Die leichte Muße bei den Nutzfahrzeugen: Die Geschichte der Mercedes-Benz Transporter
Stuttgart
,
31.03.2010
Die große Produktoffensive ab 1995
  • Mit neuen Transportern geht es los
  • Der Transporter Sprinter setzt neue Maßstäbe
  • Alternative Antriebe zur Serienreife gebracht
Fast alle Nutzfahrzeugreihen von Mercedes-Benz zählen in der ersten Hälfte der 1990er Jahre allmählich zu den älteren Semestern. Ob MB 100 D, Transporter oder mittelschwere Lkw: Sie alle sind nicht mehr taufrisch. Geht doch der T1 zum Beispiel auf das Jahr 1977 zurück, datieren die leichten Wörther aus 1984. Und auch der T2 hat nun fast zehn Lenze auf dem Buckel. Ebenso ist der SK in die Jahre gekommen.
Daimler-Benz entschließt sich, Tabula rasa zu machen. Den Auftakt zu diesem radikalen Schnitt macht im Frühjahr 1995 unter dem Motto „große Produktoffensive“ ein neuer Transporter, der als erstes Nutzfahrzeug des Unternehmens einen Namen statt Kürzel oder Ziffernkombination trägt. „Sprinter“ heißt der Neue, der mit längs eingebautem Frontmotor und Antrieb auf die Hinterachse ans technische Konzept seines Vorgängers anknüpft.
Der Sprinter macht den Anfang
Als Mercedes-Benz im Frühjahr 1995 den Sprinter vorstellt, läutet die Marke damit eine Modelloffensive bei ihren Nutzfahrzeugen ein, wie es sie zuvor noch nicht gegeben hat. In einem beispiellosen Kraftakt starten mit Sprinter und bald darauf Vito, Vario, Actros und Atego innerhalb von 36 Monaten komplett neue Transporter und Lkw in allen Gewichtsklassen. Sie bilden, wenn auch inzwischen sämtlich grundlegend weiterentwickelt oder gar völlig erneuert, bis heute das Rückgrat der Nutzfahrzeuge der Marke Mercedes-Benz.
Der Sprinter tritt 1995 in große Fußstapfen. Er folgt auf den in Bremen gefertigten Transporter T1. Dieser „Bremer“ gilt als Musterbeispiel für Langlebigkeit, Solidität und Verlässlichkeit. In 18 langen Fertigungsjahren hatte Mercedes-Benz von dieser Modellreihe mit der markant-eckigen kurzen Motorhaube annähernd eine Million Exemplare gefertigt.
Schwerpunkt in der 3,5-Tonnen-Klasse
Analog zu seinem Vorgänger gibt es den Sprinter am Beginn seiner Karriere mit vier Gesamtgewichten von 2,59 bis 4,6 Tonnen. Zu haben ist er als Kastenwagen, Kombi, Fahrgestell, Pritschenwagen und Doppelkabine und dies alles jeweils in drei Radständen, die geschlossenen Varianten zusätzlich in zwei Dachhöhen. Der besondere Schwerpunkt des Sprinter liegt dabei bei 3,5 Tonnen Gesamtgewicht, in zahlreichen europäischen Ländern eine wesentliche Grenze in punkto Führerschein und Verkehrsrecht. Der Sprinter ist schon bei seinem Start 1995 einer wie keiner: Kurzhauber, traktionsstarker Hinterradantrieb, zeitlos-moderne Optik, ein geräumiges Fahrerhaus, eine umfangreiche Motorenpalette, die ein gleichermaßen kraftvoller wie sparsamer neuer Direkteinspritzer-Dieselmotor krönt.
Mit drei verschiedenen Motoren geht der Sprinter an den Start. Im Mittelpunkt des Interesses steht der OM 602 DELA, ein Turbodiesel-Direkteinspritzer mit 2,9 Liter Hubraum und fünf Zylindern. Er erreicht mit seiner Leistung von 90 kW und einem Drehmomentmaximum von 280 Newtonmeter ein neues Spitzenniveau für solche Transporter. Verteiler-Einspritzpumpe, elektronische Regelung und Abgasrückführung sind die typischen Merkmale dieser Maschine.
Diesem Motor zur Seite stehen ein bewährter und laufruhiger Vorkammer-Dieselmotor mit 58 kW aus 2,3 Liter Hubraum sowie ein spritziger Vierzylinder-Benziner mit ebenfalls 2,3 Liter Hubraum und 105 kW. Die Kraftübertragung erfolgt jeweils über ein neu entwickeltes, mechanisches Fünfgang-Schaltgetriebe auf die Hinterachse. Für jede Ausführung stehen mindestens zwei unterschiedliche Achsübersetzungen zur Wahl. Alternativ zum Schaltgetriebe folgt nach kurzer Zeit ein vollautomatisches Wandlergetriebe mit vier Schaltstufen.
Bis zu 160 km/h schnell fährt der neue Mercedes-Benz Transporter und macht damit nicht nur seinem Namen alle Ehre, sondern bringt somit zugleich die Reifenhersteller in Verlegenheit. Arg viel Pneus gibt es seinerzeit noch nicht, die den entsprechenden Speed-Index vorweisen können.
Höchste Sicherheitsstandards
Nicht nur hohe Leistung, auch höchste Sicherheit spielt beim Sprinter eine entscheidende Rolle. Von Beginn an hat der Sprinter Scheibenbremsen an allen Rädern. Es gibt das Antiblockiersystem ABS und ein automatisches Bremsdifferenzial (ABD), in vielen Ländern serienmäßig. Hinzu kommt der – ebenfalls in Deutschland und vielen anderen Ländern serienmäßige – Fahrer-Airbag. Damit setzt der Mercedes-Benz Sprinter wie in vielen anderen Bereichen neue Maßstäbe in seiner Kategorie.
Neben der intensiven Weiterentwicklung von konventioneller Antriebstechnik bringen die Ingenieure in Verbindung mit dem Sprinter auch alternative Antriebe zur Serienreife. Bereits ein Jahr nach der Vorstellung des neuen Transporters gibt es ihn auch in der Variante 308 E Sprint mit Elektroantrieb. Der wassergekühlte Asynchronmotor mit 40 kW Leistung bezieht seine Energie aus wartungsfreien Blei-Gel-Batterien. Die Nennenergie von 29 kWh reicht für eine etwa 65 bis 80 km lange Fahrstrecke.
Erdgasantrieb auf Benzinerniveau
Zur gleichen Zeit sind die ersten NGT-Sprinter mit Erdgasantrieb (NGT = Natural Gas Technology) im Einsatz bei Kunden. Der Motor mit einer neuartigen sequenziellen Einblastechnik leistet 92 kW und steht in seinen Fahrleistungen dem konventionellen Benziner kaum nach. Mit den unterflur montierten Gasflaschen beläuft sich die Reichweite auf 200 bis 250 km. Im Frühjahr 1997 geht dieser Sprinter mit Erdgasantrieb in Serie. Fünf Jahre später wird Flüssiggas – auch Autogas oder LPG genannt – der Kraftstoff für zehn Sprinter sein, die Mercedes-Benz im Rahmen einer Langzeitstudie ab dem Jahr 2002 in Dortmund erprobt und später als Alternative zum Ergasantrieb NGT liefert. Dank eines bivalenten Antriebs können diese Fahrzeuge alternativ mit Flüssiggas oder mit Benzin betrieben werden.
Das aber ist noch Zukunftsmusik, als Mercedes-Benz 1997 eine Variante mit Allradantrieb beim Sprinter einführt. Dieser Sprinter für schwierige Traktionsverhältnisse, wie bei Schnee oder auf einer Baustelle anzutreffen, verfügt über einen elektropneumatisch zuschaltbaren Frontantrieb, wahlweise auch über eine zusätzliche Gelände-Übersetzung sowie ein Sperrdifferenzial und ist zugunsten der Bodenfreiheit deutlich höhergelegt. Ein permanenter Allradantrieb folgt später.
150.000 Einheiten bis 2005 produziert
Bei diesen zahlreichen Innovationen ist es kein Wunder, dass der Sprinter sich schnell aufmacht, den bewährten T1 zu überflügeln. Im Transporterwerk Düsseldorf, wo auch der T1 in seiner zweiten Lebenshälfte gefertigt worden war, plant Mercedes-Benz zunächst eine Tagesfertigung von 400 Sprintern in zwei Schichten. Jedoch pendelt sich die Jahresfertigung bereits nach wenigen Jahren auf einen Betrieb in drei Schichten mit mehr als 500 Transportern am Tag ein. Die Produktion entlang der Kapazitätsgrenze entwickelt sich für den Sprinter zum Normalfall. Zum Ende seiner Karriere erreicht der erste Sprinter im Jahr 2005 mit rund 150.000 Exemplaren sogar einen neuen Produktionsrekord – ein großes Kompliment für einen sehr ausgereiften Transporter in der Blüte seines Lebens.
Zu verdanken ist dies dem maßgeschneiderten Konzept. Die zahlreichen Aufbau- und Gewichtsvarianten des Sprinter treffen bei den potenziellen Käufern ins Schwarze. Gleichzeitig überzeugt der Sprinter mit seiner souveränen Motorisierung. Zu den besonderen Merkmalen des Sprinter zählt überdies sein zeitlos-modernes Design ebenso wie das geräumige und besonders funktionell ausgestattete Fahrerhaus, dessen Einrichtung in Form und Material inzwischen fast Pkw-Niveau erreicht.
Hinter dem Erfolg stehen sowohl einzelne Käufer, vom Handwerker über selbstständige Kurierdienstfahrer bis zum Besitzer eines edlen Reisemobils wie dem Mercedes-Benz James Cook, als auch Flotten wie die der Deutsche Post AG: Sie ordert im Jahr 2000 mehr als 9.000 Sprinter auf einen Schlag. Hinter dem Erfolg steht aber ebenfalls eine fortlaufende gezielte Weiterentwicklung des Verkaufsschlagers.
Modellgepflegt geht der Sprinter in die zweite Halbzeit
Mit dem Start seines zweiten Lebenszyklus wertet Mercedes-Benz zu Beginn des Jahres 2000 sowohl die Außenoptik als auch die Einrichtung des Fahrerhauses weiter auf. Eine tief heruntergezogene Motorhaube kennzeichnet den Sprinter jetzt, in die der Stern harmonisch hineinragt. Ein verlängerter Vorbau streckt die Silhouette. Neu gestaltete Scheinwerfer leuchten die Fahrbahn besser aus; die Bugschürze erhält zur einfacheren Reinigung der Frontscheibe zwei integrierte Auftritte.
In der Kabine fällt vor allem die völlig neu gestaltete, geschwungene Instrumententafel auf. Sie erreicht in Form und Materialqualität Pkw-Niveau, besonders in den Varianten des Sprinter Kombi mit einer weichen und lederartigen Oberfläche („Softlook“), die für die anderen Sprinter auf Wunsch zu bekommen ist. Neben zusätzlichen Komfortdetails wie Getränkehalter und Ablagen fällt vor allem der Schalthebel in Form eines Joysticks ins Auge. Er ragt griffgünstig aus der Mittelkonsole und erlaubt einen völlig freien Durchgang im Fahrerhaus.
Seit der umfassenden Modellpflege gehört im Sprinter der Fahrer-Airbag zur Serienausstattung, der Beifahrer-Airbag ist auf Wunsch lieferbar, er schützt als Doppelairbag auch den Fahrgast auf dem inneren Platz einer Beifahrer-Doppelsitzbank. Nun sind alle Sitze des Sprinter mit Dreipunkt-Sicherheitsgurt ausgestattet, auch die mittleren Sitze im Fond des Kombi und der innere Sitz der Beifahrer-Doppelsitzbank. Der längere Vorbau verbessert die Crash-Sicherheit nochmals. Bald darauf sind auch Windowbags lieferbar. Scheinwerfer mit Reflektoren in Freiflächentechnik leuchten die Fahrbahn besser aus. Hinzu kommt eine neue Generation des ABS mit noch höherem Leistungsniveau. Damit verbunden ist die Weiterentwicklung des Automatischen Bremsdifferenzials (ABD) zur Antriebsschlupfregelung ASR.
Neue Generation von Dieselmotoren
Gleichzeitig kommen im Sprinter eine neue Generation Dieselmotoren sowie das automatisierte Getriebe Sprintshift zum Einsatz. Die CDI-Motoren mit vier und fünf Zylindern sowie 2,15 und 2,7 Liter Hubraum verfügen über eine Leistungs-Spannweite von 60 kW bis 115 kW. Der kräftigste Motor bietet nicht nur den Leistungs-Spitzenwert seiner Klasse, er verfügt ebenfalls über ein damals beeindruckendes maximales Drehmoment von 330 Newtonmetern. Common-Rail-Einspritzung, Vierventiltechnik und in den höheren Leistungsstufen Abgasturbolader mit variabler Turbinengeometrie stehen für modernste Technik. Mit Blick auf die Sicherheit ist die Höchstgeschwindigkeit auf 160 km/h begrenzt.
Alternativ zum Schalthebel des manuell zu betätigenden Fünfgang-Schaltgetriebes übernimmt jetzt Sprintshift die Kraftübertragung, ein automatisiertes Sechsgang-Schaltgetriebe mit elektrohydraulischer Schaltung und automatischer Kupplungsbetätigung.
Der Sprinter wächst zum Sechstonner heran
Dabei jedoch bleibt es nicht lange: Zu Beginn des Jahres 2001 stockt Mercedes-Benz das Programm mit dem Sprinter 616 CDI deutlich auf. Es gibt ihn als Fahrgestell, Pritschenwagen und Doppelkabine mit 5,99 Tonnen Gesamtgewicht sowie abgelastet mit 5,0 Tonnen Gesamtgewicht. Gekennzeichnet durch einen geraden, ohne die beim Sprinter sonst übliche Kröpfung von vorne bis hinten durchlaufenden Rahmen und eine zwillingsbereifte Hinterachse mit großer Tragfähigkeit und besonders breiter Spur, wendet sich das Spitzenmodell an Anwender, die auf hohe Nutzlasten für den Transport schwerer Güter angewiesen sind.
Mercedes-Benz erreicht darüber hinaus mit maßgeschneiderten Branchenlösungen seines Bestsellers das Handwerk, Dienstleister und Kurierdienste. Die Fahrzeuge entstehen in enger Zusammenarbeit mit spezialisierten Aufbauern. Branchenfahrzeuge für Elektriker, für das Sanitärhandwerk, für Frischdienst und den Kühltransport sowie Aufbauten für den Bau komplettieren auf diese Weise das Programm. Kurierdienste freuen sich über den Leichtbaukoffer mit bis zu 16,6 Kubikmeter Ladevolumen des Daimler Tochterunternehmens Westfalia Van Conversion oder das Detail eines praktischen Klappsitzes auf der Beifahrerseite zum leichteren Durchgang von links nach rechts im Fahrerhaus.
Der nächste Meilenstein heißt ESP®
Im Jahr 2002 erfährt der Sprinter eine weitere Aufwertung. Klarglas-Scheinwerfer und zweifarbig in rot-weiß gehaltene Rückleuchten unterstreichen die markante Linie des Transporters und verbessern die Funktionalität. So steigern die Scheinwerfer die Lichtausbeute abermals. Ein modifizierter Kühlergrill und weiße Seitenblinker runden das neue Erscheinungsbild ab.
Noch wesentlicher sind die Neuerungen unter dem Blech. Da wäre ein größerer Bremskraftverstärker sowie vor allem der – in Deutschland und vielen anderen Ländern – serienmäßige Einsatz des Elektronischen Stabilitätsprogramms ESP® in allen geschlossenen Varianten des Sprinter bis 3,5 Tonnen Gesamtgewicht – wieder eine Sicherheits-Premiere in dieser Fahrzeugklasse. Zwei Jahre später zählt ESP® auch bei allen Fahrgestellen des Sprinter bis 3,5 Tonnen Gesamtgewicht zum Serienumfang.
Blick in die Transporter-Zukunft
Parallel zu diesen Entwicklungen für die Serie weisen immer wieder spannende Studien den Weg zu künftigen Transportlösungen bei leichten Nutzfahrzeugen, vor allem im Verteilerverkehr. Die ambitionierte Studie „Vanessa“ zum Beispiel öffnet 1998 dem Fahrer beim Ein- und Aussteigen die Türen. Eine raumsparende Schwenktür auf der rechten Seite des Sprinter ist ebenso maßgeschneidert für beengte innerstädtische Verkehrsverhältnisse wie die Rückfahrkamera. GPS zur Positionsbestimmung und ein Auftragsverwaltungssystem im Fahrzeug sind damals in Kombination für eine aktuelle und flexible Tourenplanung noch Zukunftsmusik. Wesentliche Elemente der Studie werden in der zweiten Generation des Sprinter ab 2006 Wirklichkeit.
Zwei Jahre später präsentiert Mercedes-Benz den „Leichtbau-Sprinter“, entwickelt in Zusammenarbeit mit der Universität Stuttgart. Ein Aufbau aus Aluminium, dazu gewichtssparendes Leichtmetall soweit als möglich auch im Rohbau, Federn aus Glasfaser-Kunststoff sowie ein optimierter Fahrerarbeitsplatz weisen einen Weg in die Zukunft des Paketdienstes.
Ein Jahr später unterstreicht die Studie „Mobile Black Office“ die Vielseitigkeit des Sprinter für besondere berufliche Einsätze. Sitze in einer Konferenzbestuhlung, EDV und Multimediaausstattung, eine Klappliege im Fond, eine kompakte Küche und edle Materialien beschreiben einen mobilen Arbeitsplatz erster Güte.
Diesen Arbeitsplatz definiert der „Innovationsträger Sicherheit“ auf der IAA-Nutzfahrzeuge 2004 aus ganz anderer Sicht: Tiefsichtfenster im Fahrerhaus, seitliche Reflektionsbänder, Außenspiegel mit Blinkleuchten, Bi-Xenon-Scheinwerfer mit Kurven-, Abbiege-, Schlechtwetter- und Tagesfahrlicht zeigen ebenso das derzeit Machbare an Sicherheitstechnik im Transporter wie eine Trennwand aus Hochleistungsfasern und Schienen in Boden, Seitenwänden und Dach mit Sperrbalken und Sperrstangen zur Ladungssicherung. Das adaptive Elektronische Stabilitätsprogramm ESP® reagiert auf unterschiedliche Beladungszustände, die aktive Wankstabilisierung wirkt der Seitenneigung entgegen.
Ein Spurwechsel-Assistent mit Nahbereichs-Sensoren unterstützt den Fahrer ebenso wie der Abstands-Regeltempomat Distronic, eine Reifendruck-Kontrollanzeige oder die Überlagerungs-Lenkung mit variabler Übersetzung. Auch hier gilt: Zahlreiche Innovationen werden in der künftigen Generation des Sprinter in der Serienausstattung oder als Extra wieder auftauchen.
Glanzvolles Debüt in der Neuen Welt
Längst erobert der Sprinter auch die Neue Welt. Seit 2002 hat sich der Sprinter in den USA und Kanada etabliert. Die nordamerikanische Konzernmarke Freightliner endmontiert und vertreibt ihn sowohl unter eigenem Namen wie auch für die Marke Dodge. Stark steigende Zulassungszahlen von zuletzt 18.900 Einheiten verdeutlichen das zunehmende Interesse am gleichermaßen wirtschaftlichen wie sicheren Sprinter. In China entsteht ein neues Transporterwerk, dessen Bestimmung die Erschließung der asiatischen Märkte für den Sprinter ist.
Längst ist der Sprinter in mehr als 100 Ländern der Erde unterwegs. So lässt sich der König von Tonga mit einem besonders edel ausgebauten Sprinter chauffieren, umrundet Extremsportler Hubert Schwarz mit Fahrrad und Unterstützung eines allradgetriebenen Sprinter die Erde.
Bei diesen Erfolgen nimmt es wenig Wunder, dass der Sprinter im Laufe seiner Karriere mit zahlreichen Preisen und Trophäen ausgezeichnet wird. Ob „Van of the year“, „Deutscher Nutzfahrzeugpreis“, in unterschiedlichen Ländern „Transporter des Jahres“ oder gleich mehrfach die Transporterwertung bei der Wahl „Die besten Nutzfahrzeuge“ sowie in der Reisemobilvariante James Cook die Wertung zum „Reisemobil des Jahres“ – der Sprinter gehört zu den meistdekorierten Transportern aller Zeiten.
Mit insgesamt fast 1,4 Millionen verkauften Fahrzeugen ist der Sprinter der ersten Generation von 1995 bis 2006 der Bestseller seiner Klasse in Europa und erwirbt sich einen legendären Ruf: Nach ihm wird inzwischen die Kategorie der Nutzfahrzeuge um 3,5 Tonnen Gesamtgewicht herum als Sprinter-Klasse bezeichnet.
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