Der neue Fuso Canter: revolutionäres Doppelkupplungsgetriebe Duonic, noch wirtschaftlicher und komfortabler
Stuttgart/Ludwigsburg
08.11.2011
  • Duonic: erstes vollautomatisiertes Doppelkupplungsgetriebe im Lkw
  • Hochmoderne Euro-5-Motoren mit sehr breitem nutzbarem Drehzahlband
  • Start-Stopp-Funktion senkt Kraftstoffverbrauch
  • Wartungskosten um bis zu 25 % reduziert
  • Vorderachse mit Einzelradaufhängung für den 3,5-Tonner
  • Neues Design, neues Cockpit
  • Zusätzliche Varianten, Nutzlast weiter gesteigert
  • Neue Radstände, neue Rahmen, noch mehr Aufbaufreundlichkeit
  • Tramagal: der Canter für Europa, Qualität aus Portugal und Japan

Stuttgart/Ludwigsburg – Sowohl technisch als auch optisch komplett über­arbeitet startet der Fuso Canter in seine nächste Generation. Das interne Kürzel des weltweiten Bestsellers von Daimler Trucks lautet nun TF (als Nachfolger des erfolgreichen TD). Seine technische Führung im Segment leichter Lkw unterstreicht Fuso mit Duonic, dem ersten Doppelkupplungs­getriebe für Lkw. Zusammen mit höherer Nutz­last und deutlich gesenkten Wartungskosten (verlängerte Wartungsintervalle) ist der neue Fuso Canter nochmals wirtschaftlicher als bisher. Das Fahrwerk des 3,5-Tonners profitiert erstmals von einer Einzelradaufhängung vorn. Die schwereren Modelle verfügen jetzt optional über ein Elektronisches Stabilitätsprogramm (ESP). Die außen wie innen neu gestaltete Fahrerkabine bietet perfekten Bedienungs­komfort. Die Auslieferung des neuen Canter für Europa im Werk Tramagal/Portugal beginnt im Oktober.
Duonic: erstes vollautomatisiertes Doppelkupplungsgetriebe im Lkw
Das Doppelkupplungsgetriebe Duonic ist eine der herausragenden tech­nischen Neuheiten des neuen Fuso Canter. Er ist der weltweit erste Lkw mit dieser Technik. Neben einem geringeren Kraftstoffverbrauch schont das vom Pkw bekannte Direktschaltgetriebe, auch DSG-Getriebe genannt, die Aggre­gate, entlastet den Fahrer speziell auf Kurzstrecken und verbindet den Komfort eines Automatikgetriebes mit der Wirtschaftlichkeit des Schalt­getriebes.
Das kompakte Doppelkupplungsgetriebe Duonic basiert auf einem mechanischen Sechsgang-Schaltgetriebe mit zwei hydraulischen Nass-Kupplungen und elektronischer Steuerung. Die beiden wartungsfreien Kupplungen sind konzentrisch aufgebaut und in das Getriebegehäuse inte­griert. Kupplung Nummer eins ist für die Vorwärtsgänge eins, drei und fünf zuständig, Kupplung zwei für die Gänge zwei, vier und sechs. Der große Vorteil eines Doppelkupplungsgetriebes basiert darauf, dass beim Fahren der nächste Gang bereits eingelegt ist und deshalb extrem schnell und völlig ruckfrei geschaltet wird.
Gangwechsel schnell und ruckfrei, hoher Wirkungsgrad
Im Vergleich zu einem herkömmlichen Wandler-Automatikgetriebe hat das Doppelkupplungsgetriebe Duonic mit verschleißfreier Kupplung deutliche Vorteile: Es wechselt die Gänge noch komfortabler, da völlig ruckfrei und ohne Unterbrechung des Kraftflusses. Auch entfallen die unweigerlich anfallen­den Wandlerverluste des Automatikgetriebes, denn das Doppel­kupplungsgetriebe Duonic arbeitet mit dem hohen Wirkungsgrad eines mechanischen Schaltgetriebes.
Vom Automatikgetriebe übernimmt das Doppelkupplungsgetriebe Duonic jedoch die praktische Kriechfunktion. Sie ermöglicht Rangieren mit geringer Geschwindigkeit allein über die Steuerung per Bremspedal. Ebenso verfügt das Getriebe über eine Parkstellung.
Bedienung einfach, manuelle Gangwechsel jederzeit möglich
Mit dem Doppelkupplungsgetriebe Duonic sind wie bei einem herkömmlichen automatisierten Getriebe oder einem modernen Wandler-Automatikgetriebe jederzeit manuelle Gangwechsel durch kurzes Antippen des Joystick-Wähl­hebels im Armaturenbrett möglich.
Durch kurzes Bewegen des Wählhebels nach links wechselt der Fahrer zwischen Automatikbetrieb und manuellen Schaltungen. Der Wählhebel wird in zwei Gassen bewegt: In der linken Gasse steht der Wählhebel in Stellung „D“ für den vollautomatischen Betrieb. Bei Bedarf wechselt der Fahrer jedoch durch kurzes Antippen nach oben oder unten die Gänge manuell. Durch Antippen nach rechts steht der Wählhebel in der rechten Gasse auf „N“ wie Neutral oder Leerlauf. Von hier aus legt ein Schalten nach oben die Park­stellung ein, Schalten nach unten den Rückwärtsgang.
Vergleichsmessungen haben es bewiesen: Das Doppelkupplungsgetriebe Duonic arbeitet so sparsam wie das manuelle Canter-Getriebe. Bei ungeübten Fahrern führt das Doppelkupplungsgetriebe Duonic sogar nahezu durchweg zu einem signifikanten Kraftstoff-Minderverbrauch. Gleiches gilt für den serien­­mäßigen Eco-Modus mit verbrauchsoptimierten Schaltpunkten. Er wird per Tastendruck zugeschaltet.
Mit Übersetzungen von 5,397 (erster Gang) bis 0,701 (sechster Gang) ist das zugrunde liegende Sechsganggetriebe sehr weit gespreizt. Dies bedeutet in der Praxis sowohl zugstarkes Anfahren als auch kraftstoffsparendes Dahin­rollen mit niedrigen Drehzahlen im höchsten Gang. Dank der engen Stufung des Getriebes steht in jeder Fahrsituation der passende Gang parat.
Hochmoderne Euro-5 Motoren mit sehr breitem nutzbarem Drehzahlband
Das jeweilige Getriebe ist mit dem bewährten Euro-5-Vierzylinder-Turbo­diesel­­motor verbunden. Das Triebwerk mit 3,0 l Hubraum steht nun in drei Leistungsstufen von 96 kW (130 PS) über 110 kW (150 PS) bis 129 kW (175 PS) zur Verfügung. Der moderne langhubige Motor mit dem internen Kürzel 4P10 brilliert mit modernster Technik: zwei obenliegende Nocken­wellen mit robustem Antrieb über eine Kette, vier Ventile pro Zylinder, Abgas­turbolader mit variabler Turbinengeometrie, Common-Rail-Einspritz­system und Piezo-Injektoren zur präzisen Zumessung des Kraftstoffs.
Die untere und obere Leistungsstufe sind beim Modellwechsel unverändert geblieben. Die mittlere Motorisierungsstufe hat nominell von 107 kW (145 PS) auf 110 kW (150 PS) zugelegt. Das maximale Drehmoment von 370 Nm blieb unverändert, steht jedoch nun über ein außergewöhnlich breites Drehzahl­band von 1320 bis 2840 U/min zur Verfügung. Damit ist der neue Canter mit dieser Motorisierung ein Muster an Durchzugskraft und Fahrbarkeit.
Die Leistungs- und Drehmomentdaten des neuen Canter:
- 96 kW (130 PS) bei 3000-3500 U/min, 300 Nm bei 1300-3050 U/min
- 110 kW (150 PS) bei 3500 U/min, 370 Nm bei 1320-2840 U/min
- 129 kW (175 PS) bei 3500 U/min, 430 Nm bei 1600-2860 U/min
Geringer Kraftstoffverbrauch – hohe Wirtschaftlichkeit
Der neue Canter ist auf Wunsch mit einer Start-Stopp-Funktion sowohl für das Doppelkupplungsgetriebe Duonic als auch das manuelle Schaltgetriebe erhält­­­lich. Zur Erhöhung der Wirtschaftlichkeit trägt die Erhöhung der Nutzlast genauso bei wie die signifikante Senkung der Wartungskosten.
Auch eine Verlängerung des Wartungsintervalls von 30 000 auf 40 000 km verbessert nochmals die herausragende Wirtschaftlichkeit des Fuso Canter durch eine weitere Senkung der Wartungskosten.
Abgas-Nachbehandlung: Abgasrückführung und Partikelfilter
Wie bisher gibt es den Canter mit zwei Abgas-Nachbehandlungssystemen. Eine Kombination aus Abgasrückführung und Partikelfilter reinigt die Abgase der Modelle mit 3,5 t und 6,0 t Gesamtgewicht sowie der unteren der beiden Leistungsstufen mit 7,5 t Gesamtgewicht.
Die stärkste Ausführung des Motors mit 129 kW (175 PS) verfügt in der Gesamtgewichtsklasse von 7,5 t wie bisher zusätzlich über SCR-Technik mit AdBlue-Einspritzung. Diese zukunftsträchtige und in schweren Nutz­fahr­zeugen verwendete Kombination ermöglicht mehr Leistung bei noch geringerem Verbrauch. Der AdBlue-Tank des Canter ist auf der linken Seite unmittelbar neben dem Kraftstofftank untergebracht und fasst 12 l. Aufgrund des niedrigen AdBlue-Verbrauchs errechnet sich daraus eine Reichweite von rund 8000 km.
Der Fuso Canter verfügt über eine automatische Regeneration des Dieselpartikelfilters. Bei extremem Kurzstreckeneinsatz kann aufgrund der niedrigen Motortemperaturen eine manuelle Regeneration des Partikelfilters notwendig werden. Eine Statusanzeige im Multifunktionsdisplay zeigt dem Fahrer ggf. die Notwendigkeit der manuellen Regeneration an, die mit dem neuen Canter nun angeboten wird. Die manuelle Regeneration kann durch einen Schalter aktiviert werden.
Der neue Canter mit 7,5 t Gesamtgewicht erfüllt serienmäßig die derzeit schärfste freiwillige Abgasstufe EEV. Alle anderen Modelle erfüllen serien­mäßig Euro 5 und optional EEV.
Vorderachse mit Einzelradaufhängung für den 3,5-Tonner
Parallel zur Motorisierung steigen Fahrsicherheit und Komfort des Fuso Canter auf ein neues Niveau. Die Vorderachse der 3,5-t-Variante zeichnet sich jetzt durch eine Einzelradaufhängung mit Schraubenfedern aus – ein spürbares Plus für Handling und Fahrkomfort.
Alle Canter verfügen über Scheibenbremsen an beiden Achsen sowie – neu – über ein elektronisches Bremssystem. In den beiden oberen Gewichtsklassen ist der Canter jetzt auf Wunsch mit einem Elektronischen Stabilitätsprogramm (ESP) zu bekommen. In das ESP integriert ist eine Antriebs-Schlupfregelung, der hydraulische Bremsassistent, ein hydraulischer Bremskraftverstärker für den Fall einer Undichtigkeit des Vakuum-Bremskraftverstärkers sowie eine Drehmomentreduzierung über das Motorsteuergerät, um durchdrehende und blockierende Räder beim Gangwechsel auf rutschiger Fahrbahn zu verhin­dern. Ebenfalls wird der neue Canter optional mit Fahrer- und Beifahrer-Airbag ausgeliefert.
Neues Cockpit noch komfortabler und funktioneller
Das grundlegend überarbeitete Fahrerhaus des neuen Canter definiert ein neues Komfortniveau in der Klasse der leichten Lkw. Das funktionelle Front­lenker-Fahrerhaus des Canter ist durch ein neues, zweifarbiges und harmonisch gestaltetes Cockpit gekennzeichnet. Die verwendeten Materialien sind hochwertig und in ihrer Haptik aufgewertet. Fahrer und Beifahrer profitieren von einem nochmals verbesserten Durchgang von links nach rechts im Fahrerhaus.
Runde Lüftungsdüsen rahmen die Instrumentenanlage ein. Die neuen Rundinstrumente sind präzise ablesbar. Der wirtschaftliche Bereich des Drehzahlmessers ist klar gekennzeichnet. Das neue Multifunktionsdisplay zwischen den Instrumenten informiert über Uhrzeit und Kilometerstand, enthält einen Reiserechner für den Kraftstoffverbrauch, eine Anzeige für den Status des Partikelfilters, eine Warnlampe für den Kraftstoffstand sowie eine Anzeige für den aktuell eingelegten Gang des Getriebes. Rund um das Lenkrad verteilen sich griffgünstig die Bedientasten.
Das neue Ablagenkonzept ist ganz auf die Bedürfnisse von Fahrer und Bei­fahrer ausgerichtet. Die Mittelkonsole enthält zwei DIN-Einschubfächer, ein Staufach mit Klappe und einen ausziehbaren Getränkehalter für zwei Behälter. Auf der Beifahrerseite nehmen eine offene Ablage sowie ein ab­schließbares Handschuhfach Gegenstände auf. Eine Dokumentenablage sowie ein Fach für das Mobiltelefon oder Kleinteile unterstreichen die praxis­betonte Aufteilung der Armaturentafel. Dachstaukästen, Türfächer sowie Ablagen hinter und zwischen den Sitzen komplettieren den Stauraum.
Neue Sitze mit Lendenwirbelstützen und integrierten Kopfstützen
Fahrer und Beifahrer nehmen auf neuen Sitzen mit integrierten Kopfstützen Platz. Der Fahrersitz verfügt nun serienmäßig über eine verstellbare Lenden­wirbelstütze. Auf der serienmäßigen Beifahrer-Doppelsitzbank zeichnet sich der Platz links in Fahrtrichtung zugunsten der Sicht nach hinten durch eine Rahmenkopfstütze aus. Dies gilt ebenfalls für die Sitze auf der Rückbank im neuen Canter mit Doppelkabine. Der Fahrersitz ist auf Wunsch gefedert (Serie in Deutschland bei den C-Modellen mit Comfort-Fahrerhaus = breites Fahrerhaus) sowie mit Armlehnen ausgestattet lieferbar.
Automatisierte Klimatisierung und noch effektivere Heizung
Beachtung verdient auch die Heizung und Klimatisierung des neuen Canter. Zu den wesentlichen Stichworten gehören ein erhöhter Luftdurchsatz in Fuß- und Kopfraum sowie ein neuer effektiver Wärmetauscher. Der Fond der Doppel­kabine verfügt über eine separate Regelung von Heizung und Lüftung. Neu ist auch die nochmals leistungsstärkere Klimaanlage. Alternativ zur manuell geregelten Klimaanlage ist nun eine vollautomatische Anlage liefer­bar (Serie in Deutschland). Die Klimaanlage für Doppelkabinen arbeitet mit einem erweiterten Kühlkreislauf und separater Steuerung der Temperatur und Luftmenge im Fond.
Fahrerhaus: neues kraftvolles Design, Langzeit-Korrosionsschutz
Erkennungsmerkmal des neuen Fuso Canter ist eine neu gestaltete Frontpartie, die zu höherer aerodynamischer Effizienz führt. Ins Auge fällt vor allem die V-förmige Kühlermaske mit ihrem kraft­vollen Design und einer markanten Position des Logos. Die dynamische V-Ausprägung setzt sich oberhalb der großen Scheinwerfer bis in die Türsicke hinein fort. Damit passt sich der neue Canter perfekt an die aktuelle Designlinie der Marke an. Der lackierte Bereich ist nun bis zur Unterkante der Windschutzscheibe hinaufgezogen, dies unter­streicht den stämmigen und robusten Eindruck des Canter. Der dreigeteilte Stoßfänger aus Stahl trägt nun praktische anthrazitfarbige Kunststoff-Stoß­ecken. In die Gehäuse der Nebel­scheinwerfer ist ein Tagfahrlicht integriert. Nebelscheinwerfer und Tagfahrlicht sind bei allen Modellen serienmäßg.
Die neue kataphoretische Tauchlackierung (KTL) der Fahrerkabine sowie der pulverbeschichtete Rahmen bieten Langzeit-Korrosionsschutz auf höchstem Niveau. Der neue Canter ist bereits ab Werk ein Individualist: Die Kabine ist in 87 Farben lieferbar, darunter sechs Metallic- und Perleffektlacke.
Zusätzliche Varianten, Nutzlast weiter gesteigert
Das Programm des neuen Fuso Canter wird im Rahmen des Modellwechsels neu abgestimmt. Es deckt mit 3,5 t, 6,0 t (neu) und 7,5 t zulässigem Gesamt­gewicht alle wesentlichen Segmente von Leicht-Lkw ab. Der neue Sechs­tonner mit Standard-Kabine und 110 kW (150 PS) Motorleistung (6S15) er­setzt das bisherige Modell mit 5,5 Tonnen Gesamtgewicht. Neu ins Programm genommen wurden ebenfalls ein 3,5-Tonner mit Standard-Kabine und 110 kW (150 PS) Motorleistung (3S15) sowie ein 3,5-Tonner mit Comfort-Kabine und 129 kW (175 PS) Leistung (3C18). Die Standard-Kabine (S) ist 1695 mm, die Comfort-Kabine (C) 1995 mm breit.
Das Programm des neuen Fuso Canter:
- 3S13, 3,5 t zGG, Standard-Kabine,
Leistung 96 kW (130 PS),
Radstand 2.500 / 2.800 / 3.400 mm
- 3S15, 3,5 t zGG, Standard-Kabine,
Leistung 110 kW (150 PS),
Radstand 2.500 / 2.800 / 3.400 mm
- 3C13/3C13D, 3,5 t zGG, Comfort- Einzel- oder Comfort-Doppelkabine,
Leistung 96 kW (130 PS),
Radstand 2.500 / 2.800 / 3.400 / 3850 mm
- 3C15/3C15D, 3,5 t zGG, Comfort-Einzel- oder Comfort-Doppelkabine,
Leistung 110 kW (150 PS),
Radstand 2.500 / 2.800 / 3.400 / 3850 mm
- 3C18, 3,5 t zGG, Comfort- Einzel- oder Comfort-Doppelkabine,
Leistung 129 kW (175 PS),
Radstand 2.500 / 2.800 / 3.400 / 3850 mm
- 6S15, 6,0 t zGG, Standard-Kabine,
Leistung 110 kW (150 PS),
Radstand 2.500 / 2.800 / 3.400 mm
- 7C15/7C15D, 7,5 t zGG, Comfort- oder Doppelkabine,
Leistung 110 kW (150 PS),
Radstand 2.800 / 3.400 / 3.850 / 4.300 / 4.750 mm
- 7C18/7C18D, 7,5 t zGG, Comfort- oder Doppelkabine,
Leistung 129 kW (175 PS),
Radstand 3.400 / 3.850 / 4.300 / 4.750 mm
Die dargestellten Versionen beziehen sich auf die Linkslenkerausführungen; einige, aber nicht alle Versionen sind auch als Rechtslenker verfügbar.
Teils drastisch erhöhte Achslasten, Rekord-Tragfähigkeit für 7,5-Tonner
Neben den Gesamtgewichtsklassen wurden auch die zulässigen Achslasten und die Rahmenlayouts des Canter neu definiert. Damit einher gehen Nutz­last­gewinne bis zu 85 kg bei den 3,5t-Modellen und bis zu 95 kg bei den 7,5t-Modellen. Ebenso bemerkenswert ist eine Hinterachse mit 6,0 t Tragkraft für den Canter 7C mit 7,5 t zulässigem Gesamtgewicht – ein Bestwert in dieser Gewichtsklasse. Ohnehin zeichnet sich der Canter 7C als Rekordhalter bei Tragfähigkeit und Nutzlast aus. Die Tragfähigkeit beläuft sich je nach Rad­stand auf über 5,0 t für das Fahrgestell mit Fahrerhaus – mit großem Abstand der Bestwert seiner Klasse.
Neue Radstände, neue Rahmen, noch mehr Aufbaufreundlichkeit
Zu den besonderen Stärken des Canter mit seinem Leiterrahmen zählt tradi­tio­nell seine Aufbaufreundlichkeit. Diese wurde mit Einführung des neuen Modells nochmals gesteigert. Auch die Radstände wurden völlig neu ge­glie­dert. Das Programm umfasst jetzt sechs Radstände von 2500 mm über 2800 mm, 3400 mm, 3850 mm und 4300 mm bis zum extralangen Radstand von 4750 mm. Er eignet sich jetzt für Aufbauten von über 7 m Länge.
Angepasst an das jeweilige Modell fertigt Fuso den neuen Canter mit drei unterschiedlichen, vollkommen neu entwickelten Rahmen. Ihr Gewicht konnte ohne Einbußen an Stabilität um rund 20 kg gesenkt werden. Der nun in der Vorbehandlung kugelgestrahlte und später pulverbeschichtete Rahmen gewähr­leistet bestmöglichen Korrosionsschutz.
Die Standard-Kabine basiert auf einem Leiterrahmen mit durchgehend 700 mm Breite. Der Rahmen für Modelle mit Comfort-Kabine mit 2500 bis 3850 mm Radstand ist im hinteren Bereich 750 mm breit. Für den neuen Canter mit Komfortkabine und den beiden längsten Radständen ist der Rahmen durchgehend 850 mm breit. Dies gewährleistet hohe Fahrstabilität auch bei großvolumigen Aufbauten.
Das einheitliche Lochbild der Rahmen erleichtert Aufbauherstellern die Arbeit. Alle Fahrgestelle sind jetzt auf Wunsch mit Aufbaukonsolen (Serie in Deutsch­land) zur leichteren Montage von Aufbauten zu bekommen. Ein Anbohren des Leiterrahmens ist nicht mehr notwendig. Auch wechselte der Kühlwasser-Ausgleichbehälter von seiner angestammten Position hinter der Kabine platz­sparend unter das Fahrerhaus, der dazu gehörige Füllstands­behälter ist hinter dem rechten Radlauf angebracht. Er ist dort für Kontrollen unverändert gut erreichbar. Mit diesem Schritt können Aufbauten nun näher an das Fahrer­haus rücken, ein Versetzen des Behälters ist nicht mehr notwendig.
Ab Werk ist der neue Canter nun mit drei unterschiedlichen Varianten an Nebenabtrieben mit und ohne Flansch zu bekommen. Ihre Leistung beträgt 31 kW bzw. 62 kW. Außerdem ist der Canter ab Werk mit einem externen frei positionierbaren Drehzahlregler verfügbar, die Schnittstelle dafür befindet sich an der Rückseite der Kabine.
Elektrik für Aufbauten noch vielseitiger und leistungsstärker
Optional liefert Fuso den neuen Canter jetzt mit einem Spannungswandler. Er gewährleistet die Verbindung von der 12-V-Fahrzeugelektrik mit einer 24-V-Elektrik, wie sie vielfach für Aufbauten von Lkw im Medium-Format verwendet wird. Zur Sicherung der Stromversorgung liefert Fuso den neuen Canter darüber hinaus mit unterschiedlichen, dem jeweiligen Einsatzzweck ange­passten Lichtmaschinen aus.
Aufgrund seiner hohen Nutzlast eignet sich der Canter unter anderem besonders für Kühlfahrzeuge. Im Motorraum ist eine Konsole für die nach­trägliche Montage eines Kühlkompressors lieferbar. Sie wird beim neuen Canter auf Wunsch bereits werksseitig montiert.
Ebenso individuell wie die Einsatzgebiete des Canter ist auch seine Aus­rüstung mit Kraftstofftanks. Sie fassen je nach Modell 70 l oder 100 l. Die Modelle mit 7,5 t Gesamtgewicht sind teilweise auch mit einer Kombination von 100 l und 70 l lieferbar. Alle Tanks sind abschließbar.
Klassische Stärken des Canter bleiben erhalten
Unverändert erhalten geblieben bzw. weiter ausgebaut sind die klassischen Stärken des Canter: extreme Wendigkeit und platzsparende Frontlenker-Bauweise, gute Sicht durch tief nach unten gezogene Fenster und den kurzen vorderen Überhang, robuste Konstruktion, Raum sparender Joystick-Schalthebel im Fahrerhaus, einfache Wartung durch gute Zugänglichkeit der Aggregate mit Kippkabine, erhöhte Sicherheit und geringerer Verschleiß durch serienmäßige Motorbremse.
Sicherheit wird groß geschrieben
Das Thema Sicherheit wird auch beim neuen Canter groß geschrieben. Die Türen verfügen serienmäßig über einen Seitenaufprallschutz. Optional sind Airbags für Fahrer und Beifahrer zu bekommen. Wie bisher überzeugt auch der neue Canter mit seinem passiven Unfallschutz Fuso RISE und Break Override Technik. Unverändert verfügen alle Canter serienmäßig über eine Motorbremse. Sie erreicht eine Bremsleistung von bis zu 50 kW, wird per Lenkstockhebel betätigt, erhöht das Sicherheitsniveau durch Schonung der Betriebsbremse und senkt durch eine längere Lebensdauer der Bremsbeläge gleichzeitig die Betriebskosten.

Tramagal: Qualität aus Portugal und Japan - der Canter für Europa
In Tramagal, rund 150 km nordöstlich der portugiesischen Hauptstadt Lissabon gelegen, befindet sich die zentrale Produktionsstätte des Fuso Canter für Europa. Der Fuso Canter, mit einer weltweiten Produktion von jährlich rund 150 000 Einheiten der Weltbestseller von Daimler Trucks, wird von hier aus in mehr als 30 Länder geliefert. Das Werk Tramagal ist in den weltweiten Produktionsprozess von Daimler Trucks integriert und operativ eng mit Fuso in Japan verbunden.
Produktion: Rohbau handwerklich sorgfältig ausgeführt
Der handwerklich sorgfältig und präzise ausgeführte Rohbau der Kabine bildet die Basis für die hohe Qualität des Canter. Sämtliche Bleche für alle Pro­duktions­stätten weltweit stammen zentral aus dem Werk Kawasaki von Fuso in Japan. Dies gewährleistet neben einer rationellen und kosten­günstigen Produktion eine weltweit einheitlich hohe Qualität.
Einzel- und Doppelkabinen werden in Tramagal auf getrennten Produktions­linien gefertigt. Die Mitarbeiter verbinden die Bleche mit Hilfe von Vor­richtungen durch mehr als 2000 Schweißpunkte miteinander. Die erlaubte Abweichung beläuft sich auf nur plus/minus 1,5 mm.
Lackierung: hochwertige KTL-Beschichtung als Korrosionsschutz
90 Prozent aller Canter sind weiß. Doch neben dieser klassisch-neutralen Farbe kommen 86 weitere Lackfarben zum Einsatz. Grundlage der hohen Lackqualität des Canter ist eine gründliche Vorbehandlung durch die KTL-Anlage (kataphoretische Tauchlackierung).
Roboter tragen den Decklack elektrostatisch und nahezu verlustfrei auf. Für eine perfekte Qualität gilt die Lackieranlage als Reinraum mit fein gefilterter Luft. Bei weiß lackierten Kabinen kann Fuso aufgrund der hohen Lackier­qualität inzwischen auf den „Primer“ verzichten. Die Schichtdicke des Lacks beläuft sich bei der Grundierung auf mindestens 30 µm (1 µm entspricht einem tausendstel mm) und beim Decklack auf mindestens 40 µm.
Intensive Kontrolle ist selbstverständlich: Jede einzelne Kabine wird unter gleißendem Licht genauestens überprüft. So sind zum Beispiel an Front und Seite keinerlei Staubeinschlüsse erlaubt und nur minimale Einschlüsse an Fahrerhausdach und Rückseite der Kabine.
Der in der Vorbehandlung kugelgestrahlte und später pulverbeschichtete Rahmen gewährleistet bestmöglichen Korrosionsschutz.
Montage: Detailarbeit an und im Fahrerhaus
In der Montage werden nacheinander Scheibenwischergestänge, Fenster­dichtungen, Kabelsätze, Türverkleidungen, die Einheit aus Bremskraft­verstärker und Pedalerie, Innenverkleidungen und Dämmung, Armaturen­anlage, Scheiben, Sitze und die Außenspiegel mit Liebe zum Detail ein- bzw. angebaut.
Die Sitze werden zuvor in einer benachbarten Halle von einem Zulieferer montiert und exakt in Reihenfolge der Fahrzeuge in der Produktion zuge­steuert. Nach der Montage schwebt die Kabine an die nächste Linie zur Verbindung mit dem Fahrgestell, der sogenannten Hochzeit.
Hochzeit: Rahmen und Kabine finden zusammen
Diese Hochzeit erfolgt am Ende der Montagelinie des Fahrgestells. Der Rahmen des Canter wird in Tramagal aus vorgefertigt zugelieferten Teilen in einem neu eingerichteten Werksteil montiert. Die Vormontage von Rahmen und Achsen erfolgt separat.
Endabnahme: sorgfältige Kontrolle aller Funktionen
Im Anschluss wird jeder Canter intensiv überprüft. Geschulte Mitarbeiter kontrollieren sämtliche Funktionen des neuen Lkw, ob nun Motor und Getriebe, Heizung und Klimaanlage oder Scheibenwischer. Spur und Licht werden ebenso eingestellt wie Tachometer und Tachograph justiert. Ebenso erfolgt eine letzte sorgfältige Sichtprüfung. Auf einer kurzen Strecke auf dem Werksgelände wird die Funktion des Antiblockiersystems erprobt.
Damit nicht genug: Das Werk überprüft zwei Fahrzeuge pro Tag in einer Beregnungsanlage auf Dichtigkeit. Regelmäßig werden neue Canter auch im Fahrbetrieb getestet. Zu diesem Zweck absolvieren sie beladen einen ab­wechslungsreich gestalteten, standardisierten 30 Kilometer langen Kurs. Zwei neue Canter pro Tag werden besonders genau unter die Lupe genommen, sie werden in einem Audit auf Herz und Nieren getestet.
Fahrzeugteile des neuen Canter stammen zu rund 50 % aus Europa
Wertmäßig stammen etwa 50 Prozent der Teile Fuso Canter aus Tramagal von mehr als 90 europäischen Lieferanten, etwa Motor, Achsenkomponenten, Federn, Bremsen, Reifen, Scheinwerfer und Leuchten sowie Sitze und zahl­reiche Innenverkleidungen. Aus Japan steuert Fuso vor allem Teile für die Kabine und den Rahmen zu. Darüber hinaus Achsenteile, die Lenkung, die Heizungs- und Klimaanlage sowie ab dem Modellwechsel das innovative Doppelkupplungsgetriebe Duonic. Das Werk Tramagal ist zertifiziert nach DIN EN/ISO 9001 und 14001.
Tramagal – ein traditionsreiches Werk mit viel Erfahrung
Das Werk Tramagal in Portugal hat eine abwechslungsreiche Geschichte. 1964 gründete das portugiesische Familienunternehmen Duarte Ferreira das Unternehmen als CKD-Fertigung von französischen Berliet-Lkw für das portu­giesische Militär. 1980 begann die Zusammenarbeit des Unternehmens mit Mitsubishi Fuso. Bis 1996 montierte das Werk Tramagal in CKD-Bauweise (CKD = Completely Knocked Down) für den portugiesischen Markt den Fuso Canter sowie weitere Fahrzeuge von Mitsubishi Fuso. 1990 wurde das Werk vom portugiesischen Importeur von Mitsubishi Fuso übernommen.
Seit 2003 zur Daimler AG gehörig
1996 ging das Werk Tramagal in die Hände von Mitsubishi Fuso als zentrale Produktionsstätte des Canter für Westeuropa über. Seit 2003 gehört das Werk durch die Übernahme der Mehrheit an Mitsubishi Fuso zur Daimler AG. Im Detail: Mitsubishi Fuso Truck Europe (MFTE) mit dem Werk Tramagal ist eine Tochter der Mitsubishi Fuso Truck and Bus Corporation (MFTBC). An ihr hält die Daimler AG rund 90 % der Anteile.
Seit Aufnahme der Canter-Produktion im Jahr 1980 wurden rund 160 000 Fahrzeuge in Tramagal produziert. Sie werden heute in alle Länder West-, Nord- und Mitteleuropas sowie nach Süd- und Osteuropa und Israel exportiert. Für die Zukunft hat das Werk vorgesorgt: Das Firmengelände misst rund 110 000 m², davon ist zurzeit erst ein Drittel überbaut.
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