Fahrvorstellung Citaro Euro VI: Weltweit erster Serien-Stadtbus nach Abgasstufe Euro VI
Wiesbaden/Stuttgart
21.05.2012
Teststrecke in Wiesbaden: Unterwegs im Mercedes-Benz Citaro Euro VI - souverän durch die City
  • Drei Türen, effektvolle Beleuchtung – willkommen im Citaro
  • Fahrerplatz mit neuer Türverriegelung aufgewertet
  • Im Heck des Solowagens arbeitet der neue OM 936
  • Kraftvoller Antritt, niedrige Drehzahlen an Steigungen
  • Im Gefälle schaltet das Getriebe extrem früh hinauf
  • Typisch Citaro ist und bleibt seine Wendigkeit
  • Komfort-Linienbus Citaro: sanftes Fahrwerk, leiser Antrieb
  • Der effiziente Retarder verzögert fast bis zum Stillstand
Sauber, antrittsstark, komfortabel und bedienungs­freundlich – der Mercedes-Benz Citaro mit neuer An­triebstechnik nach der künftigen Abgasstufe VI bewährt sich in der Praxis schon heute auf anspruchsvollen Linien.
Drei Türen, effektvolle Beleuchtung – willkommen im Citaro
Fahrer und Fahrgäste fühlen sich bereits beim Eintreten im Citaro willkommen: Blitzschnell geben die optionalen Schwenkschiebe­türen den Einlass frei. Eine LED-Lichtleiste illuminiert die Trittstufe, eine weitere Lichtleiste oben im Türportal den gesamten Einstieg – der neue Citaro macht es Fahrer und Fahrgästen leicht und lädt sie zum Zusteigen ein.
Fahrerplatz mit neuer Türverriegelung aufgewertet
Neu im Citaro ist auf Wunsch eine elektromagnetische Verriegelung der Tür zur Fahrerkabine. Sie wird per Taste im Cockpit betätigt. Im Testwagen schafft eine Trennscheibe über die halbe Türbreite Distanz zu den Fahrgästen. Sie unterbindet aber nicht den direkten Kontakt.
Der Fahrerplatz selbst ist inzwischen ein guter Bekannter: viel Platz, zahlreiche Ablagen von der Fahrertasche über große Trinkflaschen im gekühlten Fach bis zu Haltern für Becher und Schreibstift. Der Citaro gönnt seinem Fahrer ein ebenso komfortables und modernes wie übersichtliches Cockpit.
Die Tasten sitzen dort, wo sie hingehören, das Vierspeichen-Lenkrad mit Multifunktionstasten liegt gut in der Hand. Die Materialien rund­um sind hochwertig, von der haptisch angenehmen Abdeckung des Cockpits bis zum Chromring an den runden Lüftungsdüsen. Der Linienbus-Bestseller bietet seinem Steuermann einen Arbeitsplatz erster Klasse.
Im Heck des Solowagens arbeitet der neue OM 936
Beim Anlassen des Motors grollt es nur dezent im Heck, viel ist vom neuen Reihensechzylinder OM 936 nach Abgasstufe Euro VI mit 7,7 l Hubraum, 220 kW (299 PS) Leistung und 1 200 Nm Dreh­moment nicht zu hören. Er ist im Testwagen stehend in Turmbau­weise eingebaut. Unmittelbar darüber ist der Kühler angesiedelt. Das Automatikgetriebe auf Stufe „D“ gestellt und die Feststellbremse gelöst, schon rollt der Citaro aus dem Betriebshof der ESWE in der Wiesbadener Gartenfeldstraße. Er liegt in der Stadtmitte unweit des Hauptbahnhofs.
Die anspruchsvolle Omnibusstadt Wiesbaden
Das Unternehmen ESWE ist Mercedes-Benz seit vielen Jahren ver­bunden. Schon 1922 stammten die ersten Linienbusse in Wiesbaden von einem der Vorläuferunternehmen der heutigen Daimler AG. Ob bei der Umstellung von Straßenbahnen auf Omnibusse im Jahr 1929 oder heute: Fahrzeuge von Mercedes-Benz stehen im Mittelpunkt.
Die hesssische Landeshauptstadt ist eine anspruchsvolle Omnibus­stadt: Zwar liegt Wiesbaden in einer Talmulde, doch innerhalb der Stadtgrenzen sind große Höhenunterschiede zu überwinden. Das gilt auch für die mehrere Kilometer parallel verlaufenden Buslinien 4 und 14. Sie verbinden den Stadtkern mit dem bevölkerungsreichen Stadtteil Wiesbaden-Biebrich am Rhein. Die hochfrequentierte Doppel-Linie ist ideal, um den Citaro mit seinem neuen Antriebs­strang nach Abgasstufe Euro VI zu erproben.
Kerzengerade Steigung: die Biebricher Allee
Nur wenige hundert Meter nach Verlassen des Betriebshofs über­quert der Citaro den Bahnhofsplatz. Der Bus biegt nach links auf die Biebricher Allee ein und fädelt sich damit in den Streckenverlauf der Linien 4 und 14 der ESWE ein. Bereits ab der ersten Haltestelle Fischerstraße führt die Straße kerzengerade mit zunehmender Steigung bergauf, keine leichte Aufgabe.
Die Abstände zwischen den Haltestellen auf der Biebricher Allee sind kurz. Hinzu kommen Ampeln als zusätzliche Stopps. Eine harte Arbeit für Linienbusse, doch der Citaro nimmt sie verblüffend leicht. Bereits mit Halbgas fährt der Linienbus sanft und doch nachdrück­lich an und schwimmt im Verkehr auf der breit ausgebauten Allee mit. Der kompakte neue Euro VI-Motor mit 7,7 Liter Hubraum be­weist bei jedem Start einen souveränen Antritt.
Kraftvoller Antritt, niedrige Drehzahlen an Steigungen
Spätestens bei 1 250 U/min schaltet das Sechsgang-Automatik­getriebe unter diesen Bedingungen hoch, mitunter sogar früher. Daraus ergeben sich extrem niedrige Anschlussdrehzahlen von etwa 800 bis 900 U/min. Der kompakte Motor schüttelt seine Leistung mühelos aus dem Ärmel, er zeigt bergauf, was er kann. Mit viel Kraft bereits unterhalb von 1 000 U/min ist er bestens trainiert.
Die Strecke entlang der Biebricher Allee zählt zu den echten Profi-Linien: An den Haltestellen sind die Bordsteine angehoben und reifenschonend angeschrägt. Taktile Blindenlinien führen Seh­behinderte sicher zum vorderen Einstieg. Die Fahrbahn ist im Bereich der Haltestellen verstärkt, damit das fortlaufende Anfahren schwerer Omnibusse keine Schäden am Straßenbelag verursacht.
Der Takt ist hoch: Die Omnibusse der Linien 4 und 14 fahren tags­über im Abstand von zehn Minuten, im Durchschnitt steht deshalb alle fünf Minuten ein Linienbus an der Haltestelle. Aufgrund des hohen Fahrgastzuspruchs kommen ausschließlich Gelenkbusse zum Einsatz – überwiegend Mercedes-Benz Citaro.
Im Gefälle schaltet das Getriebe extrem früh hinauf
Nach etwa einem Kilometer ist der Scheitelpunkt der Strecke er­reicht. Nun hat es der Citaro leichter, er rollt im Gefälle in Richtung Wiesbaden-Biebrich. Auf halber Strecke wartet die Haltestelle Landes­denkmal: Rechts stehen ein Obelisk und eine Statue zu Ehren des nassauischen Herzogs Adolph, später Großherzog von Luxemburg. Auf der gegenüberliegenden Seite der Allee lädt eine große Sektkellerei zum Besuch ein.
Der Mercedes-Benz Citaro aber rollt weiter. Im Gefälle liegen seine Schaltpunkte extrem niedrig bei nur etwa 1 000 U/min. Die An­schlussdrehzahlen erreichen zirka 800 U/min. Trotzdem arbeitet der Antriebsstrang nahezu vibrationsfrei. Der Linienbus überquert die Autobahn A66, Ein- und Ausfallstor Richtung Frankfurt oder Rüdes­heim.
Nach der Haltestelle Herzogsplatz teilt sich die Strecke, sie führt nun als Einbahnstraße mit den Namen „Straße der Republik“ und danach als „Rathausstraße“ ins Herz des dichtbevölkerten Stadtteils Wiesbaden-Biebrich. Links und rechts Geschäfts- und Wohnhäuser, dichtgedrängt lange Reihen parkender Autos sowie viele Fußgänger – für den Fahrer im übersichtlichen Citaro mit seinen großen Scheiben eine überschaubare Herausforderung.
Typisch Citaro ist und bleibt seine Wendigkeit
Rund 4,5 Kilometer nach dem Start im Stadtzentrum mündet die Straße am Rheinufer. Die Buslinien trennen sich hier, der Citaro biegt rechts ab und folgt der Linie 14. Die Einfahrt rechtwinklig in die Rheingaustraße erfordert Aufmerksamkeit, Gelenkbusse sollten sicherheitshalber zwei Spuren zum Abbiegen nutzen. Der Fahrer des Citaro hat aufgrund dessen geringen Wendekreises und bester Sicht keine Probleme mit einer sauberen Kurvenlinie.
Nach etwa 300 Metern können die Fahrgäste auf der rechten Seite das Barockschloss Biebrich bewundern. Einst Residenz des Fürsten­geschlechts der Nassauer, dient es heute unter anderem für Empfänge der Landesregierung und als Standesamt. Die Kulisse ist ideal für romantische Hochzeitsfotos. Im Schlosspark trifft sich jähr­lich zu Pfingsten die Weltelite der Reiter zum Wiesbadener Pfingst­turnier. Das tägliche Turnier des Citaro ist die Fahrt von Haltestelle zu Haltestelle entlang der Rheingaustraße mit ihren schmucken Villen.
Komfort-Linienbus Citaro: sanftes Fahrwerk, leiser Antrieb
Nach wenigen hundert Metern wechselt der Linienbus nach rechts in die Albert-Schweitzer-Allee. Hier in der Ebene liegen die Schalt­punkte beim Beschleunigen zwischen 1 000 und 1 200 U/min, bei 50 km/h rollt der Citaro mit 1 000 U/min kraftstoffsparend und leise dahin.
Auf diesem etwas unebenen Abschnitt profitieren Fahrer und Fahr­gäste auch von der Fahrwerksabstimmung des Linienbusses. Die Vorderachse mit Einzelradaufhängung schluckt die Fahrbahn­schäden sanft, die Lenkung des Citaro bleibt ruhig.
Bergauf tritt der neue Motor souverän an
Nach einem Kilometer führt die Strecke über die Äppelallee zurück zum Herzogsplatz und der Biebricher Allee. Bergauf in Richtung Wiesbaden-Stadtmitte beweist der Citaro auf der 1,5 Kilometer langen Steigung mit mehreren Haltestellen und Ampeln noch einmal seine Kräfte.
Trotz Beschleunigung mit Vollgas arbeitet der Motor auch hier lauf­ruhig und dezent. Speziell die Fahrgäste im hinteren Bereich des Linienbusses profitieren von der hohen Laufkultur des Reihensechs­zylinders mit Common-Rail-Einspritzung, vom niedrigen Drehzahl­niveau und der aufwendigen Geräuschdämmung.
Wer im Dunkeln mitfährt, bemerkt die neue, einzigartige Ambiente­beleuchtung im Fahrgastraum. Sie ist als Sonderausstattung liefer­bar. Zusatzlampen über den Doppelsitzen strahlen wahlweise orangenes oder weißes Licht aus. Hinzu kommen einzeln schaltbare Lese­lampen mit LED-Beleuchtung. Ein Komfort fast wie im Reisebus und zusätzlich mehr Sicherheit. Nicht weniger effektvoll ist die blaue Nachtbeleuchtung des Citaro.
Der effiziente Retarder verzögert fast bis zum Stillstand
Auf der folgenden Gefällestrecke hinein in die City wird die Wirkung des Retarders deutlich: Ist der Bus mit einem Lenkstockhebel für die dritte Bremse ausgerüstet, können ihn geschickte und voraus­schauende Fahrer damit fast bis zum Stillstand abbremsen.
Auf diesem Streckenabschnitt schaltet das Automatikgetriebe beim Beschleunigen erneut bei etwa 1 000 U/min in den nächsthöheren Gang, sparsamer geht es nicht.
Am Hauptbahnhof verlässt der Testparcours wieder die Omnibus­linien 4 und 14, er führt zurück zum Betriebshof der ESWE Wiesbaden. 10,5 Kilometer sind in rund 40 Minuten absolviert und 24 Haltestellen angefahren worden. Der Citaro mit seinem neuen Antriebstrang nach Abgasstufe Euro VI hat durch vehementen an­tritt und leisen Lauf vollauf überzeugt.
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