Pressemappe: Die Geschichte des smart: „reduce to the max“
Stuttgart
12.07.2007
Kooperation: Swatch und Mercedes-Benz finden zusammen
  • 1992: Erstes Treffen mit Nicolas G. Hayek
  • Die Micro Compact Car AG wird gegründet
  • Das Fertigungswerk entsteht in Frankreich
Während in Amerika die Mercedes City Car-Prototypen ihre ersten Runden drehen, empfängt der Vorstandsvorsitzende der Mercedes-Benz AG, Werner Niefer, einen Besucher. Diese Begegnung zwischen Niefer und dem Unternehmensberater Nicolas G. Hayek am 3. Dezember 1992 wird die Entwicklung des MCC entscheidend beeinflussen. Denn nach seinem Erfolgsmodell, der Swatch-Armbanduhr, will der amerikanisch-libanesische Mathematiker und Physiker Hayek einen visionären Kleinwagen bauen.
Allein traut sich der Erneuerer der Schweizer Uhrenindustrie dieses Vorhaben zwar nicht zu. Aber mit dem richtigen Partner aus der Automobilindustrie wird das Projekt gelingen, ist sich Hayek sicher. Von seinem Gespür für Trends spricht der Erfolg seiner Société de Microélectronique et d'Horlogerie (Schweizerische Gesellschaft für Mikroelektronik und Uhrenindustrie AG, SMH). Dieser Konzern, die heutige Swatch Group mit Sitz in Biel, hat den Wiederaufstieg der Schweizer Uhrenindustrie zur Weltmarktführerschaft seit 1984 angestoßen.
Die in den frühen 1980er Jahren von ihm für die Uhrenindustrie entwickelten Fertigungsstrategien, so glaubt Hayek Anfang 1993, seien auch auf die Herstellung eines Großserienautomobils übertragbar. Hayek träumt von einem Kleinwagen für den Individualverkehr in Agglomerationen, der durch Umweltverträglichkeit und Funktionalität ebenso überzeugt wie durch seine Preiswürdigkeit. Das Auto soll außerdem mittels Radnabenantrieb äußerst emissionsarm sein, eingebunden in vernetzte Systeme zur Sicherung von flächendeckender und politisch opportuner individueller Mobilität – ausdrücklich die Strategie des MCC-Projektteams seit den 1980er Jahren.
Der Vorstandsvorsitzende der Volkswagen AG, Ferdinand Piëch, hat Hayeks Überlegungen bereits geprüft, will aber eigene Wege zum Kleinwagen der Zukunft gehen. 1991 hat Piëchs Vorgänger Carl Hahn zwar eine Beteiligung von 50 Prozent von VW an einer SMH Volkswagen AG zum Bau eines Swatch-Mobils entschieden. Piëch steigt jedoch aus diesem Projekt aus, als er den Vorstandsvorsitz in Wolfsburg übernimmt.
Werner Niefer dagegen zeigt sich äußerst interessiert an der Vision Hayeks, schließlich hat er die MCC-Studien in Kalifornien, wo er fünf Monate zuvor zusammen mit Jürgen Hubbert den Prototypenbau des MCC freigab, noch in guter Erinnerung. Er bittet den damaligen Pkw-Geschäftsbereichvorstand der Mercedes-Benz AG, Jürgen Hubbert, sich der Sache anzunehmen. Kurz vor Weihnachten 1992 bestellt Jürgen Hubbert den MCC-Projektleiter Johann Tomforde mitsamt Projektfotos und einem Video von der ersten Testfahrt mit dem Elektro-MCC in Kalifornien zum General Aviation Terminal am Stuttgarter Flughafen. Das Flugziel wird erst im Flugzeug bekannt: Grenchen bei Biel in der Schweiz. Als Hayek die Bilder des Mercedes City Car sieht, ist er sehr begeistert über die bereits weit fortgeschrittenen Arbeiten bei Mercedes-Benz. Sein Fazit: Man solle zusammenarbeiten. Die Herren verabschieden sich von Hayek mit dem Versprechen, sich ernsthaft mit dem Thema auseinanderzusetzen.
Hayeks Idee passt in die Zeit. Denn die europäische Automobilindustrie erlebt Ende der 1980er Jahre einen Strukturwandel in der Serienfertigung. Neue Strategien werden nötig, um bei steigender Komplexität und Dynamik die Wertschöpfung zu erhöhen. Die Hersteller suchen nach einem Königsweg, um die Produktion neuer Autos einerseits flexibler und andererseits ökonomischer zu gestalten. Das führt unter anderem zu neuen strategischen Allianzen zwischen den Automobilunternehmen und der Zulieferindustrie. Am Ende steht die Überzeugung, dass Varianten erzeugende Fertigungsschritte in größeren Einheiten zusammengefasst werden müssen, zu sogenannten Modulen: Die Automobilindustrie bewegt sich auf die Plattform-Strategie zu. Dieser Strukturwandel betrifft auch die Marke Mercedes-Benz. Ohnehin ist die Daimler-Benz AG in dieser Zeit durch Neuorientierungen geprägt, denn Konzernchef Edzard Reuter drängt, das Stuttgarter Traditionsunternehmen vom reinen Automobilhersteller zum integrierten Technologiekonzern zu entwickeln.
1993: Elektroantrieb für das Micro Compact Car?
Zum zweiten Gespräch in Stuttgart legt Nicolas Hayek am 8. Januar 1993 Entwicklungspläne vor, die Forschungsarbeiten der Hochschule Biel an einem Elektroantrieb dokumentieren. Hayeks Ziel ist von Anfang an, ein Elektromobil zu bauen. Parallel dazu haben Forschungsprojekte am Unternehmenssitz des Uhrenherstellers in Biel Fahrt aufgenommen, um neue Wege bei der Vernetzung automobiler Elektrik und Elektronik zu suchen, die für einen späteren Hybridantrieb geeignet wären.
Der Mercedes-Benz Pkw-Vorstand beschließt, mit einer kleinen Delegation nach Biel zu reisen, um die Aktivitäten vor Ort zu begutachten. Anfang Februar 1993 finden Entwickler, zu denen auch der neue Entwicklungschef Dieter Zetsche gehört, im Hauptgebäude der SMH in Biel eine Werkstatt mit Technikern sowie einen ausgebeinten Citroën AX vor, der als Erprobungsträger dient. Jürgen Hubbert spricht von „einem kleinen, zusammengenagelten Gefährt mit allerlei Elektronik-Komponenten und vier Radnabenmotoren“. Nicolas Hayek preist den Besuchern sein Billigauto-Konzept mit Elektroantrieb an, das mit Antriebsraffinessen aufgerüstet gegen japanische Kleinwagen positioniert werden solle. Nach dem Vorbild seiner modularen Swatch-Uhren möchte Hayek standardisierte und miniaturisierte Baugruppen verwenden – etwa die von SMH und der Hochschule Biel gemeinsam entwickelten elektronischen Steuerungen der Antriebs- und Fahrwerkstechnik. Die dafür nötigen Mehrkosten seien beim Karosseriebau einzusparen, schlägt Hayek vor.
Zurück in Stuttgart und Sindelfingen beginnen in den Mercedes-Entwicklungsabteilungen heftige Diskussionen. Es geht vor allem um den Insassenschutz, der für einen Kleinwagen aufwendige Karosseriestrukturen verlangt, die in krassem Gegensatz stehen zu Hayeks Wünschen, gerade hier Kosten zu sparen. Kompakte Radnabenmotoren für den von Hayek gewünschten elektrischen Allradantrieb seien technisch zwar realisierbar, doch keineswegs im Kostenrahmen eines preiswerten Automobils, heißt es. Ungeachtet der Widersprüche vereinbaren Niefer und Hayek ein nächstes Gipfeltreffen – in sehr vertraulicher, von den Medien abgeschirmter Runde während des Genfer Automobilsalons im März 1993. Dort entschließt Niefer: „Wir machen es!
1994: Gründung der Micro Compact Car AG
Die dann folgende Episode ist ein Kapitel für sich. Langwierige Verhandlungen über Produktinhalte, Antriebsstrategien und Vertragsformulierungen zwischen zwei Partnern, wie sie von der Unternehmenskultur her nicht unterschiedlicher sein könnten, dauern viele Monate. Tomforde, nun als MCC-Gesamtprojektleiter auch für die Integration der Bieler Kollegen ins Mercedes-Benz MCC-Projektteam zuständig, hat zusätzlich die Aufgabe, das Vertragswerks für das Joint Venture vorzubereiten, samt abgestimmtem Lastenheft. Dabei wird er von einem erprobten Verhandlungsführer unterstützt, dem Daimler-Benz Juristen Christoph Baubin, dem späteren MCC-smart Geschäftsführer für Finanzen und Controlling.
Einen wesentlichen Beitrag am Zustandekommen des Joint Venture leistet der 1993 neu ernannte Vorstandsvorsitzende der Mercedes-Benz AG Helmut Werner, der in seiner dynamisch-eloquenten Art Hayek zu nehmen weiß und MCC als Lerninsel für neue Produktentstehungsprozesse sieht.
Was heute wie ein Vermächtnis des aus dem Amt scheidenden Mercedes-Benz Vorstandsvorsitzenden Niefer anmutet, institutionalisiert sein Nachfolger Helmut Werner schrittweise von Juli 1993 an. Aus dem Projekt MCC wird die Micro Compact Car Entwicklungsgesellschaft. Zusammen mit der Bekanntgabe des Joint Venture werden am 4. März 1994 die beiden Showcars der Presse vorgestellt: Das Coupé Eco-Sprinter mit einem 40 kW starken Elektromotor und das Cabrio Eco-Speedster mit einem Dreizylinder-Ottomotor, wie ihn später auch der smart besitzen wird. Beide Showcars haben bereits Heckantrieb und eine Motor- und Getriebeeinheit, die als Unterflur-Konstruktion ausgeführt ist – ein ähnliches Konzept geht später im smart in Serie.
Im April entsteht dann die Micro Compact Car AG als Joint Venture der Unternehmen Daimler-Benz AG in Stuttgart und Schweizerische Gesellschaft für Mikroelektronik und Uhrenindustrie AG (SMH) in Biel. Während Daimler-Benz über 51 Prozent der MCC-Anteile verfügt, hält SMH die verbleibenden 49 Prozent. Fernziel der gemeinsamen Unternehmensgründung ist die Vision, eine neue Generation von Mobilitätssystemen in die Realität umzusetzen. Hayek träumt von einer Flotte günstig produzierter bunter Miniaturautomobile, so farbenfroh wie seine Armbanduhren. Doch die Ingenieure aus Stuttgart warnen den Uhrenmann: Als Maßstab der Entwicklung gelten die Anforderungen der Marke an die Sicherheit ihrer Autos. Ein Billigmobil aber lässt sich auf diesem Niveau nicht realisieren und ist deshalb auch nicht wünschenswert.
Als erstes Produkt wird deshalb auch nicht das von Nicolas Hayek geplante Swatch-Mobil realisiert, sondern auf Grundlage der Mercedes City Car-Prototypen Eco Sprinter und Eco Speedster ein Micro Compact Car mit dem späteren Namen smart zur Serienreife entwickelt. Der Name des neuen Modells steht einerseits für ein pfiffiges, intelligentes Fahrzeug des 21. Jahrhunderts, spricht aber auch von der Herkunft des Konzepts: Swatch Mercedes Art. Diese Entscheidung steht am Ende eines fundamentalen Interessenkonflikts der Partner, der unter anderem auch die Motorisierung betrifft. Hayek treibt, unterstützt von Forschungen der Hochschule für Technik und Information (HTI) Biel, das elektrische Stadtauto voran: Seine Swatch-Autos sollen ihre Kraft aus Elektromotoren und Hybrid-Antrieben beziehen. Dagegen setzen die Daimler-Benz Ingenieure auf das Potenzial des Benzin- und Dieselantriebs, vor allem, weil sie enttäuscht sind vom Reifestatus der Batterie- und Steuerungselektronik. Das Experiment soll entscheiden: Um die Vorteile des Radnabenantriebs zu demonstrieren, laden die Schweizer Mitte 1994 ins Eisstadion von Biel zur Fahrdemonstration. Auf der Eisbahn ist ein Parcours abgesteckt, um die Wendigkeit und Traktionsvorteile des Allradantriebs (elektrische Radnabenmotoren machen es möglich) erfahren zu können. Doch die Demonstration scheitert, und die Vertreter von Mercedes-Benz sind sich einig: Dieses Auto ist noch lange nicht fahrtauglich für Kunden.
1994: Entscheidung für den Aufbau einer neuen Automobilmarke
Damit fällt die letzte Hürde auf dem Weg zur Entwicklung des smart. In Folge münden die jahrelangen Forschungsarbeiten am eigenen Kleinwagenprojekt in ein neues Fahrzeugunternehmen. Das Projekt verantwortet wiederum Johann Tomforde, derselbe Designer und Ingenieur, der schon 1972 ein solches Konzept angedacht hat. Ein völlig neuartiges Fahrzeug für urbane Ballungsräume soll der smart werden: ein subkompakter Zweisitzer, der ein gänzlich neues Marktsegment in der Automobilindustrie erschließt, die smart-Klasse.
Serienreif entwickelt wird der Zweisitzer schließlich von der MCC GmbH in Renningen bei Stuttgart, einem 100-prozentigen Tochterunternehmen der Micro Compact Car AG. Tomforde verantwortet als Geschäftsführer Entwicklung und Produktion. Lars Brorsen übernimmt später zum 1. Januar 1997 in Renningen den Vorsitz der MCC smart Geschäftsleitung. Jürgen Hubbert steht dem Verwaltungsrat der Micro Compact Car AG als Präsident vor, Nicolas Hayek als Vize-Präsident. Ab Mitte 1994 finden regelmäßig Verwaltungsratssitzungen statt, zu denen von Mercedes-Benz Seite Helmut Werner, Jürgen Hubbert und Dieter Zetsche kommen. Ihnen gegenüber sitzen Nicolas Hayek und seine Partner. Während der Initiator Hayek zunehmend weniger Einfluss auf die Fahrzeugentwicklung nimmt, bringt er sich umso mehr als Ideengeber in die Planung der völlig neuartigen Produktion des smart ein. Seine Erfahrungen im Umgang mit modularer Fertigungstechnik sorgen für kontroverse Diskussionen, aber letztlich auch für „smarte“ Lösungen.
Ein engagiertes Designteam unter Leitung des ehemaligen Mercedes-Benz Designers Jens Manske benötigt von der Entwurfs- bis zur Realisierungsphase knapp drei Jahre. Was mit einem kleinen Arbeitszimmer improvisierend beginnt, wächst rasch zur MCC-Designabteilung an. Modelleur Martin Karl leitet den Aufbau der ersten 1:4-Modelle aus Ton. Ein 1:1-Modell ist bis zur Designmodell-Vorstellung im September 1994 bereits ausgehärtet.
Der smart wird in Frankreich gebaut
Im Dezember 1994 entscheidet der Vorstand der Daimler-Benz AG, dass der neue Wagen in Hambach-Saargemünd in Lothringen/Frankreich gebaut werden soll. Dafür wird eigens die MCC France SAS gegründet. Sie übernimmt die Produktion des smart in einem komplett neu errichteten Industriepark im lothringischen Hambach von 1997 an. Das Tochterunternehmen startet mit einem Eigenkapital von 100 Millionen französischen Franc. Die Beteiligung von Daimler-Benz an MCC France SAS beträgt 38,3 Prozent, die SMH-Gruppe hält 36,7 Prozent. Darüber hinaus ist das Unternehmen SOFIREM (Société Financière pour favoriser l'Industrialisation des Régions Minières) mit 25 Prozent oder 25 Millionen französischen Franc beteiligt, also nicht mit einer Subvention, sondern mit einer Investition. Die staatliche Gesellschaft SOFIREM hat die Aufgabe, strukturell gefährdete Kohlebergbauregionen Frankreichs zu fördern und tritt als Venture-Partner von MCC France auf. Sie trägt maßgeblich zur Integration von MCC France in die lothringische Industrielandschaft bei und hilft, wertvolle Geschäftskontakte auf regionaler wie nationaler Ebene herzustellen.
1995: Modell-Freigabe für den smart
Die Designmodell-Freigabe durch den MCC-Verwaltungsrat erfolgt im April 1995. Sie ist für das Manske-Team der bedeutendste Schritt zur Serienreife und wird entsprechend in Szene gesetzt: Auf einer provisorischen Bühne kreisen Roller-Skater, Akrobaten treten auf, Bassboxen hämmern Musik, und zwischen tanzenden Designern und Modelleuren läuft Martin Karl auf Händen über den Beton. Das Spektakel stimmt die Gäste ein, entführt sie in das jugendliche Umfeld der Kunden, in deren Händen MCC-Designer ihr neues Automobil sehen. Für sie ist der smart keine Kopfgeburt, sondern ein Auto mit Leib und Seele: trendy, aber auch polarisierend, eben ein Charaktertyp. Und als Jens Manske gegen Ende der Show den kleinen Elektromotor startet und mit dem Hartmodell einige Runden dreht, kommt spontane Begeisterung auf. Im Applaus der Gäste hören die Designer absolute Zustimmung: Ihr Vorschlag ist akzeptiert, die Schufterei hat sich gelohnt, der smart ist auf den Weg gebracht.
Die MCC-Designabteilung hat den smart zum Charakter-Automobil erzogen. Dessen Persönlichkeit lebt von Details, die junge Designer vielfach aus ihrem Lebensumfeld eingebracht haben. Sei es die Vorliebe fürs Motorrad, die Sympathie für kraftvoll oder sympathisch-frech auftretende Comic-Helden, die Sehgewohnheit modebewusster Freizeitsportler, die Detailverliebtheit des italienischen oder die Rastlosigkeit des schwäbischen Gemüts: Dem neuen smart hauchen sie Lebensfreude ein. Das ist eine Qualität, die dem innovativen Automobil eine Seele gibt.
1996: Showcars Atlanta und Paris
Bei den Olympischen Spiele in Atlanta 1996 ist der smart schon zum Greifen nahe: MCC präsentiert bei den Weltspielen ein Showcar, das bereits die Silhouette des Serienmodells zeigt und mit Details wie den als Doppelellipsen ausgeführten Scheinwerfern sogar Elemente späterer Modelle vorwegnimmt. Allerdings gewährt dieser smart einen ungewohnt großzügigen Einblick ins Innere. Auf Türen haben die Designer nämlich verzichtet, um dem Betrachter die Größe des Innenraums auf so kleinem Raum deutlich zu machen.
Das Showcar, das im September 1996 auf dem Automobilsalon in Paris präsentiert wird, ist eine Weiterentwicklung der Atlanta-Studie. Ähnlich offen gestaltet, zeigt dieses Showcar zum ersten Mal eine farbliche Unterscheidung zwischen der tridion-Sicherheitszelle (silber) und den „Body Panels“ (kupfer), wie die übrigen Karosserieteile genannt werden. Dieses Gestaltungselement wird später zum Erkennungsmerkmal für das Serienmodell.
1997: Daimler-Benz übernimmt die Micro Compact Car AG
Im fortlaufenden Stadium der Fahrzeugentwicklung und Planung der Fertigungsanlagen werden Investitionen in Größenordnungen erforderlich, die Nicolas Hayeks Möglichkeiten übersteigen. Er sondiert die Bereitschaft von Daimler-Benz, weitere Anteile der Micro Compact Car AG zu übernehmen. Anlässlich der nächsten Verwaltungsratssitzung in Biel legen die Stuttgarter ihrem Partner ein Ausstiegsangebot vor. Mitte Februar stimmt Hayek diesem zu und gibt alle Anteile ab.
Offiziell präsentiert wird der smart im September auf der Internationalen Automobil-Ausstellung in Frankfurt. Wenige Wochen später läuft am 27. Oktober 1997 das erste Fahrzeug der Vorserie vom Band. In Berlin-Marienfelde beginnt schon im Juni 1997 die Produktion des Dreizylindermotors für das smart city coupé.
Die damalige Daimler-Benz AG übernimmt 1998 die Micro Compact Car AG vollständig, das Unternehmen heißt von diesem Zeitpunkt an Micro Compact Car smart GmbH. Als 2002 im Rahmen der Modelloffensive bei smart entschieden wird, den ersten beiden Modellen neue Namen zu geben, wird auch das Unternehmen umbenannt und firmiert von nun an als smart GmbH.
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