Techno Classica 2012: Geburtstagsfeier für den Mercedes-Benz SL
Stuttgart
08.03.2012
  • „60 Jahre SL“ – auf der weltweit größten Klassiker-Messe vom 21. bis 25. März 2012 feiert der Sportwagen sein Jubiläum
  • Acht faszinierende Vertreter der SL-Baureihen auf dem Mercedes-Benz Stand in Halle 1
Stuttgart – Das Jahr 2012 steht für Mercedes-Benz Classic ganz im Zeichen von „60 Jahre SL“ – auch auf der Fachmesse Techno Classica in Essen. Acht der begehrten Sportwagen aus unterschiedlichen Epochen schmücken vom 21. bis 25. März 2012 den Auftritt in Essen. Die Ausstellungsfahrzeuge spannen den großen Bogen vom Rennsportwagen 300 SL (W 194) aus dem Jahr 1952 bis hin zum jüngsten Mitglied der SL-Familie, dem SL der Baureihe R 231.
„Die Techno Classica findet in diesem Jahr bereits zum 24. Mal statt und ist einer der Höhepunkte im Klassik-Kalender“, sagt Michael Bock, Leiter von Mercedes-Benz Classic. „Wir laden alle Besucher herzlich dazu ein, den runden Geburtstag der SL-Klasse gemeinsam mit uns zu feiern.“
Auf der 4.500 Quadratmeter großen Ausstellungsfläche von Mercedes-Benz Classic in Halle 1 der Messe Essen macht die Marke die Faszination ihrer einzigartigen Geschichte in ihrer ganzen Vielfalt erlebbar. Die Hauptrollen spielen diesmal die begehrten SL-Modelle aus der Sammlung von Mercedes-Benz Classic.
Mercedes-Benz Classic präsentiert sich in Essen mit allen Sparten. So werden beispielsweise Handelsfahrzeuge verschiedener Baureihen präsentiert. Ganz gleich ob Klassiker oder Youngtimer: Die Fähigkeit, die vielfältige Geschichte des Automobils mit Leben zu füllen, besitzen alle Fahrzeuge der Marke Mercedes-Benz. Neben dem eigenen Handel zeigen auf der Techno Classica auch langjährige Partner von Mercedes-Benz Classic ihr Angebot. Leseberg Automobile (Hamburg), das Classic Center von Rosier (Oldenburg) und das Autohaus Weicker (Kelkheim) unterstreichen als Mercedes-Benz Vertragshändler ihre ausgewiesene Classic-Kompetenz für Werkstatt und Fahrzeugangebote.
Eine wahre Ikone der Markengeschichte stellt sich auf der Techno Classica vor: Der älteste noch existierende SL überhaupt. Der erste 300 SL (W 194), das Premierenfahrzeug von 1952, existiert nicht mehr. Er war stets im Werksbesitz und wurde bereits in den 1950er-Jahren verschrottet. Aber der zweite gebaute Wagen mit der Fahrgestellnummer 194 010 00002/52 ist noch vorhanden und seit seiner Fertigstellung ununterbrochen im Werksbesitz. Das eingeschlagene „/2“ auf diversen Teilen ist Zeugnis seiner Originalität. Während der aufwendigen Restaurierungsarbeiten bei Mercedes-Benz Classic wurden sämtliche Teile des vollständig demontierten Fahrzeugs untersucht. Einiges wurde nach höchsten Maßstäben an Originalität und Qualität wieder instand gesetzt. „Eine klare Vorgabe bestand darin, die Substanz und Patina des Rennsportwagens zu erhalten. Jetzt erstrahlt der 300 SL in neuem Glanz – und zeigt doch stolz die Spuren seines aufregenden Fahrzeuglebens“, sagt Michael Bock.
Das Fahrzeug ist zugleich ein Beispiel für den umfassenden Originalitätsanspruch von Mercedes-Benz Classic. Bei der Restaurierung des 300 SL sind die Originalteile so weit wie möglich erhalten und wieder aufgearbeitet worden. Das ist oft aufwendiger als eine Nachfertigung, doch unumgänglich, wenn es um das Erhalten von historischer Substanz und damit Authentizität geht. Und wenn doch eine Nachfertigung notwendig ist, dann entspricht sie stets den originalen Spezifikationen – die Classic-Sparte des ursprünglichen Herstellers kann auf umfangreiche technische Unterlagen zurückgreifen und wendet in solchen Fällen beispielsweise Original-Methoden und Original-Materialien an. Damit entspricht das Fahrzeug wieder dem Original-Standard.
Die Auftritte der Markenclubs auf der Techno Classica setzen auch 2012 wieder ein starkes Zeichen der Verbundenheit mit historischen Fahrzeugen von Mercedes-Benz. Die Präsentationen der Clubs sind eingebunden in den Gesamtauftritt von Mercedes-Benz Classic. In diesem Jahr werden alle 17 offiziell von Mercedes-Benz anerkannten Markenlubs aus Deutschland ihre vielfältigen Aktivitäten vorstellen.
Die Techno Classica in Essen ist die weltgrößte Klassiker-Messe. Sie findet vom 22. bis zum 25. März 2012 statt (Preview am 21. März). Die 1988 gegründete Veranstaltung hat sich zur internationalen Leitmesse für Oldtimer und Youngtimer entwickelt. Neben Personenwagen sind auch Renn- und Rennsportfahrzeuge, Motorräder und Nutzfahrzeuge auf der Messe vertreten. In diesem Jahr werden mehr als 1.200 Aussteller aus rund 30 Ländern in Essen sein, die Veranstalter erwarten rund 180.000 Besucher aus mehr als 40 Nationen.
 
Die ausgestellten Mercedes-Benz SL auf der Techno Classica 2012
Mercedes-Benz 300 SL Rennsportwagen (W 194), 1952
Die Wurzeln des SL liegen im Motorsport. Mit seinen Erfolgen bei internationalen Wettbewerben – unter anderem bei der Mille Miglia, bei den 24 Stunden von Le Mans oder bei der Carrera Panamericana in Mexiko – wird der Rennsportwagen 300 SL (W 194) im Jahr 1952 zum Zündfunken aller Sportwagen mit dem berühmten Kürzel SL, das für „Super-Leicht“ steht. Auf der Techno Classica steht der älteste noch existierende SL überhaupt. Es ist das zweite gebaute Wagen mit der Fahrgestellnummer 194 010 00002/52, seit seiner Fertigstellung ununterbrochen im Werksbesitz und im Jahr 2011 von Mercedes-Benz Classic aufwendig restauriert.
Mercedes-Benz 300 SL (W 198), 1955
Mit dem vom 300 SL Rennsportwagen (W 194) abgeleiteten gleichnamigen Seriensportwagen (W 198) gelingt Mercedes-Benz im Jahr 1954 dann der europäische Traumwagen der 1950er-Jahre schlechthin. Der auf der Techno Classica 2012 ausgestellte „Flügeltürer“ in der seltenen Ausführung mit Aluminium-Karosserie unterstreicht den sportlichen Anspruch des Fahrzeugs: Die für den Motorsporteinsatz entwickelte besonders leichte Version des Seriensportwagens wurde nur 29 Mal gebaut.
Mercedes-Benz 300 SL Roadster (W 198), 1956
Auf der Basis des legendären „Flügeltürers“ kommt 1957 der offene Typ 300 SL Roadster (W 198) auf den Markt. Damit ist die Karosserieform des zweisitzigen offenen Wagens als typische Charakteristik der SL-Familie definiert. Bei dem präsentierten Fahrzeug handelt es sich um ein Vorserien-Fahrzeug aus dem Jahr 1956. Das seinerzeit im Motorsport eingesetzte Exemplar ist seit Jahren im Besitz von Rallye-Legende Eugen Böhringer.
Mercedes-Benz 230 SL (W 113) „Pagode“, 1963
1963 erscheint der Typ 230 SL als erstes Modell der SL-Baureihe W 113. Sein Äußeres ist durch klare und gerade Linien sowie durch das unverkennbare SL-Gesicht samt dem großen zentralen Mercedes-Stern geprägt. Der Dachaufbau des Hardtops vermittelt durch seine hohen Scheiben und das nur von schmalen Säulen getragene abnehmbare Hardtop eine Leichtigkeit und erinnert durch seinen nach innen gerichteten Schwung an fernöstliche Tempelbauten. Schnell erhält der Wagen deshalb seinen Spitznamen „Pagode“.
Mercedes-Benz 500 SL Rallye (R 107), 1980
Die Baureihe R 107 ist – auch aufgrund der langen Bauzeit von 18 Jahren – bisher die SL-Reihe mit der größten Stückzahl. Und fast hätte sie es auch zu Rallye-Ehren geschafft: Für die Saison 1981 wurde ein 500 SL aufgebaut, der Fahrervertrag mit Walter Röhrl war schon geschlossen. Doch dann zog sich das Unternehmen Ende 1980 noch vor Saisonbeginn aus dem Rallyesport zurück. Das Originalfahrzeug steht auf der Messe.
Mercedes-Benz 500 SL (R 129) von Lady Diana, Prinzessin von Wales, 1991
Im März 1989 stellt Mercedes-Benz die Baureihe R 129 vor, die von zahlreichen technischen Innovationen geprägt ist und den SL ins neue Jahrtausend trägt. Aufgrund seines harmonischen und gelungenen Designs fand der SL auch in prominenten Kreisen rasch zahlreiche Liebhaber. Das ausgestellte Fahrzeug, ein 500 SL mit 240 kW (326 PS), wurde ab Januar 1992 von Lady Diana gefahren. Sie war damit das erste Mitglied des britischen Königshauses, das privat ein ausländisches Automobil lenkte.
Mercedes-Benz SL 63 AMG (R 230) Safety Car, 2009
Nach 12 Jahren Bauzeit und zwei Modellpflegen wird die Baureihe R 129 im Jahr 2001 von der Baureihe R 230 abgelöst – erstmals trägt der SL nun ein Stahl-Faltdach. Damit wird der Wagen zu offenem Fahrzeug und Coupé in einem. Die Verwandlung auf Knopfdruck dauert gerade mal 16 Sekunden. In den Jahren 2008 und 2009 kommt der von einem 386 kW (525 PS) starken 6,3-Liter-V8-Motor angetriebene SL 63 AMG als Official F1™ Safety Car in der Formel 1 zum Einsatz. Dieser SL erinnert an die Motorsport-Wurzeln der SL-Familie und steht auf der Techno Classica 2012. Für seinen Rundkurs-Einsatz ist er umfangreich modifiziert, unter anderem durch Gewichtserleichterung; so hat er beispielsweise keine Dachmechanik und kein festes Verdeck.
Der neue Mercedes-Benz SL (R 231), 2012
Im Frühjahr 2012 kommt schließlich die Baureihe R 231 als nächste Generation der Mercedes-Benz SL-Klasse auf den Markt. Der neue SL ist zum ersten Mal fast vollständig aus Aluminium gefertigt und wiegt bis zu 140 Kilogramm weniger als der Vorgänger. Die jüngste Generation des SL haben die Designer auf der Basis der Tradition, aber mit neuen Perspektiven und Visionen gezeichnet. Das Ergebnis sind klassische, SL-typisch ausbalancierte Proportionen: Der langen Motorhaube folgt ein zurückgesetztes kompaktes Passagierabteil. Fein ausgearbeitete Details, ein markantes Heck sowie Belüftungsgitter mit verchromten Finnen aus dem Formenschatz von Mercedes-Benz unterstreichen die Zugehörigkeit zum Mythos SL.
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