Juan Manuel Fangio Denkmal am Grand-Prix Kurs in Monaco
Stuttgart/Monaco
20.05.2003
  • Schenkung an das Fürstentum von Monaco und seinen Automobilclub
  • Hommage an den fünffachen Formel-1-Weltmeister und Monaco-Sieger
  • Symbol des Sportsgeistes und der traditionellen Verbindung von Mercedes-Benz und Monaco
Am 20. Mai 2003, wenige Tage vor dem Großen Preis von Monaco, enthüllt DaimlerChrysler Vorstandsmitglied Prof. Jürgen Hubbert eine lebensgroße Bronzestatue, die Juan Manuel Fangio, den 5-fachen Formel-1-Weltmeister der 50er-Jahre stehend neben seinem Mercedes-Benz Rennwagen W 196 zeigt. Die Skulptur wird nach der Rascasse-Kurve an der Einfahrt zur Boxengasse an das legendäre Rennfahrer-Idol erinnern. Prof. Jürgen Hubbert, Mitglied des Vorstands der DaimlerChrysler AG und zuständig für die Mercedes Car Group: "Juan Manuel Fangio verkörpert Rennsportbegeisterung und fairen Sportsgeist über seine Zeit hinaus. Die Skulptur an diesem traditionsreichen Ort ist eine Hommage an den großen Rennfahrer und seine Bedeutung für die Welt des Sports." Fürst Rainier III. verband über viele Jahre eine enge Freundschaft mit dem Argentinier Juan Manuel Fangio, der am 17. Juli 1995 im Alter von 84 Jahren verstarb.
Die feierliche Enthüllung des Denkmals findet im Beisein des Künstlers, Joaquim Ros, dem Präsidenten der „Fangio Foundation“ Antonio Mandiola, dem Präsident des Automobil Club Monaco (ACM), Michel Boeri sowie Rennfahrern von gestern und heute statt, darunter Emerson Fittipaldi, Niki Lauda und David Coulthard. Auch berühmte Weltsportler anderer Disziplinen, die als Gäste der abendlichen Gala des „Laureus World Sports Awards“ vor Ort sind, werden bei der Enthüllung anwesend sein.
Juan Manuel Fangio zählt zu den erfolgreichsten Rennfahrern der Geschichte des Automobilsports und war eine der profiliertesten Fahrerpersönlichkeiten nicht nur jener Grand-Prix-Epoche nach dem Zweiten Weltkrieg. Als einer der populärsten Protagonisten des motorsportlichen Mythos Mercedes-Benz ist sein Name untrennbar mit sportlicher Leistungsfähigkeit, technischer Kompetenz und uneingeschränkter Sympathie verbunden. Viermal stand Fangio beim Großen Preis von Monaco am Start, zweimal fuhr er als Sieger durchs Ziel.
Juan Manuel Fangio, von seinen Freunden respektvoll „El Chueco“, der „Krummbeinige“, genannt, kam am 24. Juni 1911 in Balcarce zur Welt, 300 Kilometer südlich von Buenos Aires. 1936 bestritt er sein erstes Rennen. 1940 siegte er beim argentinischen „Gran Premio Internacionale“. 1950 fuhr er für Alfa Romeo und wurde 1951 erstmals Weltmeister. Ein schwerer Unfall zwang ihn 1952 zu pausieren. 1954 holte ihn der legendäre Rennleiter Alfred Neubauer in die Mercedes-Benz Rennmannschaft. Im selben Jahr und 1955 wurde er Formel-1-Weltmeister. Nach dem Rückzug der Daimler-Benz AG aus dem Grand-Prix-Sport, holt sich Fangio 1956 und 1957 auf Lancia-Ferrari bzw. Maserati die Titel vier und fünf. Inzwischen 47-jährig beendet er seine glanzvolle Motorsport-Karriere. Die Liaison mit Mercedes-Benz bleib bestehen. Fangio wurde Präsident von Mercedes-Benz Argentinien und blieb der Marke bis zu seinem Lebensende verbunden. Die DaimlerChrysler AG unterstützt die Fangio-Stiftung in Argentinien bis heute.
Mit der posthumen Würdigung lebt die Erinnerung an den großen Kämpfer und Gentleman am Volant an exponierter Stelle des faszinierenden Monaco-Stadtkurses sichtbar fort. Gleichzeitig wird die traditionelle Verbundenheit von Mercedes-Benz mit dem Fürstenhaus und der legendären Rennstrecke bis in die jüngste Gegenwart eindrucksvoll dokumentiert. Ihre Wurzeln reichen bis 1929 zurück. Damals belegte Rudolf Caracciola mit einem 250 PS Mercedes-Benz SSK den dritten Platz. 1935 siegte Luigi Fagioli, 1936 wieder Caracciola. Beide steuerten den Mercedes-Benz Grand-Prix-Wagen W 25, den ersten „Silberpfeil“.
Das über drei Tonnen schwere Bronze-Memorial schuf der katalanische Künstler Joaquim Ros im Auftrag von Sabastiá Salvadó Plandiura, dem Präsidenten des „Reial Automòbil Club de Catalunya (RACC)“. Es stellt Fangio in Originalgröße neben seinem stilisierten Mercedes-Benz Rennwagen W 196 aus den 50er-Jahren dar. Das Cockpit der Rennwagen-Skulptur ist so gestaltet, dass Fangio-Fans für ein Erinnerungsfoto darin Platz nehmen können.
Die Ur-Statue steht an der Rennstrecke von Barcelona. Auf Initiative von DaimlerChrysler Classic werden in Abstimmung mit dem Künstler, der „Fangio Foundation“ in Balcarce, Argentinien, dem Geburtsort Fangios, wo auch sein Museum steht, und dem Co-Sponsor YPF Repsol, von der spanischen Kunst-Gießerei Barberi fünf Abgüsse angefertigt. Der erste fand seinen Platz am Nürburgring, den zweiten bekommt der Grand-Prix-Kurs in Monaco. Die weiteren Fangio-Statuen sollen in Italien, Argentinien und zur Eröffnung des neuen Mercedes-Benz Museums in Stuttgart-Untertürkheim 2006 aufgestellt werden.
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