Mercedes-Benz Zetros Fahrvorstellung
Wörth
30.03.2010
Das Zetros-Konzept im Detail: Der Vorteil des Haubenkonzeptes
  • Geräumige Kabine mit niedrigem Einstieg
  • Günstige, sichere Fahrposition zwischen den Achsen
  • Kompakte Abmessungen für schlankes Profil
Bei Offroad-Einsätzen schwerster Natur, für die der Mercedes-Benz Zetros aus­drücklich konzipiert ist, bildet die Haubenbauweise das überlegene Konzept, z.B.: auf Grund der günstigen Fahrerposition. Was nützt es, wenn das Fahrzeug tech­nisch für Geschwindigkeiten gut ist, die der Fahrer aber aufgrund der Gelände­anforderungen nicht mehr beherrschen kann?
Im Hauber sitzt der Fahrer nicht über der Vorderachse, sondern (Pkw-ähnlich) hinter der Vorder­achse. Und er sitzt an niedrigerer Position. Damit ist er im Hauber deutlich geringeren Vertikal- und auch Horizontalbeschleunigungen ausgesetzt, womit das Geschwindigkeitslimit, bei dem der Fahrer sich noch auf dem Sitz kontrollieren kann, zwischen Frontlenker und Hauber beträchtlich differiert. Klarer Vorteil Haubenkonzept für kontrolliertes, sicheres und ergo­nomisches Fahren.
Zudem sitzt die Kabine des Mercedes-Benz Zetros nicht vierpunkt-, sondern dreipunktgelagert auf dem Chassis. Durch diese Dreipunktlagerung werden weniger Verwindungen des Fahrergestells auf die Fahrerhausstruktur übertragen. Die Lagerung ist nahe der Torsionsachse des Fahrzeugs angebracht, was die sogenannten Querstörungen stark reduziert.
Höchste Offroad-Effektivität und Sicherheit durch hohen Fahrkomfort
In der Praxis bedeutet dies, dass der Fahrer am Volant eines 4 x 4-Frontlenkers einen anspruchsvollen Offroad-Parcours härterer Natur mit einiger Anstrengung ungefähr nur halb so schnell bewältigen kann wie – obendrein ziemlich gelassen – am Steuer eines 4 x 4-Zetros. In der Praxis resultieren aus diesem Vorteil für den Hauber ein generell entspannteres Fahren im Gelände und somit höhere Konditionsreserven sowie schnellere Umlaufzeiten auf weiten Strecken. So kommt es auch, dass der Mercedes-Benz Zetros immer dann besonders schnell und sicher am Zielort eintreffen kann, wenn es im wörtlichen oder auch über­tragenen Sinne brennt: bei eiligen Missionen von Feuerwehr oder Rettungs­diensten zum Beispiel sowie auch auf Baustellen und im Energiebereich und Tagebau in schwerem Geländeanspruch.
Weitere Vorteile speziell im Gelände bietet das Haubenkonzept darüber hinaus unter vielerlei Gesichtspunkten. So steht zum Beispiel der konzeptbedingt längere Radstand für günstigere Hebelverhältnisse am Fahrzeug insgesamt, die sich sowohl durch geringeres Schieben über die Vorderachse (speziell beim Dreiachser) als auch besonders an extrem steilen Bergaufpassagen bemerkbar machen – es hebt die Vorderachse des Haubers (speziell beim Anfahren) weniger schnell ab.
Und vor allem bei steilen Bergabpassagen oder Fahrten durch buschiges, unüber­sichtliches Gelände sowie auf rutschigem Grund gilt: Der Haubenvorbau gibt ein sicheres Gefühl. Hält er dem Fahrer doch manches Ungemach weit von seiner Position und dient als besonders üppige Knautschzone.
Starkes zusätzliches Argument pro Haube ist die Erreichbarkeit der Windschutz­scheibe und des Motorraumes unter der Haube, bei dem die Lage des Fahrer­hauses nicht verändert werden muss. U.a. bei Einsätzen in Gebieten mit äußerst widrigen klimatischen Bedingungen wie zum Beispiel starkem sibirischem Frost: Die Crew oder zumindest ein Teil von ihr kann in der geräumigen und im Zweifels­fall per Standheizung gewärmten Kabine bleiben, wenn fernab der Zivilisation Arbeiten an Motor oder Nebenaggregaten fällig werden. Trotz ihres geringen Gewichts ist die Haube des Mercedes-Benz Zetros voll begehbar und bietet damit einen sicheren und bequemen Aufstieg für offroad-typische Hand­griffe wie dem Reinigen der Frontscheibe.
Wartung und Reparatur leicht gemacht
Unschlagbar ist die Servicefreundlichkeit. Beim Mercedes-Benz Zetros wenige Handgriffe, um Zugang zu Motor und Nebenaggregaten zu erhalten. Die Haube lässt sich ohne großen Aufwand nach vorn kippen. Eine Torsionsfeder im zentralen vorderen Teil des Anschlusses unterstützt das Öffnen der Haube.
Im Bedarfsfall kann die Haube durch Entfernen einer einzigen Schraube sowie eines Steckers ganz demontiert werden. Den Aufstieg erleichtert ein beid­seitig vorhandener ausziehbarer Tritt, über den die in den Stoßfänger integrierten Stand­flächen erreicht werden. Zusätzlich, sorgt eine weitere Plattform im Inneren des Motorraums für festen Stand bei Wartung und Reparatur.
Die Haube selbst besteht aus glasfaserverstärktem Kunststoff, der im soge­nann­ten Long-Fiber-Injection-Verfahren verarbeitet ist. Besonderes Kennzeichen dieses Verfahrens ist es, dass sich damit für jede Beanspruchung maßgeschnei­derte Wandstärken besser gewichtsoptimiert darstellen lassen als mit klassischer Technik wie per durchtränkende Matten oder Preforms. Wie auch der Stahl-Stoßfänger ist die Haube vierteilig ausgeführt.
Markentypisches Design
Für die Gestaltung der gesamten Front, insbesondere des elegant und robust zugleich wirkenden Kühlergrills, zeichnet das Mercedes-Benz Nutzfahrzeug­design verantwortlich. Anklänge an das Design des GL- und G-Modells, das seit jeher für sagenhafte Geländegängigkeit steht, unterstreichen den Offroad-Anspruch des Mercedes-Benz Zetros auch vom optischen Erscheinungsbild her.
Form folgt Funktion
Auch bei der Frontscheibe folgt die Form konsequent der Funktion. Die steile Stellung und moderate Gesamtfläche bürgen dafür, dass sich das Fahrerhaus in heißen Ländern nicht über Gebühr aufheizt.
Alle Leuchten des Zetros sind – bis hin zu den seitlich angebrachten Blinkern – mit Schutzgittern versehen. Der Stahl-Stoßfänger ist dreiteilig ausgeführt.
Die äußere Kontur der Kabine insgesamt ist gedrungen und kompakt. Gerade mal 2.833 Millimeter erreicht die Gesamthöhe des Fahrerhauses bei Nennlast und mit Standardbereifung der Größe 14.00 R 20. Die maximale Außenbreite des Fahr­zeugs liegt bei 2.530 Millimetern, doch präsentieren sich Haube sowie Fahrer­haus bereits mit rund 2.300 Millimeter Breite deutlich schlanker. Insgesamt kommen sowohl die geringe Gesamthöhe als auch die schlanke Taille des Fahr­zeugs der Geländegängigkeit unter beengten Verhältnissen zugute – ganz besonders auf Hohlwegen zum Beispiel.
Nicht zuletzt das Ein- und Aussteigen bei limitiertem Spielraum an den Flanken geht bei dem Haubenfahrzeug Zetros sehr leicht. Denn die Stufen des Einstiegs sitzen hinter der Vorderachse und in größtmöglicher Entfernung vom Tür­schar­nier.
So kommt es, dass beim Mercedes-Benz Zetros schon ein relativ geringer Tür­öffnungs­winkel ausreicht, um genügend Raum fürs Ein- oder Aussteigen zu schaffen. Seine schlanke Taille tut ein Übriges, um Ein- oder Ausstieg unter Ver­hältnissen zu ermöglichen, die sonst bereits erhebliche Schwierigkeiten bereiten würden.
Problemlose Verladbarkeit in Zugwaggon oder Flugzeug
Für niedrige Durchfahrten oder Silo-Ladestellen eignet sich der Mercedes-Benz Zetros seiner geringen Gesamthöhe wegen generell besonders gut. Die Kontur des Fahrerhauses ist zudem so gestaltet, dass das Fahrzeug sowohl beim Bahn­trans­port (auf dem Waggon) als auch als Luftfracht verladbar ist. Das macht den Mercedes-Benz Zetros vor allem für Einsätze bei der internationalen Kata­strophen­hilfe interessant.
Zudem unterstützt sie eine unkomplizierte Montage nach vorn hin überragender Auf­bauten übers Fahrerhaus. Diese würden sonst entweder die zulässige Gesamt­höhe überschreiten oder nur in komplizierten Faltkonstruktionen montierbar. Kranaufbauten sind ein typisches Beispiel für derlei Anwendungen, bei denen ein besonders niedriges Fahrerhaus gefragt ist.
Bequemer Einstieg, geräumige Kabine
Für den Fahrer respektive die Crew wiederum bringt die niedrige Kabine nicht nur einen bequemen und sicheren Ein- und Ausstieg mit sich, sondern groß­zügige Platzverhältnisse im Innenraum. Der niedrige Motortunnel steht beim Durchstieg kaum im Weg, hinter den Sitzen ist großzügig Platz für Stauräume verschiedener Anforderungen. Vom Boden bis zur Decke entsprechend geschickt genutzt gibt dieser Freiraum hinter den Sitzen bis zu 1400 Liter Stauvolumen her.
Die Crew nimmt auf drei vollwertigen Sitzen Platz, die mit integrierten Gurten und Kopfstützen versehen sind. Auf Wunsch ist der Mercedes-Benz Zetros auch mit luftgefederten Sitzen lieferbar. Beide Sitzarten sind frei miteinander kombi­nier­bar und wahlweise mit Stoff- oder Kunstlederbezug zu bekommen. Das Cockpit mit Bedieninstrumenten stammt aus der Baureihe Axor und wurde den kompakteren Bauraumverhältnissen im Zetros angepasst. Die fürs Interieur verwendeten Materialien sind pflegeleicht, praktisch und offroad-typisch robust.
Vorbildliche Ergonomie
Übersichtlich, praxisgerecht und bedienerfreundlich präsentieren sich dem Fahrer die Instrumente und Schalter. Die Instrumententafel besteht aus den Elementen Tachograf, Drehzahlmesser sowie Tank-/Luftdruckanzeige und Zentral­display. Zur Rechten des Lenkrads und somit mit einem Griff zu erreichen findet der Fahrer die Spiegelverstellung, die Bedienungselemente für die Klima­tisierung sowie die Drehschalter für die Differenzialsperren und das Einlegen des Geländegangs.
Praktisch beim Schalter für die Differenzialsperren: In aufsteigender Reihenfolge schaltet der Fahrer die Sperren so zu, wie es zunehmend schwieriges Gelände erforderlich macht. Mit der ersten Drehung auf die erste Raste aktiviert er also die Längssperre, mit der zweiten Raste mobilisiert er zusätzlich die Quersperre hinten – die dritte Raste stellt dieser schließlich noch die Quersperre vorn für maximalen Vortrieb hinzu.
Ein irrtümliches Betätigen der Quersperren statt der Längssperre als erste traktionsfördernde Maßnahme im Gelände, was bei Kurvenfahrt auf relativ griffigem Grund unter Umständen Schäden nach sich ziehen kann, ist also so weitgehend ausgeschlossen.
Vier DIN-Schächte stirnseitig unterm Dach nehmen Gerätschaften, vom Tacho­grafen über Radio bis hin zu Bordfunk und dergleichen mehr, auf. Mittig auf dem Armaturenträger sitzt eine rutschfest ausgekleidete und mit hoher Stolperkante versehene offene Ablage, in die zudem zwei Becherhalter integriert sind. Je ein Flaschenhalter findet sich auch ins Türfach des Zetros integriert.
Download gesamter Text
Aktionen
© 2014 Daimler AG. Alle Rechte vorbehalten. Anbieter | rechtliche Hinweise | CookiesDatenschutz | Nutzungsbedingungen