Eleganz schafft sich Raum: Das neue Mercedes-Benz E-Klasse T-Modell
Stuttgart
12.10.2009
Passive Sicherheit: Auf (fast) alles vorbereitet
  • Neu: Pelvisbag vorn und adaptive Gurtkraftbegrenzer im Fond
  • Clever: Aktive Motorhaube verbessert Fußgängerschutz
Eben noch schlummerte die Tennistasche friedlich in der hinteren Ecke des Kofferraums. Doch, zack, eine Notbremsung, und schon verwandelt sich die schlecht gesicherte Ladung zum gefährlichen Geschoss, das nach vorne drängt und die Passagiere gefährdet. Die wenigsten Autofahrer wissen, welche immensen Kräfte bei einer Vollbremsung und erst recht bei einem Unfall wirken. Ein Beispiel: Ein Koffer mit 20 Kilogramm Gewicht trifft schon bei einem Unfall mit 55 km/h mit einer Energie auf die Rücksitzlehne, die einem Gewicht von über 600 kg entspricht. Gerade bei Kombis mit ihrem großem Laderaum und ihrer vielfältigen Nutzbarkeit als Freizeit- und Familienmobile ist das Thema Ladegutsicherung daher lebenswichtig. Entsprechend viel Augenmerk schenkten ihm die Mercedes-Ingenieure bei der Entwicklung des neuen E-Klasse T-Modells.
Einige Beispiele:
  • Das rohbaufeste Doppelrollo mit Laderaumabdeckung und Sicherheitsnetz ist serienmäßig. Das Netz kann sowohl hinter der ersten wie hinter der zweiten Sitzreihe befestigt werden. Eine Auszugssperre mit Verzahnung stellt sicher, dass unabhängig vom Auszug keine Gegenstände in den Fahrgastbereich drängen können.
  • Die Rücksitzlehnen legt Mercedes-Benz wesentlich stabiler aus, als vom Gesetzgeber gefordert.
  • Mit der neuen PRE-SAFE® Brake-Funktion (Wunschausstattung) können in einer vom System registrierten Notsituation die Auswirkungen eines schlecht gepackten Kofferraums entschärft werden. Nimmt das System eine autonome Teilbremsung mit rund 40 Prozent der maximalen Bremsleistung vor, legen sich die Ladegüter selbsttätig an der Rückenlehne an. So nehmen sie im Crashfall für die Insassen eine ungefährlichere Position ein.
  • Mit den sechs serienmäßigen Verzurrösen lassen sich Güter praktisch im Laderaum verzurren. Der Faltladeboden und das EASY-PACK-Ladegutmanagementsystem unterstützen ebenfalls den bequemen Transport von Gegenständen.
Werkstoffe: 78 Prozent aller Bleche aus hochfestem Stahl
Im Vergleich zum Vorgängermodell haben die Mercedes-Ingenieure die Deformationszonen an Front- und Heckpartie des neuen E-Klasse T-Modells deutlich vergrößert und den Kraftfluss weiter optimiert. Die vordere Knautschzone verfügt über vier voneinander unabhängige Aufprallebenen - die Kräfte können deshalb großflächig verteilt und an der Fahrgastzelle vorbeigeführt werden.
Die Fahrgastzelle erweist sich sowohl beim Front- oder Heckaufprall als auch beim Seitencrash oder beim Überschlag als eine nahezu unverformbare Struktur, die den Passagieren selbst bei hohen Aufprallgeschwindigkeiten einen intakten Insassenraum bieten kann.
Mehrteilige Längsträger und ein stabiler Querträger aus hochfestem Stahl bilden die wichtigsten Komponenten der Heckstruktur. Ein hutförmiges Alu-Strangpressprofil zwischen Heckmittelstück und Reserveradwanne dient zur Aussteifung der Struktur. Trotz der gestiegenen Durchladebreite konnte die Steifigkeit im Heckbereich gegenüber dem Vorgänger weiter verbessert werden. Dazu tragen die Reserveradmulde aus Stahl, zusätzliche Diagonalstreben unter dem Laderaumboden und hintere Längsträger mit durchgehend geschlossenem Querschnitt bei. Der Stahlboden der Ersatzradmulde wird zur optimierten Krafteinleitung mit einer weiteren Blechschale versteift. Wie bei Mercedes-Benz üblich, befindet sich der Kraftstoffbehälter in einer geschützten Position unter der Fondsitzbank, also vor der Hinterachse und damit außerhalb der Aufprallzone.
Bei der Karosseriekonstruktion gibt Mercedes-Benz mehr denn je hoch- und
ultrahochfesten Stahllegierungen den Vorzug, weil sie bei minimalem Gewicht maximale Festigkeit bieten und deshalb zur Erfüllung der strengen Anforderungen in puncto Betriebsfestigkeit und Sicherheit unverzichtbar sind. Über drei Viertel aller Bleche der Rohbaukarosserie des neuen E-Klasse T-Modells bestehen aus solchen Stahlsorten. Die Verwindungssteifigkeit (Torsion) der Karosserie verbesserte sich gegenüber dem Vorgängermodell um rund 50 Prozent.
Zum durchdachten Mercedes-Werkstoffkonzept gehört auch der gezielte Einsatz von Aluminium und Kunststoff. Beide Materialien dienen vor allem der Gewichtseinsparung. So bestehen beim neuen T-Modell Frontend, Motorhaube, vordere Kotflügel und Tunnelstreben aus Aluminium.
Fußgängerschutz: Aktive Motorhaube serienmäßig
Der Schutz schwächerer Verkehrspartner spielt bei der Entwicklung der Mercedes-Personenwagen seit jeher eine wichtige Rolle. Glattflächige Karosserien, energieabsorbierende Stoßfänger, bündige Türgriffe, Verbundglas-Frontscheiben, klappbare Außenspiegel und versenkt angeordnete Scheiben-wischer sind seit vielen Jahren Merkmale der Mercedes-Modelle, die dem Fußgängerschutz dienen.
Neu im serienmäßigen Schutzprogramm ist die aktive Motorhaube, die den Deformationsraum vergrößert und somit das Verletzungsrisiko des Fußgängers vermindern kann. Beim registrierten Zusammenstoß mit einem Fußgänger
melden Sensoren im Vorderwagen den Aufprall an das elektronische Steuergerät, das sofort zwei Elektromagnete in den Haubenscharnieren aktiviert. Sie lösen die Arretierung, sodass die Motorhaube mithilfe von Federkraft im hinteren Bereich um 50 Millimeter nach oben gedrückt wird.
Rückhaltesysteme: Neun Airbags serienmäßig
Mit neun serienmäßigen Airbags, vier Gurtstraffern und Gurtkraftbegrenzern sowie crashaktiven NECK-PRO-Kopfstützen für Fahrer und Beifahrer bietet das neue E-Klasse T-Modell eine umfangreichere Sicherheitsausstattung als der Vorgänger. Zu den Luftpolstern, die sich beim Unfall millisekundenschnell entfalten können, gehören zwei adaptive Airbags für Fahrer und Beifahrer, ein Kneebag für den Fahrer, zwei Sidebags in den vorderen Sitzlehnen sowie zwei großflächige Windowbags, die sich beim Seitenaufprall von der A- bis zur C-Säule spannen. Erstmals sind Pelvisbags für die vorderen Passagiere serienmäßig an Bord. Diese können bei einer seitlichen Kollision Belastungen im Beckenbereich vermindern. Auf Wunsch sind auch Sidebags für die Fondpassagiere erhältlich.
Adaptive Gurtkraftbegrenzer im Fond
Eine weitere Sicherheitsinnovation: Im Fond setzt Mercedes-Benz auf Wunsch erstmals adaptive Gurtkraftbegrenzer ein. Diese passen sich automatisch an die Größe der Passagiere an. Das System erkennt beim Anlegen des Sicherheitsgurtes anhand der Länge des herausgezogenen Gurtbandes, ob ein großer oder kleiner Mitfahrer auf dem Fondsitz Platz nimmt. Entsprechend kann dann die Schutzwirkung angepasst werden: Bei großen Fondpassagieren wird sofort die maximale Gurtkraft aktiviert, während die Krafteinwirkung des Gurtbandes bei kleineren Personen zunächst auf einen niedrigeren Wert eingestellt wird.
Neben dem serienmäßigen Isofix-Kindersitzbefestigungsystem sind für das neue T-Modell auch integrierte Kindersitze erhältlich. Ausgelegt sind sie für den Nachwuchs von 22 Monaten bis 12 Jahren. Bei Bedarf lässt sich die Sitzfläche mit einem Handgriff aus der Fondsitzbank herausziehen und in erhöhter Position einrasten. Seitenkopfstützen ergänzen die Wirkung des integrierten Kindersitzes und schützen bei einer seitlichen Kollision den Kopf. Befestigt werden sie an den Halterohren der serienmäßigen Kopfstütze.
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Schierholz
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