrige Abgas-Emissionen, die Einhaltung aller länderspezifischen Grenzwerte, ein AMG-typischer, charakteristischer Motorsound und eine gewichtsoptimierte Konstruktion – die Anforderungen an die Abgasanlage des AMG 5,5-Liter-V8-Biturbomotors waren vielfältig und komplex. Der SL 63 AMG erfüllt die EU-5-Abgasnormen ebenso wie Anforderungen des US-Marktes (LEV-II-Standard, On-Board-Diagnose II und Lambdasonden-Diagnose).
Die Turbolader sind mit den Abgaskrümmern verschweißt, luftspaltisolierte Krümmer mit einer nur 1,2 Millimeter dicken Innenschale ermöglichen ein schnelles Ansprechen der Katalysatoren. Effizient und Platz sparend gelöst ist das Konzept mit einer Tandem-Katalysatorbox pro Seite: Nahe der Fahrzeugstirnwand sind je zwei Dünnwandsubstrate aus Keramik in einem Gehäuse zusammengefasst. Dies erfordert keine zusätzlichen Unterboden-Katalysatoren mehr. Im Sinne einer schnellen und wirkungsvollen Abgasreinigung unterscheiden sich die beiden Keramiksubstrate: Der vordere Träger ist mit Palladium beschichtet, der hintere verfügt über eine Bimetallbeschichtung mit Palladium und Rhodium. Pro Zylinderreihe ist vor jeder Katbox eine Lambdasonde platziert, zwischen beiden Dünnwandsubstraten sitzt je eine Lambda-Diagnosesonde.
AMG Sport-Abgasanlage für charakteristischen Motor-Sound
Die komplett zweiflutige AMG Sport-Abgasanlage verfügt von den Krümmern bis zu den Endschalldämpfern über einen Rohrquerschnitt von 70 Millimetern. Durch eine besonders intelligente Leichtbaukonstruktion konnten gegenüber dem Vorgängermodell 12,3 Kilogramm eingespart werden.
Dies gelang den AMG Experten durch eine Vielzahl an Maßnahmen:
  • Verringerung der Wandstärken aller Abgasrohre
  • Gemeinsames Gehäuse für Unterboden- und Stirnwandkatalysatoren
  • Neu gestaltete Übersprecherstelle
  • Mittelschalldämpfer in Rohrbauweise mit reduziertem Volumen
  • Integration der neuen Endrohrblenden in die Stoßfänger
  • Optimierung aller Aufhängeelemente
Beim Sound-Design galt es, eine perfekte Synthese aus erlebbarer Dynamik und Mercedes-typischer Langstreckentauglichkeit zu gestalten. Die Zielsetzung bei der Entwicklung lautete: emotional beim Motorstart, beim Beschleunigen und bei der Zwischengasfunktion, zurückhaltend bei konstantem Tempo. Störende Frequenzen oder Brummgeräusche wurden in Versuchsreihen ausgeschlossen. Aus der Sport-Abgasanlage mit den neuen, stoßfängerfesten und verchromten Doppelendrohren entweicht ein sonorer, AMG-typischer Achtzylinder-Sound.
Motorproduktion in traditioneller Handarbeit
Wie alle AMG Motoren wird auch der Biturbo-Achtzylinder in der modernen AMG Motorenmanufaktur von Hand montiert. Hoch qualifizierte Techniker fertigen den M 157 nach der Philosophie „One man, one engine“ unter Einhaltung strengster Qualitätsstandards. Als Beweis höchster Sorgfalt dient die Unterschrift des verantwortlichen Monteurs auf der charakteristischen AMG Motorplakette.
Kraftübertragung: Maximaler Fahrspaß, geringer Verbrauch
RACE START, Zwischengas-Funktion, sieben Gänge, vier Fahrprogramme und ECO Start-Stopp-Funktion: Die Kraftübertragung des SL 63 AMG vereint höchste Emotion, maximalen Fahrspaß und optimale Wirtschaftlichkeit. Das AMG SPEEDSHIFT MCT 7-Gang-Sportgetriebe fasziniert durch eine Kombination einzigartiger Möglichkeiten.
Das AMG SPEEDSHIFT MCT 7-Gang-Sportgetriebe kommt bei Mercedes-AMG exklusiv zum Einsatz und kombiniert die sportliche, direkte und agile Rückmeldung eines manuellen Getriebes mit dem hohen Komfort einer Automatik. MCT steht für Multi-Clutch Technology und weist darauf hin, dass ausschließlich Kupplungselemente die Kraftübertragung übernehmen. Den herkömmlichen Drehmomentwandler ersetzt eine kompakte, nasse Anfahrkupplung, die im Ölbad läuft. Dank ihrer geringen rotatorischen Massenträgheit agiert das Getriebe äußerst spontan, dynamisch und ohne die wandlertypischen Verluste – und hilft somit Kraftstoff zu sparen. Zusätzlich überzeugt das AMG Sportgetriebe durch sein geringes Gewicht von nur 80 Kilogramm. Möglich macht dies der Einsatz des Leichtbauwerkstoffs Magnesium beim Getriebegehäuse. Für die wirkungsvolle Entkoppelung von Schwingungen ist ein zweistufiger Torsionsdämpfer verantwortlich – davon profitiert der Komforteindruck der Passagiere.
ECO Start-Stopp-Funktion serienmäßig an Bord
Die serienmäßige ECO Start-Stopp-Funktion ist im verbrauchsoptimierten Getriebe-Fahrprogramm „Controlled Efficiency“ („C“) permanent aktiv. Kommt der Fahrer beispielsweise an einer roten Ampel oder im Stau zum Stillstand, schaltet der Motor automatisch ab. Wird die Fußbremse wieder losgelassen oder das Fahrpedal betätigt, so startet der Motor verzögerungsfrei, was ein rasches Anfahren ermöglicht. Intelligente Technik garantiert einen komfortablen und spontanen Startvorgang: Ein Kurbelwellen-Sensor mit Drehrichtungserkennung erfasst die Abstellposition aller acht Kolben. Für
den automatischen Motorstart bekommt der Zylinder mit der günstigsten Kolbenposition den Kraftstoff in den Brennraum gespritzt.
Die Motorsteuerung sorgt dafür, dass das Triebwerk nur abgeschaltet wird, wenn bestimmte Bedingungen erfüllt sind. Beispielsweise muss die Starterbatterie über genügend Energie verfügen, ebenso muss der Motor die erforderliche Betriebstemperatur für eine optimale Abgasreinigung haben. Das Gleiche gilt für die vom Fahrer gewünschte Innenraumtemperatur: Falls sie noch nicht erreicht ist, wird der Motor im Stand nicht abgeschaltet. Das Bordnetz-Managementsystem stellt sicher, dass aktive Audio-, Telefon- oder Videofunktionen von der ECO Start-Stopp-Funktion nicht unterbrochen werden.
Ein grünes „ECO“-Symbol signalisiert dem Fahrer, wenn die ECO Start-Stopp-Funktion aktiv ist. Falls eines der oben genannten Kriterien den Einsatz des Systems verhindert, so wird dies im Zentral-Display mit dem Hinweis „Start-Stopp inaktiv“ und einem gelben „ECO“-Symbol angezeigt. In den dynamisch orientierten Fahrprogrammen „S“ (Sport) „S+“ (Sport plus) und „M“ (Manuell) ist die ECO Start-Stopp-Funktion generell außer Funktion.
Verbrauchsoptimiertes Fahrprogramm Controlled Efficiency („C“)
Bei der Adaption des MCT-Sportgetriebes an den AMG 5,5-Liter-V8-Biturbomotor haben die AMG Ingenieure besonderen Wert auf das Fahrprogramm Controlled Efficiency („C“) gelegt. Im Fokus standen niedrigste Drehzahlen in möglichst hohen Gängen für sämtliche Fahrsituationen. Beim Anfahren in „C“ wählt das Getriebe stets den zweiten Gang und schaltet bei entsprechender Fahrweise betont früh in die nächsthöheren Gänge. So ist beispielsweise bei Tempo 60 bereits der sechste Gang eingelegt – davon profitiert nicht nur der Verbrauch, sondern auch die Geräuschentwicklung. Außerdem ist der AMG V8-Biturbomotor dank seines vorteilhaften Drehmomentverlaufs mit reichlich Kraft schon bei niedrigen Drehzahlen für diese Art der Fortbewegung geradezu prädestiniert. Controlled Efficiency bedeutet aber auch komfortable Gangwechsel und eine „weich“ ausgelegte Gaspedalkennlinie für eine sanfte Fortbewegung. Die Verwendung eines neuen Leichtlauföls sowie weitere Detailmaßnahmen im AMG SPEEDSHIFT MCT 7-Gang-Sportgetriebe verbessern den Wirkungsgrad und sorgen für eine zusätzliche Absenkung des Verbrauchs.
Fahrprogramme „S“, „S+“ und „M“ für mehr Fahrspaß und Dynamik
Neben Controlled Efficiency („C“) stehen drei Fahrprogramme parat, die den dynamisch orientierten Fahrer ansprechen: Im Fahrprogramm „S“ präsentieren sich Motor und Getriebe wesentlich agiler. Gaspedalbewegungen werden direkter in Vortrieb umgesetzt, dazu erfolgen die Rückschaltvorgänge spontaner. Die Gänge werden höher ausgedreht, zudem sind die Schaltvorgänge in „S“ um rund 25 Prozent schneller als in „C“. Wird der Drehschalter in der AMG DRIVE UNIT eine Raste weiter nach rechts gedreht, steht das Fahrprogramm „S+“ zur Verfügung. „Sport plus“ wechselt die Gänge nochmals um 25 Prozent schneller als „S“. Das Gleiche gilt für den manuellen Schaltmodus „M“. In „S+“ und „M“ dauern die Schaltvorgänge unter Volllast nur noch 100 Millisekunden.
Zudem nimmt die Motorsteuerung in den Modi „S“, „S+“ und „M“ eine partielle Ausblendung der Zylinder vor: Über eine kurzzeitige und exakt definierte Rücknahme von Zündung und Einspritzung bei Volllast erfolgen somit noch schnellere Schaltvorgänge als zuvor. Reizvoller Nebeneffekt dieses blitzschnellen Vorgangs: ein äußerst emotionales Klangerlebnis.
Eine weitere Stärke des AMG SPEEDSHIFT MCT 7-Gang-Sportgetriebes sind die besonders schnellen und spontanen Mehrfachrückschaltungen. So lässt sich beispielsweise per Kickdown direkt vom siebten in den vierten Gang oder vom fünften in den zweiten Gang wechseln. In den Fahrprogrammen „S“, „S+“ sowie „M“ ist die automatische Zwischengasfunktion aktiv. Jeder manuelle oder automatische Rückschaltvorgang wird von einer exakten Dosis Zwischengas begleitet – von „S“ über „S+“ bis hin zu „M“ in steigender Intensität. Davon profitiert nicht nur das emotionale Erlebnis des Fahrers: Der lastfreie Rückschaltvorgang minimiert die Lastwechselreaktionen, was sich speziell beim Anbremsen vor Kurven überaus positiv auswirkt und auch die Fahrsicherheit bei Nässe und Glätte erhöht.
Kein automatisches Herunterschalten im manuellen „M“-Programm
Im manuellen „M“-Programm profitiert der Fahrer zusätzlich von der hohen Durchzugskraft des V8-Biturbomotors, da ein automatisches Herunterschalten bei Volllast und Kickdown ausbleibt; das Getriebe hält zuverlässig den gewählten Gang. Zudem schaltet das MCT-Sportgetriebe im manuellen Fahrprogramm beim Erreichen der Drehzahlgrenze nicht automatisch hoch. Im „M“-Modus zeigt das AMG Kombiinstrument den aktuellen Gang an und weist den Fahrer kurz vor Erreichen des roten Bereichs optisch auf den nötigen Schaltvorgang hin. Auf diese Weise kann der besonders sportlich orientierte Autofahrer das souveräne Leistungspotenzial noch besser ausnutzen. Beim Annähern an die Drehzahl-Untergrenze, also beispielsweise beim Abbremsen des Fahrzeugs, erfolgt ein automatischer Wechsel in den nächstkleineren Gang.
Das leistungsfähige elektronische Getriebesteuergerät und der darin integrierte Prozessor mit 80 MHz Taktfrequenz steuert die spontanen Rückschaltvorgänge – etwa wenn der Fahrer für ein dynamisches Beschleunigungsmanöver spontan Leistung benötigt.
AMG DRIVE UNIT mit RACE START-Funktion
Zentrale Schaltstelle für das AMG SPEEDSHIFT MCT 7-Gang-Sportgetriebe und alle Fahrdynamikfunktionen ist die AMG DRIVE UNIT. Hinter dem E-SELECT-Wählhebel befindet sich der elektronische Drehschalter für die Auswahl der vier Fahrprogramme inklusive Aktivierung der RACE START-Funktion. Daneben sind drei Taster für weitere Funktionen platziert: Der erste steuert das 3-Stufen-ESPÒ, der zweite das AMG Sportfahrwerk. Der dritte Taster mit AMG Schriftzug dient zum Speichern des persönlichen Setups. Ein kurzer Druck auf den AMG Taster ruft die Konfigurationsmöglichkeiten auf, ein langer Druck dient der Einstellung des gewünschten Setups, was mit einem akustischen Signal
bestätigt wird. Außerdem lässt sich durch einen Druck auf den Taster jederzeit das eingestellte Setup im Kombiinstrument anzeigen.
Maximale Dynamik verspricht die RACE START-Funktion: Der Fahrer kann bei stehendem Fahrzeug die ESP® Sportfunktion aktivieren und mit dem linken Fuß das Bremspedal betätigen. Nach vorgewählter RACE START-Logik am Drehschalter erfolgt eine Sicherheitsabfrage im AMG Zentral-Display. Nun muss der Fahrer durch einmaliges Ziehen am Schaltpaddle „Up“ eine Bestätigung für die RACE START-Funktion vornehmen, das Gaspedal ganz durchtreten und die Bremse lösen. Die optimale Anfahrdrehzahl wird vollautomatisch bestimmt und der SL 63 AMG beschleunigt mit perfekter Traktion – auf Wunsch auch bis zur Höchstgeschwindigkeit. Ein manuelles Hochschalten ist nicht nötig, das AMG Getriebe wechselt die Gänge mithilfe kürzester Schaltzeiten.
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