Mercedes-Benz Zetros Fahrvorstellung
Wörth
30.03.2010
Mercedes-Benz Zetros: Das allradgetriebene Haubenfahrzeug für schweres Gelände
  • Spezialfahrzeug mit bewährter Großserientechnik
  • Beispielhafter Offroad-Fahrkomfort
  • Höchste Geländetauglichkeit
  • Nach dem Motto: Viel Arbeit, wenig Strasse
Allradgetriebene Zweiachser für 16,5 oder 18,0 Tonnen Gesamtgewicht sowie Drei­achser für maximal 25,0 oder 27,0 Tonnen: So lautet das Programm des hoch­geländegängigen Hauben-Lkw’s Mercedes-Benz Zetros, der weitestgehend auf bewährter, aber sorgfältig für schweren Geländeeinsatz modifizierter Groß­serien­technik beruht. Die Nutzlast (ohne Aufbau) beim Zweiachser beträgt knapp zehn Tonnen, beim Dreiachser (ebenfalls ohne Aufbau) 16,0 Tonnen.
Gesamtfahrzeug und Komponenten wurden gemäß den anspruchsvollen Quali­täts­standards von Mercedes-Benz über Simulation, Prüfstands­tests sowie Fahr­versuch für schwerste Offroad-Applikationen in extremen Sommer- und Winter­tests erprobt und abge­sichert. Das Haubenfahrerhaus des Mercedes-Benz Zetros ist eine Neuent­wicklung, Triebstrang und Chassis basieren hauptsächlich auf den Baureihen Actros und Axor. Vorteile für den Kunden bringt dieses Baukasten­prinzip bei Kosten, Service und Qualität.
Der Mercedes-Benz Zetros wurde im Werk Wörth entwickelt und wird auch dort produziert. Die Produktion läuft auf dem selben Band, auf dem auch der Unimog mit seinen 3 Baureihen sowie das Niederflurfahrzeug - der Econic gefertigt werden.
Haubenbauweise offroad erste Wahl
Das Haubendesign ist mit Bedacht gewählt, da es für ein Offroad-Fahrzeug aus vielerlei Gründen erste Wahl ist. Sie ermöglicht kompakte, niedere Konturen sowie einfachen Service und bietet eine deutlich bessere Beherrschbarkeit und Fahrkomfort des Fahrzeugs unter extremen Bedingungen als es beim Frontlenker der Fall ist. Daraus resultieren geringere Beanspruchung des Fahrers bei zugleich ge­steigerter Leistung in Form von deutlich höherer möglicher Geschwindigkeit, längeren Einsatzzeiten und somit kürzeren Umlaufzeiten.
Es kommt nicht von ungefähr, dass die Baureihe Zetros großes Interesse gerade bei Energie, Exploration sowie bei der Feuerwehr und Rettungsdiensten geweckt hat: Der außergewöhnlich gute Offroad-Fahrkomfort des Haubers lässt den Fahrer Geschwindigkeiten im Gelände dauerhaft beherrschen, die mit einem Frontlenker allenfalls kurzzeitig durchzu­halten wären. Wo es auf Sicherheit und Ergonomie für den Fahrer, seine Aufgabe und die Einsatzzeit ankommt, fällt dieser Vorteil des Mercedes-Benz Zetros besonders ins Gewicht. Er ist hier bei extremen Ein­sätzen gegenüber den Frontlenkern das geeignetere und sicherere Konzept.
Triebstrang aus bewährten Komponenten
Als Triebstrang dienen bewährte Komponenten aus der Mercedes-Benz LKW Großserie. Unter der Haube des Mercedes-Benz Zetros sitzt bei allen Varianten der 7,2 Liter große Reihensechszylinder OM 926 LA mit einer Leistung von 240 kW (326 PS) sowie einem maximalen Drehmoment von 1.300 Nm von 1.200 bis 1.600/min. Grund­sätzlich liefert Mercedes-Benz dieses Aggregat in Euro 5; Euro-3-Varianten sind auf Wunsch zu haben.
Als Getriebe stehen zwei Varianten zur Wahl: Standard ist das hydraulisch-pneumatisch geschaltete Neunganggetriebe G 131-9 (Acht Vorwärtsgänge + Crawler) mit direkt übersetztem höchsten Gang, optional ist der Mercedes-Benz Zetros mit dem sechsstufigen Automatikgetriebe Allison 3000 SP/PR (Voll­automat) erhältlich.
Das Verteilergetriebe für den permanenten Allradantrieb ist das seit Jahrzehnten vielfach bewährte Aggregat VG 1700, dessen Geländeübersetzung mit 1,690 aber gut 20 Prozent kürzer ausgeführt ist als bei den Allradfahrzeugen der Baureihen Actros und Axor (Geländeübersetzung dort 1,403). Das macht besonders niedrige Geschwindigkeiten möglich, was bei steilsten Bergabpassagen von größter Wichtigkeit ist und die Zugkraft gegenüber den Straßengängen generell um rund 70 Prozent erhöht. Die Drehmomentverteilung zwischen Vorder- und Hinter­achse(n) beträgt im Ausgleichsgetriebe 1 : 3,21, bei zugeschalteter Differenzial­sperre 1 : 1.
Robuste Außenplanetenachsen für hohe Bodenfreiheit
Ebenfalls seit vielen Jahrzehnten bewährt und geschätzt sind die Außenplaneten­achsen AL 7/HL 7, die auch immer noch unverzichtbarer Bestandteil bei den Bau­fahrzeugen der Reihen Actros und Axor sind. Serienmäßig liefert Mercedes-Benz den Zetros mit drei mechanischen Differenzialsperren, die der Fahrer über einen praktischen Drehschalter einlegen kann. Dieser Schalter gibt zugleich die sinn­volle Reihenfolge vor, in der die Sperren bei zunehmend schwierigem Gelände einzulegen sind: erst längs, dann hinten quer und schließ­lich vorne quer. Das Risiko von Fehlbedienungen vermindert sich somit.
Die Standardübersetzung der Hinterachse(n) in Kombination mit dem Handschalt­getriebe lautet i = 5,33 (entspricht bei Standardbereifung 14.00 R 20 einer Vmax von 94 km/h bei Nenndrehzahl). Alternativ ist eine etwas länger übersetzte Hinter­achse mit i = 4,83 erhältlich (entspricht Vmax Nenndrehzahl 103 km/h).
Automatikgetriebe optional, ABS serienmäßig
In Verbindung mit dem Allison-Vollautomaten liefert Mercedes-Benz serienmäßig eine Hinterachsübersetzung von i = 7,73 (entspricht bei Standardbereifung 14.00 R 20 einer Vmax bei Nenndrehzahl von 105 km/h). Wahlweise ist das Allison-Automatgetriebe 3000 SP/PR auch in Kombination mit der längeren Achs­über­setzung von 6,82 erhältlich (entspricht Vmax Nenndrehzahl 112 km/h).
Standard ist beim Mercedes-Benz Zetros Einzelbereifung mit der Reifengröße 14.00 R 20, die ihres größeren Durchmesser wegen per se schon für rund 75 Milli­meter mehr Bodenfreiheit des Fahrzeugs steht, als es bei der größten üblichen Lkw-Bereifung (13 R 22,5) der Fall wäre. Die Bereifung 14.00 R 20 stellt zudem eine Tragfähigkeit von maximal 9,0 Tonnen pro singlebereifte Achse sicher, während für die Bereifung 315 R 22,5 – ebenfalls singlebereift – exakt 8,0 Tonnen das Maximum wären. Auf Wunsch liefert das Werk den Mercedes-Benz Zetros mit einer Reifendruckregelanlage, die es erlaubt, während der Fahrt von der Kabine aus den Reifendruck je nach Geländeanforderung zu variieren.
Bei den Bremsen setzt der Mercedes-Benz Zetros auf klassische Trommelbremsen rundum, die anspruchslos im Unterhalt und selbst härtesten Offroad-Einsätzen unter allen klimatischen Bedingungen gewachsen sind. Die Ausstattung mit dem Antiblockiersystem ABS ist Serie – es handelt sich dabei aber um ein ABS, das bei Bedarf im Gelände abschaltbar ist (sinnvoll zum Beispiel bei Talfahrten auf Kies oder Schotter damit sich ein Bremskeil vor den Rädern aufbauen kann).
Offroad-optimiertes Fahrwerk
Als Achsaufhängung/Federung dienen vorn wie hinten Breitspalt-Parabelfedern in Verbindung mit Stabilisatoren und Stoßdämpfern, deren Auslegung auf lange Federwege und hohen Fahrkomfort sich speziell an den Erfordernissen härtesten Offroad-Einsatzes orientiert. Varianten zur Anpassung an verschiedene Achs­lasten sind möglich. Umfangreiche Anpassungen an Einzelkomponenten sowie Konstruktionsgruppen des Mercedes-Benz Zetros stellen sicher, dass die Wat­fähig­keit des Fahrzeugs serienmäßig bis 0,8 Meter, auf Wunsch bis 1,2 Meter reicht.
Der Rahmen des Mercedes-Benz Zetros ist ein biegesteifer (wichtig für die Straße), aber torsionsweicher (wichtig fürs Gelände) und somit sehr verwindungs­fähiger Leiterrahmen mit offenen C-Profil-Längsträgern sowie geschraubten C-Profil-Querträgern. Er stammt aus der Baureihe Actros, wurde aber für den anspruchsvolleren Einsatz gezielt ver­stärkt und modifiziert: Insgesamt ist der Rahmen so ausgelegt, dass das Fahrzeug sowohl am Rahmenkopf als auch am Heck selbst voll beladen nicht nur abge­schleppt, sondern auch angehoben werden kann.
Aufbaufreundliches Konzept
Die Schnittstellen für Aufbauten sind beim Mercedes-Benz Zetros identisch mit denen der Reihen Actros und Axor. Die Adaption verschiedenster An- und Auf­bausysteme erfordert also keinen zusätzlichen Aufwand. Der glatte, gerade und extrem belastbare Rahmen eignet sich zugleich aber auch für maßge­schneiderte und individuelle Aufbaulösungen aller Art. Der verstärkte und geschraubt aus­geführte Rahmenkopf des Mercedes-Benz Zetros ist darüber hinaus extra für den Anbau von Frontgeräten konzipiert.
Dass der Mercedes-Benz Zetros eben auch bei den Komponenten weitestgehend aus dem Großserienfundus von Mercedes-Benz schöpft, kommt dem Betreiber weltweit beim Service sowie speziell auch bei der Versorgung mit Ersatzteilen zugute. Mehr als 5.000 Stützpunkte in 160 Ländern stehen für weltweite Verfüg­barkeit, marktgerechte Preise sowie schnellen und professionellen Service selbst an den entlegensten Ecken der Erde.
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